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SPORTaktiv Magazin Februar 2017

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MATERIALTRENDS MMAG. DR.

MATERIALTRENDS MMAG. DR. PETER GURMANN ist Sport- und Gesundheitspsychologe sowie Beratungslehrer in Klagenfurt. Gedanken FREUNDSCHAFTEN UND NETZWERKE Wann hast du das letzte Mal laut gelacht? Wann hast du das letzte Mal eine unbeschreibliche Freude empfunden? Wann bist du das letzte Mal richtig stolz auf deine Leistung gewesen? Alleine? Wohl eher nicht! Positive Beziehungen tragen viel zu unserem Wohlbefinden bei. (Sports-) Freunde sind neben einer geglückten Partnerwahl und guten Beziehungen zu den eigenen Kindern wohl das beste Gegenmittel gegen die Betrübnisse des Lebens. Gemeinsamer Sport, vereinte Anstrengungen schweißen zusammen. Schweiß ist ein guter Kitt. Eigenheiten von guten Freunden sollten wir akzeptieren. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe: Freunde sind Menschen, die uns mögen, obwohl sie uns kennen. Auch unterstützende Netzwerke sind ein wichtiger Schlüssel zur psychischen Fitness. „Die Starken holen sich Hilfe!“, heißt ein Slogan der US-Army. Für Soldaten ist es jetzt ein Zeichen von Stärke, nicht mehr von Schwäche, sich in Krisenzeiten professionelle Hilfe bei Ärzten und Psychologen zu holen. Dazu eine kurze Geschichte: Im November jagte bei mir eine Verkühlung die nächste, auch mental war ich nicht gut drauf. Im Dezember entschloss ich mich, meinen Sportarzt, ein guter Kumpel von mir, aufzusuchen. Nachdem er einen Blick auf meine Patientenkarteikarte geworfen hatte, sagte er zu mir: „Auch in den vergangenen Jahren hast du in der lichtarmen Zeit Probleme gehabt. Ich denke, bei deinen Erkältungen handelt es sich um eine Sekundärsymptomatik, du hast einen Mangel am ‚Glückshormon‘ Serotonin. Vitamin D, Griffonia und eine Eigenblutbehandlung werden dir helfen.“ Gesagt, getan – kurze Zeit später war ich wieder der Alte. Der Autor ist per E-Mail erreichbar unter peter.gurmann@aon.at alte genau gepasst hat. Für den neuen muss das nicht mehr gelten“, erklärt Weissl. „Die Leistenform ändert sich, die Höhe der Schuhe, die Einlage – all das sind Faktoren, die ein Anprobieren unbedingt notwendig machen.“ Durch die neuen Materialien ändert sich oft auch die Charakteristik der Schuhe. Vorbei ist der einst große Trend zum Natural Running mit Barfuß-Schuhen. „Das endet meist beim Orthopäden“, sagt Wernbacher. Ganz verteufeln will er diese Produkte aber nicht – auch, weil es in der Verantwortung jedes Nutzers liegt, wie er die Schuhe einsetzt. „Für eine kurze Einheit pro Woche ist es okay. Schließlich soll man ja zumindest zwei unterschiedliche Modelle im Schrank haben und sie abwechselnd tragen.“ SHIRTS: Nicht nur Funktionalität, auch modisches Design rückt bei Textilien immer mehr in den Vordergrund. „Vor allem für Frauen spielt das eine große Rolle“, sagt Mateja Vrbnjak, die für Intersport Pilz die Laufmode einkauft. Bei den Herren dagegen stehe der Nutzen mehr im Vordergrund. „Aber auch da wird es modischer, weil sich die Zielgruppe verändert hat“, erklärt Matthias Weissl. „Früher liefen Leute zwischen 35 und 60 und haben regelmäßig Wettkämpfe bestritten. In den vergangenen Jahren haben viele Jüngere das Laufen als Ausgleich zum Fitnessstudio oder anderen Sportarten entdeckt und die Zielgruppe geht jetzt von 18 bis 60-plus“. KOMPRESSIONSSHIRTS : und andere technische Textilien halten sich stabil – „bleiben aber ein Nischenprodukt“, sagt Vrbnjak. Trotzdem: Ein Blick darauf, was alles technisch möglich ist und angeboten wird, lohnt sich immer. X-Bionic verspricht bei einem Shirt mit Teilkompression und Silberfäden sogar, dass man es nicht mehr zu waschen braucht, weil die Fäden Bakterien und damit Gerüche abtöten. Bei Preisen über € 100,– wird die Zielgruppe aber schon klein. Matthias Weissl weiß von einem noch spezielleren Trend aus den USA. „Dort gibt es bereits Shirts, die am Rücken eine Art Kinesio-Tape eingearbeitet haben, das die Muskulatur unterstützen soll.“ Die Shirts würden dadurch sehr individuell anpassbar. Die Chance, dass sich ein derartiges Produkt in breitem Rahmen durchsetzen wird, hält Weissl aber für eher gering. HOSEN: Hier zeichnen sich ebenfalls ein paar interessante Entwicklungen ab: Zum einen werden die „Woven Pants“ immer beliebter – weiter geschnittene Hosen, die aus weichen Materialen hergestellt werden und sich trotz Funktionalität wie eine Jogginghose anfühlen. Dazu gehören dann auch die „Zwei-in-eins“-Hosen mit einer engen Innenhose und einer weiteren oben drüber. Zum anderen geht es Richtung „Cross-Kollektionen“. Ausrüster wie Odlo oder Löffler zum Beispiel, die aus dem Langlaufbereich kommen, trennen ihre Kollektionen gar nicht mehr. „In der Übergangszeit und im Winter kannst du dann mit einer Hose laufen wie langlaufen“, berichtet Michael Wernbacher. Dasselbe gilt nicht nur für Hosen, sondern für den gesamten Textilbereich und auch für die warme Jahreszeit. „Laufhosen haben heute auch teilweise schon Taschen, damit man sie auch zum Tennisspielen anziehen kann.“ JACKEN: Dünn und leicht liegt am Puls der Zeit. Gore bringt heuer auch ein Produkt Gore-Tex-Active-Gewebe auf den Markt: „Die Jacken sind sehr dünn, haben aber trotzdem Membrane, sind wasserdicht und zugleich äußerst atmungsaktiv“, sagt Weissl. Viele Hersteller haben auch schon komplett reflektierende Jacken im Angebot, das Preisniveau dieser Produkte ist über die vergangenen Jahre deutlich gesunken sind. FOTOS: New Balance, istock 62 SPORTaktiv

