Aufrufe
vor 1 Jahr

SPORTaktiv Magazin August 2017

  • Text
  • Outdoor
  • Biken
  • Laufen
  • Fitness
  • Sportaktiv
  • Magazin
  • August

das Einstellen von

das Einstellen von Schaltungen, dem Justieren der Scheibenbremsen bis hin zum nächtlichen Wechsel des Vorbaus auf einem Highway und dem Reinigen der drei Velos gab es hier einiges zu erledigen. Anschreien? Koffeingetränk reichen? Abgesehen von der medialen Wichtigkeit zählen Interviews und Gespräche mit der Mediencrew zum Unterhaltungsprogramm, das Strasser munter und bei Laune hält. Gesprochen wird über alles, wirklich alles, denn es ist enorm wichtig, den Hauptdarsteller auf den 4.800 Kilometern mental zu beschäftigen und ihn wach zu halten. Über Lautsprecher auf dem Autodach wird er beschallt, er selbst ist über ein Headset zu hören. Musik, Kabarettstücke oder Sprachnachrichten von Freunden und Bekannten pushen in schwierigen Momenten enorm. Selbst ein Mann, der mit seinen Vorträgen Tausende Menschen motiviert und antreibt, braucht gelegentlich Motivation. Und da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Braucht er einen Powernap? Reicht ein Anschreien, ein eiskalter Wasserstrahl im Gesicht oder ein koffeinhaltiges Getränk? Schlafmangel alleine reicht schon, um Menschen dünnhäutig werden zu lassen und in diesem Fall kommt die körperliche Belastung dazu. Am Ende wäre Strasser selber der, der sich über zusätzliche Pausen am meisten aufregen würde, denn es geht nicht nur um die Platzierung. „Es ist das geilste Rennen der Welt und da hat man die Pflicht, seine beste Leistung abzuliefern“, sagt er immer wieder. Ständiger Kampf mit der Müdigkeit Wir Betreuer schlafen, wann und wo es sich ausgeht. Die Pacecar-Crews im Wohnmobil, die Medienleute meist im Auto und das nur stundenweise. Nach spätestens zwei, drei Tagen ist es ein ständiger Kampf mit der Müdigkeit. Man schläft, wenn es geht. Den angepassten Earwear-Gehörschutz rein und Augen zu. Vor allem die Neulinge vergessen in den ersten Tagen aber vor lauter Aufregung, sich auszurasten und so kann es sein, dass dann auf einmal der Stecker draußen ist. Landschaftliche Höhepunkte, wie das Monument Valley, die Pässe in den RACe ACROSS AMeRiCA (RAAM) DAS „WORLD’S TOUGHEST BICYCLE RACE“ FÜHRT JÄHRLICH ÜBER RUND 4.800 KILOMETER UND 52.000 HÖHENMETER VON DER WESTKÜSTE ZUR OSTKÜSTE DER USA. REKORDSIEGER (5 X) IST DER SLOWENE JURE ROBIC. ÖSTERREICHS BES- TER EXTREMRADSPORTLER CHRISTOPH STRASSER HÄLT JETZT BEI VIER SIEGEN. Auch für den Jubel nach der Zielankunft in Annapolis ist die Crew zuständig. Bei nachtschlafender Stunde um 3.20 Uhr morgens. Rocky Mountains, der Half-Way-Point oder die Brücke über den Mississippi sind unvergessen – andere bleiben angesichts der permanenten Müdigkeit nicht lange im Kopf. Oft wissen wir nicht einmal genau, in welchem Bundesstaat wir gerade sind, von Ortsnamen gar nicht erst zu reden. Eine der wenigen Konstanten auf dem Weg nach Osten ist der Walmart. Es gibt dort wirklich alles zu kaufen, das WLAN ist gratis und reicht für Videoanrufe zu Hause und selbst nach vier Tagen ohne Dusche und mit schmutziger Kleidung fällt man dort nicht wirklich auf. Duschen sind Mangelware und so bleibt meist nur der Griff zu Deo und Feuchttuch. Eine Erfrischung haben wir uns nach dem Rennen alle redlich verdient, wobei die meisten relativ schnell ins Bett gehüpft sind. Eine Wohltat nach den Nächten hinter dem Steuer, auf der Bank im schwankenden Wohnmobil oder auf dem Beifahrersitz am Straßenrand. Es sollte nach unserer Ankunft noch ein, zwei Tage dauern, bis das Gesehene, das Gespürte, das Erlebte und das Erreichte auch in uns richtig ankommt. Doch dann kommt es wie ein Vorschlaghammer. Baam und die Tränen kullern über die Wangen. Fotos: Manuel Hausdorfer/limeART 114 SPORTaktiv

EXTREME RUHE Bei seinem diesjährigen „Race Across America“-Triumph hat Christoph Strasser erstmals auf Gehörschutz von EARWEAR gesetzt. Weshalb, erklärt er im Interview. ANZEIGE / Fotos: Manuel Hausdorfer | lime-art.at (1), EARWEAR (1) Warum kann ein Gehörschutz auch beim Sport, wie zum Beispiel beim Biken, wichtig sein? Was mich oft sehr belastet, ist heftiger Wind. Oder besser gesagt, die lauten Windgeräusche, die dadurch entstehen. Hier ist der Gehörschutz von EARWE- AR mit seinen speziellen Filtern sehr angenehm, weil nur gewisse Frequenzen gefiltert werden. Den Verkehr höre ich trotzdem und bin daher sicher unterwegs. Du hast während des „Race Across America“ aber nicht nur beim Fahren, sondern auch beim Schlafen auf einen Gehörschutz gesetzt. Wie wichtig war das für dich? Beim RAAM wird der Schlaf auf ein Minimum reduziert. Umso wichtiger ist es, dass ich in den kurzen Schlafpausen von täglich nur maximal einer Stunde gut und fest schlafen kann. In den Pausen habe ich mich dank des individuell angepassten Schlafschutzes immer optimal erholen können – auch, wenn wir die Pause auf einem Parkplatz entlang des Highways machen mussten, wo es alles andere als leise war. Auch in meinem Betreuerteam waren alle froh, den Schlafschutz dabei zu haben. Was macht den Mehrwert von EARWEAR für dich aus? Am meisten hat mich der Tragekomfort überrascht, der durch die individuelle Anfertigung gegeben ist. Die Möglichkeit des einfachen Wechselns der Geräuschfilter finde ich auch genial, denn so kann ich meinen Gehörschutz auch für andere Zwecke verwenden. Wenn mein Trainingsplan einmal Zeit für ein Konzert lässt, tausche ich einfach den Filter und kann ein lautes Sommer-Open-Air ohne Gehörschaden überstehen. EARWEAR – GEHÖRSCHUTZ FÜR DEINE SPORTLICHE LEIDENSCHAFT Egal, ob du mit deinem Rad gerne Kilometer abspulst, den Sprung ins kühle Nass liebst oder gerne ruhig schläfst – EARWEAR bietet für jeden Lebensbereich die passende Lösung für deine Ohren. Und dank spezieller Filter bleibt die Sprache gut verständlich. Mehr Infos gibt´s bei Neuroth oder unter: www.earwear.me SPORTaktiv 115

Magazin

SPORTaktiv April 2016
SPORTaktiv 1 2016
SPORTaktiv Bikeguide 2016
SPORTaktiv Laufguide 2016
SPORTaktiv Winterguide 2015