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SPORTaktiv Oktober 2016

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TRIATHLON JAN FRODENO

TRIATHLON JAN FRODENO ÜBER ... ZIELSTREBIGKEIT ER ÜBERWINDET DEN SCHMERZ MIT SEINER LEIDENSCHAFT – und spürt dabei das pure Leben. Der deutsche Olympiasieger und Weltmeister Jan Frodeno ist der mit Abstand beste Triathlet unserer Zeit. Trotzdem hat er sein Ziel noch lange nicht erreicht. Jan, du bist Triathlon-Olympiasieger und IRONMAN-Weltmeister. Seit 2016 hältst du zudem die Weltbestzeit über die Langdistanz. Was kommt als nächstes? Es geht immer weiter! Es mag vielleicht seltsam klingen, aber ich hatte noch nie zuvor so viel Bock auf diesen Sport wie in diesen Wochen und Monaten. Bei der WM auf Hawaii will ich meinen Titel verteidigen. Und egal, wie es ausgeht, direkt danach werde ich mir die nächsten Ziele setzen. Ich bin ja erst seit Kurzem auf der Langdistanz aktiv – und will noch einiges erleben. Was gibt’s denn da zu erleben? Ist das nicht in erster Linie eine elende Schinderei? Es macht mir einfach Spaß, an meine Grenzen zu gehen. Du bist ganz nah bei dir, spürst dich auf besondere Weise. Es fühlt sich echt an, für mich ist es das pure Leben. Und eine Schinderei muss es ja nicht immer sein. Der Schmerz lässt nach, wenn die Endorphine kommen ... Dann ist der Kopf euphorisiert und die Beine müssen es ausbaden. Wie erlebst du während des Rennens die Verbindung zwischen Körper und Seele? Die mentale Komponente ist auf der Langdistanz von entscheidender Bedeutung. Schmerzen haben alle Athleten. Es ist dein Kopf, der dich dazu bringt, weiterzumachen oder sogar noch einmal zu beschleunigen. In uns allen steckt mehr, als wir denken. Deshalb brauchst du absolute Zielstrebigkeit und einen starken Willen, um Der Zielstrebige JAN FRODENO wurde am 18. August 1981 in Köln geboren, wuchs aber in Südafrika auf, wo er als Jugendlicher mit dem Schwimmen begann. Von den TV-Bildern der Olympischen Spiele in Sydney 2000 inspiriert, stieg Frodeno in den Triathlonsport ein – und acht Jahre später holte er selbst Gold bei den Olympischen Spielen in Peking. Vor zwei Jahren wechselte Frodeno auf die Langdistanz, 2015 holte er die Titel bei der IRONMAN 70.3-WM in Zell am See, bei der IRONMAN-EM in Frankfurt und schließlich auch noch bei der IRON- MAN-WM auf Hawaii. Im Juli 2016 stellte er bei der Challenge in Roth (D) mit 7:35:39 h eine neue Weltbestzeit über die Langdistanz auf. Jan Frodeno ist verheiratet mit der australischen Triathletin Emma Frodeno (geb. Snowsill), im Februar 2016 kam Sohn Lucca auf die Welt. Gemeinsam leben sie an der Sunshine Coast (Australien) sowie im spanischen Girona. deine Leistung auch wirklich auf den Asphalt zu bringen. Im Wettkampf kommt wohl immer wieder die Schwelle, an der man glaubt, sein Limit erreicht zu haben. Erlebst du das eher als psychische oder physische Barriere? Ich denke, es gibt beide Barrieren. Der körperliche Schmerz, den du mit deiner Leidenschaft und deinem Siegeswillen überwinden kannst. Und die mentale Barriere, die definitiv die größere und schwerer zu nehmende Hürde darstellt. Man könnte ja einfach stehenbleiben. Es wäre sofort vorbei. Von einem Schritt auf den nächsten! Dagegen musst du mit all deiner mentalen Kraft ankämpfen. Wie funktioniert das? Diese Barriere kommt in der Regel beim Laufen, erst da wird’s so richtig hart. Ich versuche dann, in Etappen zu denken und mir immer wieder Zwischenziele zu setzen: bis zur nächsten Kurve, zum nächsten Wendepunkt oder bis zur nächsten Verpflegungsstation. Führt man sich während des Laufens die komplette Marathonstrecke vor Augen, ist das keine gute Idee – auch als Profi kommt dir dann diese Distanz an manchen Tagen beinahe unüberwindbar vor. Welcher Moment in einem deiner Rennen war bis heute der härteste? Schwer zu sagen! Es gibt viele solcher Momente. Bei der WM in Kona 2014 habe ich eine aus meiner Sicht ungerechtfertigte Zeitstrafe erhalten, musste vier Minuten am Straßenrand FOTOS: Felix Rüdiger. Plan A. TEXT: Axel Rabenstein 74 SPORTaktiv

Skyrunning ist für Emelie Forsberg viel mehr als bloß ein Wettkampf: Das Erleben der Natur, das Rundumschauen in der Kulisse der Bergwelt begeistert die schwedische Ausnahmeläuferin. gsdgsdgsgsdgsdgsdgdgdggsdgdsdgsdgsdgdgdggsdggsdgsdgsdgdgdggsdggsdgsdgsdgdgdggsdgd- Nr. 5; Oktober / November 2016 75

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