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SPORTaktiv Magazin August 2017

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ALLE SETZENAUF GRÜN

ALLE SETZENAUF GRÜN Foto: iStock 178 SPORTaktiv

AUF DER „OUTDOOR“-FACHMESSE IN FRIEDRICHSHAFEN HAT SICH IM JUNI EIN KLARER TREND FÜR DIE OUTDOORBRANCHE ABGEZEICHNET: „NACHHALTIGKEIT“ RÜCKT AUF BREI- TER BASIS IN DEN MITTELPUNKT. avid Bacci ist der erste Profibergsteiger, der eine D der weltweit härtesten Kletterrouten in einer PFC-freien Jacke durchstieg. Konkret kletterte er in Patagonien auf den Fitz Roy und trug dabei eine Jacke von Páramo. „Die PFC-freie Bekleidung hat besser performed als ich dachte. Es gibt keinen funktionellen Grund mehr, auf PFCs zu setzen“, findet Bacci nach dem Versuch. In naher Zukunft werden die schädlichen „per- und polyfluorierten Chemikalien“ – kurz: PFC – in Outdoorbekleidung und Ausrüstung der Vergangenheit angehören. Das zeigte sich auf der „Outdoor“-Fachmesse, wo im Juni 965 Aussteller ihre Neuheiten für die Saison 2018 zeigten und die Fachbesucher aus 90 Nationen anzog, ganz deutlich. „Nachhaltigkeit“ war zwar schon in den letzten Jahren ein wichtiges Thema der Outdoorbranche – aber noch nie wurde es so breit und vielseitig umgesetzt. Aus alt mach neu Nachwachsende Rohstoffe statt fossiler Grundstoffe, natürliche Färbeverfahren und Färbemittel statt Chemie, 100-prozentige Recyclebarkeit und Kompostierbarkeit – Umweltthemen wie diese gehören in der Branche immer mehr zum guten Ton. Membranhersteller Sympatex ließ auf der Messe in einem Workshop die „Jacke 4.0“ entwickeln: Recycelt und recyclebar, 100 Prozent frei von PFC und 100 Prozent CO2-neutral – und das alles bei voller Funktion. Bereits Gegenwart: Marmot, Fjällräven, Maier Sports, Vaude oder Haglöfs (um nur einige zu nennen) setzen 2018 auf Membranen ohne PFC. Zur Nachhaltigkeit gehören aber auch faire Arbeitsbedingungen und Löhne. Tatonka hat etwa eine eigene Fabrik in Vietnam, in der nach diesen Gesichtspunkten gearbeitet wird. Wer dem Imagevideo, das auf der Messe gezeigt wurde, nicht traut: Die Fabrik kann man nach einer Anmeldung besichtigen. Nicht nur die großen Player setzen auf diesen Trend. Im „Innovation Village“ zum Beispiel hatten sich viele kleinere, innovative Firmen zusammengetan, um auf einer großen gemeinsamen Fläche besser wahrgenommen zu werden. Dort präsentierte zum Beispiel die Marke „mamalila“ ihre eigenständigen Ideen zur umweltfreundlichen und nachhaltigen Outdoorbekleidung. Leichtigkeit, Style & volle Funktion Andere Trends, die auf der Outdoor feststellbar waren: Extraleichte Materialien, die trotzdem enorm abriebfest sind, gab es vielerorts zu sehen und auszuprobieren. Am Thema Style kommt kein Hersteller vorbei. Manche verwenden dafür den bekannten Begriff „Urban Outdoor“, andere setzen stattdessen auf „Modern Outdoor“. Gemeint sind da wie dort Produkte, die sich optisch vom Gewohnten abheben und oft eine junge Zielgruppe im Visier haben. Volle Funktion muss trotzdem sein. Und: Die Grenzen des Outdoorsports verschwimmen und überlappen sich zunehmend mit anderen Bereichen – was sich etwa in neuen Running- und Water Sports Areas ausdrückte. SPORTaktiv 179

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