Aufrufe
vor 2 Jahren

SPORTaktiv Magazin Februar 2017

  • Text
  • Sportaktiv
  • Februar
  • Laufen
  • Magazin

TRAININGSCAMP FÜR

TRAININGSCAMP FÜR RENNRADFAHRER DIE TRAININGSGESTALTUNG Straßenradfahrer müssen in der Vorbereitungsphase auf die Saison natürlich ihre Grundlagenausdauer trainieren. Dies gelingt über den Winter ausgezeichnet über Crosstraining, etwa auf Tourenskiern oder in der Langlaufloipe. Die Winterzeit bietet sich ferner auch ausgezeichnet dafür an, um im Fitnessstudio an der Maximalkraft zu arbeiten. Wie setzen Rennradfahrer nun aber ergänzend dazu im Frühlings-Trainingslager die passenden Akzente? Gehen wir exemplarisch von einem siebentägigen Trainingslager bei guten klimatischen Bedingungen aus. Hier empfiehlt sich ein klassischer 3:1-Rhythmus: Auf drei Tage Belastung folgt ein Tag mit Regenerationstraining. Da die Grundlagenausdauer weitgehend schon in den Monaten vor dem Trainingscamp gelegt wurde (so sollte es zumindes sein ...), wird im Camp sowohl die Umfangsals auch die Intensitätsschraube angezogen. Der Experte MAG. HERWIG REUPICHLER ist Sportwissenschafter, Triathlontrainer für Hobby- und Leistungssport und aktiver Triathlet. KONTAKT: herwig.reupichler@ sportunion-steiermark.at WEB: www.tristyria.at www.spowimed.at CAMPZIELE FÜR RENNRADLER Die beliebtesten Campdestinationen für Österreichs (Hobby-)Rennradsportler sind erfahrungsgemäß: Istrien, Italien, diverse spanische Inseln sowie Zypern. ANREISE MIT DEM AUTO: Der Klassiker für Ostösterreicher ist sicherlich Istrien. Unkompliziert in wenigen Stunden zu erreichen, erwarten einen auf der kroatischen Halbinsel schon spürbar wärmere und stabilere klimatische Verhältnisse als in der Heimat. Die istrischen Straßen sind durch die Bank in gutem Zustand. Auch kulinarisch wird einem auf der kroatischen Adriahalbinsel einiges geboten. Zu berücksichtigen ist, dass bei Ausfahrten mit Höhenmetern zu rechnen ist. Nicht ideal fürs reine Grundlagentraining, aber für etwas härtere Einheiten mit eingestreuten Bergsprints gegen die Vereinskollegen bietet diese Destination vielfältige Gelegenheiten. Wie schon erwähnt: Die Intensitätsschraube kann man jetzt durchaus anziehen. Für die Radfreaks im Westen unseres Landes ist die Region rund um das italienische Cesenatico eine ebenso klassische wie „klasse“ Rennraddestination. Die Heimat von Marco Pantani gilt als italienisches Eldorado für Straßenfahrer. Ähnlich wie in Istrien,- punktet auch dieses schöne Fleckchen Erde mit klimatisch milden Bedingungen und mit mediterranem Flair. ANREISE PER FLUGZEUG: Geht es auf dem Luftweg ins Camp, landen die meisten österreichischen Rennrad- FOTOS: Peter Plundrak ab € 249,– p.P. FRÜHLINGS-TRAININGSLAGER AM MEER Rennradfahrer aufgepasst: Wie wäre es mit einem Frühlings-Trainingslager am Meer? Dort, wo es im April schon richtig milde Temperaturen an die 10 bis 15 Grad gibt und das Einstimmen auf die Saison am meisten Spaß macht. Was dich erwartet? 3 geführte Rennrad-Tagestouren zwischen 80 und 120 Kilometern und Trainingstipps vom Profi-Rennradguide Barbara Tesar aus Graz. Genieße deine Trainingsrunden entlang der Küste sowie auch im hügeligen Hinterland bei perfekten Straßenverhältnissen. Istrien hat viel zu bieten. Also nichts wie los – Rad ins Auto und am Meer wieder auspacken! VALAMAR PINIA HOTEL *** KROATIEN / ISTRIEN Špadiči 2 52440 Poreč Tel.: 00385/52 465-140 Web: www.valamar.com/biking Rennrad-Camp BUCHBAR VON 20.04. BIS 23.04.2017 • 3 Nächte mit Halbpension im Doppelzimmer • Begleitung und Betreuung durch Profiguides von IstriaBike • tägliche Isodrinks und Energieriegel • täglicher Wäscheservice für die Sportbekleidung • BUFF-Tuch Helmet Liner als Geschenk • Sixtus-Pflegeset für Radsportler als Geschenk FOTOS: Valamar Hotels and Resorts, Istriabike.com / Th. Krajacic 132 SPORTaktiv

