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SPORTaktiv Magazin Februar 2018

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AUS PRO BIERT BIKE WIR

AUS PRO BIERT BIKE WIR HABEN DREI PRODUKTE AUSPROBIERT, DIE DEN BIKER-ALLTAG ERLEICHTERN SOLLTEN. VON CHRISTOPH HEIGL BIKEN MIT BISS Laut wie Motörhead! Mit Spikes in den Reifen schafft man einen Soundteppich fast wie Heavy-Metal-Gitarren. Wir sind verschiedene Modelle gefahren, in 26, 27,5 und 29 Zoll. Auch ein Fatbike mit Spikes gesellte sich dazu. Was für alle gilt: Spikereifen sind nicht gerade billig (Standard ab 45 Euro, Dillinger-Topmodelle bis zu 225 Euro) und auf Asphalt nicht gerade leise. Das Fatbike macht sogar richtig Krach. Auf Eis haben Spikereifen aber einen erstaunlichen Halt. Selbst steilste Winter-Trails kann man mit Spikes fahren. Das Fatbike potenziert diesen Effekt mit seinen ultrabreiten Walzen. Exakt 344 Spikes sind bei den sehr beliebten Schwalbe-Klassikern Ice Spiker Pro in der 27,5+Version und 402 Spikes beim 29er verbaut. Der Spike-Körper rund um die Wolframcarbid- Krallen ist meist aus Alu, manche schwören auf Stahl. Die Spike-Stummel sind nur wenige Millimeter lang, aber extrem hart, halten Hunderte Kilometer (auch Asphalt) aus und überstehen mehrere Saisonen. Nur eines hat sich herausgestellt: Der Rollwiderstand, der sich bei 26, 27,5 und 29 Zoll als nicht so dramatisch erweist, wird bei Spikes am Fat bike auf die Spitze getrieben. Diese Reifen rollen auf Asphalt wirklich schlecht. Und klar, das Gewicht! Sind gängige Reifen kaum schwerer als normale Allrounder (z. B. 890 Gramm für den 29er Ice Spiker Pro Liteskin), schlägt ein einziger Fatbike-Spike- Brummer an der Waage gewaltig aus. Der Snowshoe XL von Vee Tire wiegt mit seinen 240 Spikes happige 1600 Gramm! Ein Reifen- Paar wuchtet also 3,2 Kilo an (rotierender) Masse aufs Bike. Die gewaltige Traktion muss man sich also mühsam verdienen. Fotos: Thomas Polzer, Christoph Heigl, Sahmurai 152 SPORTaktiv

DER TASCHENTRICK Das mussten wir einfach ausprobieren: eine Radjacke von Mavic, die das Handy als Wegweiser integriert. Basis ist eine robuste, wasserdichte und schmutzabweisende Softshelljacke, die Cosmic Pro H2O Vision (UVP 320,–). Der Clou ist auf der Rückseite: Die mittlere der drei Taschen hat ein „Fenster“, eine durchsichtige Folie. Diese Tasche ist mit einem Reißverschluss versehen und 100 % wasserdicht, denn dort findet ein Smartphone Platz, das mit der Mavic-Vision-App zum Helfer wird. Ist die App aktiviert, zeigt sie dank Beschleunigungssensoren und Gyroskop dem Nachfolgenden deine Fahrtrichtung mit Symbolen am Display. Pfeile nach vorne, Pfeile nach links und rechts, wenn man abbiegt, und ein rot-schwarz blinkendes „X“ beim Bremsen. In unserem Test funktioniert das ganz passabel: Schon beim kleinsten Antippen der Bremse leuchtet das „X“. So sehen hinter dir fahrende Radler oder Autos im Finstern, was du machst. Nur die Abbiegefunktion hat trotz aller Updates und auf verschiedenen Handymodellen nicht funktioniert. Die Leistung des Akkus muss man bei längerer Fahrt im Auge haben. S.W.O.R.D – DAS SCHWERT DER SAHMURAI? Zieh! Beim „Sahmurai“-Schwert handelt es sich natürlich um kein Kampfgerät japanischer Abstammung, sondern um den sehr kreativen Ansatz in der Reifenreparatur von Stefan Sahm, deshalb SAHMurai. Der Deutsche entwickelte das S.W.O.R.D. („Super Wicked Original Repair Device“, UVP € 29,90), um einen schlauchlosen Mountainbike-Reifen während einer Tour oder eines Rennens reparieren zu können. Die Komponenten des Tools (Feile, Gabel) sind in einer 21 cm langen Rolle integriert, zum Abdichten sind fünf Gummifäden dabei. Als Clou kann man die beiden Werkzeuge in die Lenkerenden schrauben und hat sie damit immer dabei. Doch Vorsicht: Beim Test haben wir einen Teil beim Biken im Gelände verloren. Das Einsetzen verlangt etwas Gefühl … Wie repariert man einen defekten Reifen? Kleine Löcher sollte die Dichtmilch verschließen. Größere Löcher (fingergroß) und Schnitte schafft die Milch nicht. Hier kommt das Sahmurai-Schwert zum Einsatz: Loch mit der Feile auf die richtige Größe ausweiten und mit der Gabel den Dichtfaden hineinstopfen. Gabel wieder abziehen. Den Rest erledigt die Dichtmilch. Den überstehenden Faden schneidet man ab, so steht nur ein kleiner, weicher Pfropfen aus dem Reifen raus. Den Reifen muss man dazu nicht abmontieren. Fazit: Zwei Minuten Zeitaufwand, funktionierte tadellos im Erstversuch. DIE FUGA 300 – 2018 Die weltweit erste und einzige Radrennveranstaltung vom Gletscher zum Meer in nur einem Tag! Datum: Samstag, 23. Juni 2018 Start: Kaiser-Franz-Josefs-Höhe– Großglockner (AUT) Ziel: Grado–Adriatisches Meer (ITA) Teilnehmeranzahl: Auf 150 Personen limitiert! BEREIT FÜR DIE FUGA 300? Anmeldung unter: www.fuga300.com Ein Event von: SPORTaktiv 153

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