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SPORTaktiv Magazin Juni 2017

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BIKE „HABE MEINEN

BIKE „HABE MEINEN MITTELWEG GEFUNDEN!“ INTERVIEW: Alfred Brunner 74 SPORTaktiv

FOTOS: Rose Bikes Als Weltstar gefeiert, dann tief gefallen – heute geht Jan Ullrich, der lange Zeit die Öffent lichkeit mied, mit Hobbyradsportlern gemeinsam auf Tour. SPORTaktiv gab er in einem Rennradcamp in Kärnten eines seiner seltenen Interviews. Jan Ullrich war im Mai Testimonial und Zugpferd bei einem Rennradcamp am Kärntner Klopeiner See. Nach seinem abrupten Karriereende 2007 zog sich der deutsche Tour de France-Sieger des Jahres 1997 fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. SPORTaktiv-Geschäftsführer Alfred Brunner war bei dem Rennradcamp live dabei – und nutzte das Zusammentreffen für ein Exklusiv-Interview mit Ullrich. Zehn Jahre nach seinem Karriereende und 20 Jahre nach dem Tour de France-Erfolg erzählt Jan Ullrich davon, wie er aus seinem persönlichen Tief wieder herausgefunden hat; er spricht über seine ungebrochene Leidenschaft fürs Rennradfahren und darüber, was er den Hobby-Rennradfahrern in den Camps mit auf den Weg gibt. Hi Jan, du wohnst seit einem Jahr auf Mallorca. Was macht Jan Ullrich eigentlich heute? Nach vielen Jahren am Bodensee in der Schweiz wurde der „Mein Freund Frank Wörndle hat mich aus meinem tiefen Loch nach meinem Karriereende herausgeholt und mich 2011 ohne mein Wissen beim Ötztaler Radmarathon angemeldet.“ JAN ULLRICH gesamten Familie im Winter der Nebel zu viel und wir beschlossen, mit Sack und Pack nach Mallorca zu ziehen. Dort gefällt’s uns mittlerweile so gut, dass wir nun fix ein weiteres Jahr verlängern. Im Alltag steht die Familie im Fokus, außerdem bin ich bei einer Gesundheitsfirma für Höhenkammern beteiligt. Weiters bin ich bei vielen Radcamps auf der ganzen Welt präsent. Seit einigen Jahren fährst du Hobby-Radmarathons wie den Ötztaler Radmarathon. Warum juckt dich das Rennfeeling wieder? Eigentlich hat mich mein Freund Frank Wörndle (Anmerkung: Alpinski-Weltmeister im Slalom 1987) im Jahr 2011 überrumpelt. Frank hat mich aus meinem tiefen Loch nach dem Karriereende 2007 rausgeholt und mich ohne mein Wissen beim Ötztaler angemeldet. Vor meinem ersten Vorbereitungsrennen hatte ich solche Angst vor der Öffentlichkeit, dass ich mich unter dem Namen „Max Kraft“ anmeldete. Zwischen der absoluten Passivität und meinem ersten Ötztaler Radmarathon lagen nur sieben Wochen, was bei über 5.000 Höhenmetern dazu führte, dann doch wieder ordentlich zu trainieren. Heute fahr ich mit großer Begeisterung rund 10.000 Kilometer pro Jahr Rad, selten länger als drei Stunden, dafür sehr regelmäßig. Als einziges Hobbyrennen im Jahr fahr ich den Ötztaler. Dies auch und vor allem mit dem Hintergrund, dass ein fixiertes hohes Ziel automatisch einen Motivationsschub im Training ergibt. Ansonsten sind mir die Hobbyrennen aufgrund der Hektik und der vielen Stürzen zu gefährlich. Beim Ötztaler gehört dir die schnellste Abfahrtszeit am letzten Teilstück vom Timmelsjoch runter nach Sölden. Ist das die Freude am Fahren, deine überlegene Technik oder bist du lebensmüde? Eindeutig die Freude am Fahren. Aufwärts will ich nicht mehr voll ans Limit gehen, aber abwärts steckt der Profi immer noch in mir. Heute fahr ich generell gerne hoch, um den Spaß abwärts zu genießen. Übrigens: Beim Ötztaler zieh ich den Hut vor jedem Finisher, das ist eines der schwersten Rennen überhaupt. SIXTUS SPORT. KRAFT AUS DER NATUR. JETZT IN IHREM SPORTFACHHANDEL! Aus der Sport-Pflegeserie von Sixtus mit höchster Wirksamkeit durch naturreine ätherische Öle und Alpenkräuter. AKTIVIERT. BELEBT. REGENERIERT. BEUGT WUNDREIBEN, DRUCK STELLEN UND BLASENBILDUNG VOR. DIE HAUT WIRD ELASTISCHER UND STRAPAZIERFÄHIGER. Nr. 3; Juni/Juli 2017 75 sixtus.de

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