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SPORTaktiv Magazin Februar 2017

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BIKE DAS BRÖCKELIGE

BIKE DAS BRÖCKELIGE FUNDAMENT In acht Monaten vom Mountainbike-Neuling zum Dolomitenmann – geht das? Georg Michl ist davon überzeugt – und hat auf den ersten Trainingsmetern schon einiges erlebt. AM WEG ZUM DOLOMITEN- MANN Das 2017er- Giant-Bike für Georg Michls Projekt Dolomitenmann wird erst ausgeliefert. Mehr als würdiger Ersatz: Eine Bikeeinheit mit Giant-Profi Georg Preidler. Der vernünftige Teil meines Verstandes sagt zu mir: „Ja der Preidler, der fährt Tour de France und Olympia. Das ist keine Schande, wenn der dich auch auf dem Mountainbike abhängt.“ Und warum fühlt es sich dann bitte so an? In jedem Anstieg fährt er mir auf zehn Metern gefühlte 100 davon und lächelt dabei und ich habe das Gefühl, mir platzt der Kopf. Ich könnte ja auch schieben, oder einfach umfallen und liegenbleiben. Der Schnee knirscht unter den Stollenreifen – das ist also Mountainbiken. Fein. Da mein Giant-Bike für mein Projekt Dolomitenmann noch nicht angekommen ist, habe ich mir einfach einen Giant-Profi „geborgt“ und das ältere Fully aus dem Keller geräumt. „Bei der Wampe, die ich mir seit September angezüchtet habe, fällt das Gewicht des Alubocks gar nicht so auf und der Preidler ist im Gelände sicher auch nicht so die Rakete“, war mein Denkansatz. Zumindest beim Fully lag ich richtig. Immerhin 50 Prozent. Der Weg zum Dolomitenmann ist steiler und steiniger als gedacht, aber wenigstens habe ich (noch) nicht geweint. Der Bike-Neuling GEORG MICHL ist Sportredakteur bei der Kleinen Zeitung in Graz und begeisterter Freizeitsportler. 2017 hat sich der Ironman-erprobte Mountainbike-Neuling ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Die Teilnahme am Dolomitenmann im September. Von seinem Weg dorthin berichtet er in jeder SPORTaktiv-Ausgabe. E-MAIL: georg.michl@kleinezeitung.at DER LÄDIERTE DAUMEN Die ersten Meter auf losem Untergrund waren okay, zumindest ist nichts gebrochen. Das sagte zumindest der Arzt in der Ambulanz nach dem Röntgen meines Daumens. Der war nach einem Sturz schwer in Mitleidenschaft gezogen und ich konnte ein paar Wochen den Schalthebel nicht durchdrücken. Daher versuche ich, zusätzlich mit Alternativtraining wieder in Schwung zu kommen und die Grundlagenausdauer, mein bröckeliges Fundament, wieder zu verbessern. Denn aktuell steigt mein Puls bei leichter Belastung schneller als eine Apollo-Rakete. Ausgedehntes Laufen, Langlaufen und Berggehen im Schneckentempo sowie Watt-Schupfen im Wohnzimmer auf Rennrad und Walze stehen wieder täglich auf dem Programm. Gelegentlich versuche ich gleich nach dem Aufstehen nüchtern eine Einheit einzustreuen. Ob das zur Gewichtsreduktion aus wissenschaftlicher Sicht schlau ist, oder nicht, spielt keine große Rolle. Ich habe dann ein frischeres Gefühl beim Start in den Alltag und schon vor dem Büro mein Training erledigt. Ach ja: Meine Einheiten zeichne ich alle auf und lade sie auf Strava hoch. Vielleicht sehen wir uns ja einmal online – und eventuell ja auch mal auf der Piste ... FOTOS: Georg Michl TEXT: Georg Michl 124 SPORTaktiv

WER GLÜCK HAT, DARF SICH QUÄLEN Die 37. Auflage des berühmten „Ötztaler Radmarathons“ steht heuer am 27. August unter dem Motto „Ötztaler Granit“. Bis 28. Februar läuft noch die Bewerbungsfrist! FOTOS: Ötztaler Radmarathon Ötztaler Radmarathon: Zahlen und Fakten DER WEG ZUR TEILNAHME: Bis 28. Februar läuft noch die Online-Registrierung auf dem Portal www.oetztaler-radmarathon.com. Am 7. März bzw. 20. April werden die Startplätze verlost und die Teilnehmer bekanntgegeben. DAS RENNEN: Termin: 27. August Der Start erfolgt um 6.45 Uhr in Sölden Streckenverlauf: Sölden–Ötz–Kühtai– Innsbruck–Brennerpass–Sterzing–Jaufenpass–St. Leonhard im Passeiertal– Timmelsjoch–Sölden Distanz/Höhenmeter: Auf 238 Kilometern warten 66 Kehren und es sind 5.500 Höhenmeter zu bewältigen Neu: Erstmals findet heuer am Tag vor dem Marathon ein Profirennen auf der Originalstrecke statt. Start ist am 26. August um 12 Uhr ALLE INFOS UND REGISTRIERUNG: www.oetztaler-radmarathon.com www.gloryfy.com Zum 37. Mal steigt heuer der Ötztaler Radmarathon. Knapp 80.000 Starter haben sich bislang über die legendäre Strecke mit Alpenpässen wie Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch gequält und den „Mythos Ötztaler“ befeuert. Dabei übertrifft die Zahl der Anmeldungen jene der Startplätze Jahr für Jahr um ein Vielfaches. Neben Ausdauer, Willenskraft und starken Beinen gehört also auch Glück dazu, um am 27. August das Rennen in Angriff nehmen zu dürfen. Die Startplätze werden unter allen, die sich bis 28. Februar registrieren, verlost und am 7. März die Teilnehmer bekannt gegeben. Eine zweite Verlosungsrunde findet dann nochmals am 20. April statt. GRANIT UND GESCHICHTE Der Ötztaler Radmarathon 2017 steht unter dem Motto „Ötztaler Granit“. Die Teilnehmer können sich daher unter anderem auf das wertvollste Starterpaket in der Geschichte des Klassikers freuen: Neben anderen Geschenken ist darin eine Sonnenbrille von „Gloryfy unbreakable“ im Wert von € 189,– enthalten. Die Brille trägt den Namen „Timmelsjoch“, ist mit rotbrauner Spiegelung versehen und hat einen eigenen, dem Granit nachempfundenen, sportlichen Schnitt. Seine riesige Popularität verdankt der Radmarathon auch der beeindruckenden Schönheit der Natur sowie der Streckenführung über legendäre, großteils gesperrte Bergstraßen. Auf denen werden sich heuer erstmals auch die Profis messen – einen Tag, bevor die Hobbyfahrer ihren Auftritt haben, also am 26. August. Noch eine Besonderheit: Beim Ötztaler-Wochenende wird heuer auch „200 Jahre Fahrrad“ gefeiert – was sich unter anderem auf der Expo oder mit einer großen Radparade in historischer Bekleidung niederschlägt. Nr. 1; Februar / März 2017 125

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