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SPORTaktiv Magazin Februar 2017

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TRAININGSHELFER ... beat

TRAININGSHELFER ... beat the city 1 HINDER- NISSE 0 presented by 1 . J u n i 2017 Graz-Innenstadt Start: 16:00 Uhr häkerlt und den Ehrgeiz beim Gegenüber aufstachelt, dann braucht es, so dachte ich, mehr als Bauch und Puls. Schließlich will man ja wissen, wie weit fünf Kilometer tatsächlich sind. Und wenn es in der Nähe keine ausgemessene und ausgeschilderte Laufstrecke gibt, dann soll eine App sagen, wie lang denn die Hausrunde tatsächlich ist. Ein Smartphone hat schließlich heute jeder – eine Pulsuhr mit GPS-Funktion nicht ... Marktführer Runtastic bietet schon in der Gratis-Version einiges, macht vor allem aber Lust auf die Pro-Version, die es um knapp 5 Euro pro Monat gibt. Du kannst Motivationssongs einstellen, gegen einen „Geist“ (sprich deine eigene Bestzeit auf einer bestimmten Strecke) laufen und dir in der Community den Bauch pinseln lassen für deine Leistungen. Apropos Bauch: Ja, der war immer noch da, wurde aber weniger. Der große Geschwindigkeits- oder Ausdauer-Fortschritt stellte sich allerdings auch mit der App vorerst nicht ein. HILFE AUS DEM INTERNET Ein paar Tastenanschläge und Mausklicks entfernt winkte in den Weiten des World Wide Web die Gratis-Versuchung: ein Trainingsplan. Man findet sie für alle gängigen Hobbydistanzen von 5 Kilometer bis hinauf zur Königsklasse Marathon und in allen leistungsmäßigen Ausprägungen vom Durchkommen aufwärts. Praktisch: Das Wettkampfdatum eintragen, der Plan wird berechnet und mit einem Klick zischt er über die Datenleitungen und Funknetze aufs Smartphone und ist damit immer Der Experte MAG. KURT STEINBAUER ist Sportwissenschafter, Leistungsdiagnostiker und Lauftrainer in Graz und Deutschlandsberg (St), bietet Trainingsbetreuung und -planung an. KONTAKT: Tel.: 0 664/154 44 18, E-Mail: k.steinbauer@aon.at www.spiritofsports.at mit dabei. Viel bequemer geht es nicht. Nur laufen musst du immer noch selbst. „Solche Pläne sind durchaus erprobt“, sagt Kurt Steinbauer. „Viele erreichen damit ihr Ziel. Nur muss man sich da schon gut einschätzen können, zum Beispiel, für welches Zeitziel man realistischerweise trainieren kann. Der Plan weiß ja nicht, wie viel du im Vorfeld schon trainiert hast und auf welchem Level du bist.“ Bei mir hat es für den ersten 5-km-Bewerb gut funktioniert. In den Wochen mit dem Internet-Plan erweiterte sich auch mein Horizont. Längere langsame Einheiten wechselten sich mit mittelmäßigen und ganz intensiven Tempoläufen ab und brachten den gewünschten Effekt: Ich konnte schneller laufen und das Tempo vor allem auch länger durchhalten. Das Konzept hat mich eigentlich überzeugt und wahrscheinlich hätte ich das auch für meinen ersten Halbmarathon beibehalten. Weil ich aber einen Triathleten als Nachbarn habe, war es Zeit für den nächsten Schritt: die Betreuung durch einen echten, menschlichen Trainer. Ein Event von: HIGH END: TRAINING MIT TRAINER Jeden Sonntag kam jetzt ein Trainingsplan für die kommende Woche, genau auf mein Ziel ausgerichtet, zu mir – sogar mit meinem Dienstplan abgestimmt. „Der Trainer weiß, wann sein Schützling Stress hat, wie er geschlafen hat“, weiß auch Kurt Stein- FOTOS: istock, kk 52 SPORTaktiv

auer. So kann der Trainer Belastung und Regeneration besser steuern. Basis dafür ist natürlich eine Leistungsdiagnostik, damit der Trainer weiß, wo du zu Beginn stehst. Nur: Solche Qualität kostet eben. Zwischen 40 und 150 Euro pro Monat, je nach Trainer und Intensität der Betreuung. Plus die Kosten für die Leistungsdiagnostik. Klar: Mittlerweile gibt es gute Trainingspläne auch schon in Apps wie Runtastic zu kaufen. Die kosten dann einmal zwischen 20 (Gewichtsreduktion) und 27 Euro für Halbmarathon- oder Marathon-Pläne. Doch auch diese Pläne werden anhand von Durchschnittswerten erstellt. „Das ist wie mit dem „Durchschnittsmann, anhand dessen Werten man einen Anzug schneidert. Der wird auch nicht jedem passen.“ FAZIT: JEDES DING HAT SEINE ZEIT Mein Fazit nach fünf Jahren Selbsttest: Jede Methode hat etwas für sich. Wer wenig läuft und sich „nur“ besser fühlen will, kann sich auf den Bauch verlassen. Je ehrgeiziger die Ziele, desto eher geht es in Richtung individuelle Betreuung. Wobei man mit der Zeit von selbst ein Gefühl für seinen Körper bekommt, sich besser einschätzen kann – was etwa bei Internetplänen sehr hilfreich ist. Der Spaß an der Bewegung sollte aber nicht zu kurz kommen. Dann hilft nämlich auch kein Trainer, keine App, kein Plan – und der Bauch, bleibt wo er ist. Nr. 1; Feburar / März 2017 53 Der Profi-Laufcoach am Handgelenk. Hobbyläufer? Profi? Freizeitsportler? Garmin GPS-Uhren sind der passende Laufbegleiter. Motivierend und immer mit dabei! Forerunner ® 235 | Forerunner ® 735 | vívoactive ® HR running & multisport

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