Aufrufe
vor 2 Jahren

SPORTaktiv Oktober 2016

  • Text
  • Oktober
  • Sportaktiv
  • November
  • Zeit
  • Regeneration
  • Menschen
  • Herbst
  • Ziel
  • Magazin

EVENT SCHNELL,

EVENT SCHNELL, SCHNELLER, WACHAU Bei perfekten Laufbedingungen schaffte der beste Läufer, der je zwischen Spitz und Krems gelaufen ist, Österreichs Halbmarathon-Bestzeit 2016 in der Wachau. Aber nicht nur die Spitze lieferte Topzeiten – auch im Hobbybereich fielen die Rekorde. Wie der Schein oft trügt: Die malerische Wachau wirkt gemütlich. Die Weingärten, die Hügel, dazu die Donau, die sich gemächlich durch die Landschaft schlängelt, ohne Eile, ohne Hast. Zum Wachaumarathon ist aber alles anders. Da wird Tempo gemacht auf der „B3“. Von Emmersdorf, Spitz und Achleiten aus strom abwärts Richtung Krems. Marathon, Halb- und Viertelmarathon sind entlang der Donau besonders schnelle Rennen. Weil die Strecke tendenziell immer leicht fällt und die Strecke großteils einer „Geraden“ gleicht. Die Kerndistanz in der Wachau war auch 2016 – schon traditionell – der Halbmarathon. Fast zwei Drittel aller Teilnehmer der „allgemeinen Klassen“ (in Zahlen: 4.000 von 6.600) machte sich beim „Halben“ auf die Strecke. Und der darf sich seit 18. September wieder „schnellster Halbmarathon Österreichs 2016“ nennen. Weil mit Peter Cheruiyot Kirui der beste Läufer am Start war, der je in der Wachau gelaufen ist. Seine persönliche Bestzeit liegt bei 59:22 Minuten. Die hat der Kenianer zwar nicht geknackt, trotzdem trommelte er die 21,1 Kilometer in sagenhaften 59:53 Minuten herunter und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Eine Geschwindigkeit von durchschnittlich 21,14 Kilometer pro Stunde ist Kirui gelaufen. Bei dieser Traumzeit haben ungeübte Radfahrer schon Probleme mitzuhalten – für die meisten Hobbyläufer ist das ein Wert, den sie gerade einmal im Sprint als Spitzengeschwindigkeit errei- FOTOS: fairplayfoto.net / markusk, bernhard noll TEXT: Klaus Molidor 110 SPORTaktiv

Von den Kids bis zu den (ganz) Großen: Der Wachaumarathon 2016 ging bei perfektem Laufwetter über die Bühne und trieb Hobby- wie auch Profisportler zu schnellen Zeiten. chen. Davor lag die heurige Halbmarathon-Bestzeit in Österreich bei 1:00:47 Stunden. Der „Entthronte“ braucht sich aber nicht zu ärgern – denn der heißt ebenfalls Peter Kirui ... Auf den Plätzen landeten in der Wachau Kiruis Landsleute Morries Gachaga (1:00:35) und Vorjahressieger Bernard Kiplangat Bett in 1:01:35. Bester Österreicher wurde Valentin Pfeil auf Rang 9, in 1:08:08. Er war einer der wenigen Enttäuschten an diesem Rennsonntag, hatte er sich bei seinem Vorbereitungslauf auf den Frankfurt-Marathon doch eine Zeit unter 1:05 Stunden erhofft. Bei den Damen hat der 13 Jahre alte Streckenrekord dagegen gehalten. Gerade einmal vier Sekunden fehlten der Kenianerin Perendis Lekapana auf die Bestmarke, sie kam in 1:09:49 ins Ziel. Beste Österreicherin wurde überraschend Carola Bendl-Tschiedel aus Wien als Gesamt-Fünfte in einer Zeit von 1:28:30. SPITZEN-BEDINGUNGEN Ausschlaggebend für die Topzeit in der Wachau waren die Bedingungen. Weil der Himmel bedeckt war, kletterten die Temperaturen nur auf Läufer-freundliche 13 bis 18 Grad, und Westwind stärkte den Läufern den Rücken. Davon profitierten auch die Hobbyläufer. Die Leistungsdichte kann sich sehen lassen – da reichte etwa eine Zeit von ambitionierten 1:30 im Halbmararthon gerade einmal für „Dass erstmals ein Läufer unter einer Stunde über die Halbmarathondistanz blieb, war das Tüpfelchen auf dem i. Wir haben gemeinsam mit Tausenden ein großes Läuferfest in der Wachau gefeiert.“ MICHAEL BUCHLEITNER, WACHAUMARATHON-VERANSTALTER den 135. Platz. Klaus Höfler, SPORTaktivs „Mann fürs Grobe“, der als Pace maker für 1:45 Stunden unterwegs war, erreichte in 1:44:21 Stunden gar nur als 786. das Ziel in Krems. „Ich kann mich nicht erinnern, dass in dieser Zeitregion jemals so viele Teilnehmer einen Halbmarathon gelaufen sind“, sagte er beeindruckt. Gute Argumente, nächstes Jahr die Wachau einzuplanen: Am 17. September 2017 geht die 20. Auflage über die Bühne! Nr. 5; Oktober / November 2016 111

Magazin

SPORTaktiv April 2016
SPORTaktiv 1 2016
SPORTaktiv Bikeguide 2016
SPORTaktiv Laufguide 2016
SPORTaktiv Winterguide 2015