FOTOS: istock, kk fahrer auf spanischem Hoheitsgebiet. Etwa auf Mallorca, Gran Canaria oder in Südspanien. Alleine von der Baleareninsel Mallorca weiß man, dass sie Jahr für Jahr von einer halben Million Radfahrern bereist wird. Im Vergleich zu den per Auto erreichbaren Destinationen muss man für den Flug sowie Radtransport (Tipps dazu siehe im Kasten rechts) freilich etwas mehr berappen. Dafür kann man um die Osterzeit herum schon mit „Kurz-Kurz“-Bedingungen rechnen. Sicherheitshalber sollte man auf „Malle“ aber auch noch im Frühling das Langarmtrikot und die Regenjacke einpacken – der Verfasser selbst hat Mallorca im März nämlich auch schon bei Schnee erlebt ... Vom Wetter her noch stabiler sind die Kanarischen Inseln, die westlich von Marokko inmitten des Atlantiks liegen. Die größte Insel der Inselgruppe, Gran Canaria, kann mit ihrer üppigen Flora und wunderbar kurvig angelegten Straßen begeistern. Allerdings eignet sich dieses Trainingsgebiet eher für fortgeschrittene Radsportfreunde, da flache Straßen hier echt Mangelware sind. Vielmehr ist es also die perfekte Destination zum Höhenmetersammeln. Durch den langen Flug wird dieser wettertechnisch sehr sichere Trip naturgemäß noch etwas teurer ausfallen. FÜR MOUNTAINBIKER DIE TRAININGSGESTALTUNG Mountainbiker müssen in der Saisonvorbereitung natürlich ebenso wie Rennradler ihre Grundlagenausdauer trainieren. Im Gegensatz zum Straßenfahrer trifft man den g’standenen Biker aber auch im Winter gern in der freien Natur an. Ein Grund: Die Geschwindigkeit am Mountainbike ist etwas geringer als beim Rennradfahren, daher wird die Kälte auch nicht so intensiv wahrgenommen (Stichwort „Windchill-Faktor“). Da das Ausdauerfundament weitestgehend schon in den Monaten vorm Trainingscamp gelegt sein sollte, gilt es dort für die Biker, die Trainingsintensität zu erhöhen. Und auch das gilt für Mountainbiker genauso wie für Rennradfahrer auf einem siebentägigen Trainingslager: Auf drei Tage Belastung folgt ein Tag mit Chillprogramm. Ansonsten heißt es einfach: ab ins Tipps zum Wegfliegen mit dem eigenen Rad DIE WAHL DER „VERPACKUNG“: • Ein Radkoffer ist die professionellste Variante, um ein wertvolles Rad flugtauglich zu verpacken. Im Hartschalenkoffer erreicht das Rad ziemlich sicher unbeschadet den Urlaubsort. Die Koffer sind mit Rollen ausgestattet und bieten einen hohen Reisekomfort. Nachteil: Sie sind schwer, sperrig und vergleichsweise teuer. • Eine Radtasche ist eine leichtere Variante des Koffers. Die Taschen sind preiswerter, bieten allerdings auch nicht so viel Schutz fürs Rad. • Ein Radkarton ist die günstigste Möglichkeit, sein Rad flugtauglich zu verpacken. Die Rede ist von den Kartons, in denen neue Räder vom Werk zum Radhändler transportiert und die dann entsorgt werden. Also: Beim Händler seines Vertrauens freundlich fragen, ob man einen haben kann. Vorteil: In den Radkarton bekommt man noch zusätzliches Bikeequipment wie Radpumpen, Helm oder Schuhe unter, ohne die übliche 23-Kilo-Hürde der Fluglinien zu überschreiten. Der Schutzfaktor ist aber naturgemäß weniger hoch, und man sollte den Karton mit wasserfester Folie einwickeln: die Gepäckstücke können nämlich auch einmal am Flugfeld im Regen stehen. SO MACHT MAN DAS BIKE FLUG- TAUGLICH: • Schaltauge/Schaltwerk abschrauben und mit weichem Tuch schützend einwickeln; • die Position des Sattelrohres und des Lenkers mit einem wasserfesten Stift markieren, um die gewohnte Sitzposition wieder herstellen zu können; • Pedale abschrauben. SONST NOCH ZU BEACHTEN: • Das Werkzeug (meist reicht ein Multitool), das du zum Zerlegen des Rads benötigst, brauchst du auch in der Urlaubsdestination zum Zusammenbau. • Keine CO 2 -Patronen in den Flieger mitnehmen, damit kommst weder du, noch kommt dein Rad durch den Securitycheck. Lieber eine Patrone um wenig Geld vor Ort kaufen – oder einfach eine kleine Pumpe einpacken. GEPRÜFTE QUALITÄT IM FDERLEICHTEN GEWAND CLIPLESS PEDAL FORCEMOUNT / BPD-13 Nr. 1; Februar / März 2017 133

Magazin

SPORTaktiv April 2016
SPORTaktiv 1 2016
SPORTaktiv Bikeguide 2016
SPORTaktiv Laufguide 2016
SPORTaktiv Winterguide 2015