SOCKEN: Kompression ist auch 2017 das Thema, wenn es um „technische“ Socken und Strümpfe geht – allerdings nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. „Stutzen sind vor allem im Sommer nicht jedermanns Sache“, sagt Gigasport-Experte Weissl. Bei den Socken gibt es zwar auch welche mit Kompression, „am wirkungsvollsten ist die Unterstützung aber eben im Wadenbereich.“ Als positiven Aspekt hält Weissl für Kompressionssocken wie -stutzen fest: „Weil sie so eng am Fuß anliegen, gibt es kein Reiben und damit auch keine Blasen.“ ZUBEHÖR: Bei den Uhren geht der Trend zu GPS. „Auch Einsteigermodelle sind mittlerweile mit GPS ausgerüstet“, sagt Michael Wernbacher. Was ihm auch auffällt: „Herzfrequenzmessung am Handgelenk funktioniert schon sehr gut. Zwei, drei Schläge Abweichung pro Minute sind für den Durchschnittsläufer kein Problem“. Intersport-Experte Christian Kainz geht noch einen Schritt weiter. „Bald wird das Shirt mit integriertem Pulssender kommen.“ In Zeiten von Facebook, Strava und Co. geht es auch in Richtung Datenaufzeichnung und Vernetzung. „Under Armour hat einen Chip im Schuh, der diverse Parameter misst und ans Handy sendet“, berichtet Kainz. Polar hat mit der M200 eine Einsteiger-Sportuhr, die den Eingang von Anrufen, SMS oder Social-Media-Nachrichten am Smartphone anzeigt. FOTOS: Hilton Garden Inn Vienna South ab € 159,– p.P. Aktiv in Wien BUCHBAR BIS 30.12.2017 (auf Anfrage und Verfügbarkeit) • 3 Nächte Aufenthalt in einem Deluxe King Zimmer • täglich reichhaltiges Frühstücksbuffet • 0,5 l Mineralwasser pro Person und pro Tag gratis • High-Speed-Internetzugriff im ganzen Hotel • kostenlose Benutzung des hoteleigenen Fitnessraumes und der Sauna • 50 % Ermäßigung auf die Garagenbenutzung IN DER CITY LÄUFT’S EINFACH Wenn ein kurzer Städtetrip in die Kulturstadt Wien am Plan steht, darf auch das Aktivprogramm nicht fehlen. Gleich direkt neben dem Hotel Hilton Garden Inn Vienna South liegt der 117 Hektar große Wienerbergpark, der bei Läufern besonders beliebt ist. Dort erwarten dich idyllische und herausfordernde Laufstrecken auf einer Gesamtlänge von 11 Kilometern. Ganz nach dem Motto: Natur pur und doch mitten in der Stadt! Entspannung findest du nach einem Stadtbummel oder auch als Alternative, wenn das Wetter einmal nicht so mitspielt, in der hoteleigenen Sauna und dem Fitnessbereich. HILTON GARDEN INN VIENNA SOUTH **** WIEN Hertha-Fimberg-Straße 5 1100 Wien Tel.: 0043 1/60 53 00 Web: www.viennasouth.hgi.com Nr. 1; Februar / März 2017 63

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