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SPORTaktiv Magazin Juni 2017

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FREEDIVING

FREEDIVING SPORTaktiv-Mitarbeiter Axel Rabenstein mit Tauchlehrerin Dunia Quintero (links), beim Auftauchen (Mitte unten) und unter Wasser (rechts). Auch Atemübungen mit Ballon (Mitte oben) stehen auf dem Kursprogramm. Welches Bild es auch sein mag: Es ist erstaunlich, wie effektiv man mit dieser einfachen Maßnahme seine Pulsfrequenz und somit den Sauerstoffverbrauch schlagartig reduzieren kann. EINTAUCHEN IN DIE STILLE WELT Das Herz eines Babys schlägt übrigens automatisch langsamer, sobald seine Gesichtshaut mit Wasser in Berührung kommt. Ein Relikt aus unserer Apnoe-Tauchen auf den Kanaren Die Tauchschule „Apnea Canarias“ betreibt seit 2008 Center auf Teneriffa und Lanzarote. Inhaber Miguel Lozano zählt zu den besten Apnoetauchern der Welt – seine Bestleistung liegt mit 122 Metern erreichter Tiefe nur zwei Meter vom aktuellen Weltrekord in der Disziplin „Free Immersion“ entfernt. Ein Dreitageskurs mit Zertifizierung zum „Level 1“ kostet € 290,– EUR. Auch kürzere Schnupperkurse sind möglich. WEITERE INFOS: www.apneacanarias.es Zeit im Mutterbauch. Und eine Analogie, die sich gar nicht so weit hergeholt anfühlt: Je mehr Routine ich bekomme, desto intensiver empfinde ich das Abtauchen als Reise in eine eigenartig vertraute Geborgenheit. Bei den Tauchern in unserer Gruppe scheint es auch genau darum zu gehen. Niemand posaunt eine erreichte Tiefe heraus. Keiner drängt den anderen. Jeder taucht für sich ein – in seine stille, blaue Welt. Natürlich besteht beim Apnoe-Tauchen die Möglichkeit, dass man es übertreibt und der Sauerstoffgehalt im Blut zu weit absinkt. Die Folge sind zunächst unkontrollierte Muskelzuckungen („Samba“), da dringend benötigter Sauerstoff aus den Gliedmaßen in die lebenswichtigen Organe verlagert wird. Kurz darauf zieht der Körper den Stecker vom Gehirn, um noch mehr Sauerstoff zu sparen. Nun tritt ein Black-out ein. In so einem Fall müsste der stets präsente Tauchpartner eingreifen und einen so schnell wie möglich an die Oberfläche holen, was regelmäßig geübt wird. Im Gegensatz zum Flaschentauchen müssen beim Freediven vor der Rückkehr an die Oberfläche keine Dekompressions-Stopps eingelegt werden. Zurück an der frischen Luft, fährt der Körper dann (normalerweise) die Systeme wieder hoch. GANZ NAH BEI MIR Mir persönlich erscheint das freie Tauchen nicht nur unkomplizierter, sondern vor allem authentischer und spannender als das Abtauchen mit schwerer Flasche und blubberndem Mundstück. Das bestätigt mir auch Kimmo Rauhala, der als Dive Master im Flaschentauchen auf der Nachbarinsel La Palma arbeitet: „Beim Freediven hast du viel mehr Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln“, erklärt mir der Finne. Hier auf Teneriffa absolviert er gerade eine Ausbildung zum Apnoe-Tauchlehrer: „Du lernst eine Menge über deinen Körper. Und erhältst neue Motivation, auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Beim Freediven spüre ich nicht nur das Bierchen vom Vortag. Sondern sogar, wenn ich zu fett gegessen habe …“ Diese extrem enge Beziehung zum eigenen Körper ist es, was mich während meiner drei Tage Tauchkurs am meisten fasziniert hat. Ich kann es nur jedem empfehlen! Ob als neu entdeckte Sportart oder einmalige Erfahrung, die einem viel über einen selbst verrät. In einigen Wochen werde ich jedenfalls wieder auf Teneriffa sein. Und ich werde wieder eintauchen. In diese magisch blaue Welt. Ganz nah bei mir. FOTOS: NANO Liam Abel, Zauberwort, apnea canarias 134 SPORTaktiv

HOTELIÈRE DER STUNDE „ECHTE“ ENTSCHLEUNIGUNG ERLEBEN UND FÜHLEN Wer seiner Seele Gutes tun will, sollte den nächsten Urlaub im Naturparkhotel Lambrechterhof (St) planen. Warum, erklärt Hotel-Chefin Rebecca Kesselbacher. FOTOS: Shutterstock/ver0nicka, Michaenthaler, Naturparkhotel Lambrechterhof, Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen Sehnsucht nach unberührter Natur, nach Entschleunigung des Alltags: Das ist vielfach zu spüren. Ein gutes Argument für einen Urlaub im Naturpark? Auf alle Fälle – dabei geht es aber nicht nur um Entschleunigung, sondern auch um Authentizität. Viele in unserer Branche werben mit Auszeit, Erholung, Entschleunigung und diesen Dingen. Doch das ehrliche Erleben und Fühlen dahinter fehlt. Das bietet allerdings ein Urlaub in einem Naturpark. Der Gast hat die Möglichkeit, ohne Hektik, befahrene Straßen oder ohne den Lärm des Lebens zu sich selbst zu finden. Was bedeutet es denn konkret, ein Hotel in einem Naturpark zu sein? Was unterscheidet es von einem anderen Hotel im Grünen? Ein Hotel im Grünen kann auch eine Anlage in einem Park sein. Der Begriff Naturpark ist hingegen ein Prädikat – ein geschützter Landschaftsraum, der aus dem Zusammenwirken von Mensch und Natur entstanden ist. Produkte aus der Region, heimische Mitarbeiter, Wanderwege direkt vor dem Hotel, reines Quellwasser, ruhige Umgebung, gute Bergluft, Tiere, die man in der Natur beobachten kann, eine unberührte Landschaft oder der Vogelgesang frühmorgens sind nur einige wesentliche Argumente, die für einen Naturpark sprechen. Welche sportlichen Sommer-Angebote lassen sich im geschützten Natur-Umfeld „stimmig“ lancieren? Jeder Sport lässt sich grundsätzlich unter ethischen Voraussetzungen mit den Merkmalen im Naturpark vereinen. Wandern, E-Biken – am besten zu den Naturbadeteichen, Golfen, Mountainbiken, Fischen, Reiten, Paragleiten, Klettern und vieles mehr. Tierbesitzer sind ja nicht überall willkommen. Bei euch wird Urlaub und Wandern mit Hund sogar speziell beworben. Wie kommt’s? Was gibt es schöneres als die Verbindung zwischen Mensch und Tier? Auch das ist eine der Philosophien eines Naturparks. Gerade hier bieten sich spezielle Ausflugsziele mit dem Hund an und ein Urlaub mit Haustier macht gleich doppelt so viel Spaß. Was macht den Lambrechterhof und die Region noch unverwechselbar? Wir liegen fernab des Massentourismus, können aber auch die Annehmlichkeiten einer touristischen Hochburg bieten. Die spezielle Landschaft, die die Eiszeit geformt hat, sanfte Hügel, oder das Gütesiegel der zertifizierten Wanderdörfer sind nur einige der Argumente, die für uns sprechen. Die Hotelière REBECCA KESSELBACHER ist Hoteldirektorin im Naturparkhotel Lambrechterhof in St. Lambrecht. WEB: www.lambrechterhof.at Nr. 3; Juni/Juli 2017 135

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