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SPORTaktiv Oktober 2016

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TRIATHLON Das Anfeuern

TRIATHLON Das Anfeuern durch die Zuschauer ist ebenfalls ein Elixier, das Jan Frodeno genießt – und das ihn vorantreibt. stehen und dabei zusehen, wie einer nach dem anderen an mir vorbeifährt. Das war hart, weil ich nichts tun, mich nicht wehren und nicht dagegen ankämpfen konnte. Von Situationen wie diesen hast du dich nicht unterkriegen lassen. Stattdessen schwimmst, fährst und läufst du seit eineinhalb Jahren die komplette Weltelite in Grund und Boden. Denkst du dir nicht manchmal: Oh Mann, warum bin ich eigentlich so verdammt überlegen? Natürlich freue ich mich darüber, dass ich so erfolgreich bin. Das Gefühl, im Training zu fliegen oder im Wettkampf als Erster ins Ziel zu kommen, ist überwältigend schön. Ich fixiere mich aber nicht allzu sehr auf meine Konkurrenten, sondern vor allem auf mich selbst. Auf meine eigene Leistungsfähigkeit. Deshalb kommen solche Fragen gar nicht erst in mir hoch. Das könnte meinen Erfolg auch leicht gefährden. Wenn das Siegen zum Selbstläufer wird, fühlt man sich zu sicher, arbeitet nicht mehr hart genug, verliert an Zielstrebigkeit und mentaler Stärke. Das hätte im Triathlon fatale Folgen, dann wäre ich mit Sicherheit nicht mehr der Schnellste. Um auf Dauer vorne zu sein, gilt vor allem eins: trainieren! Sag, wie viele Laufschuhe verbrauchst du in einem Jahr? Ich schätze so um die 70 Paar ... Das sagt schon eine Menge. Woher nimmst du die Motivation und die Energie für diese ewigen Trainingseinheiten? Ich habe immer nach Perfektion gestrebt. Meine eigenen Fähigkeiten fortlaufend zu optimieren, zu spüren, wie ich meine Leistungsgrenze verschieben kann, das gibt mir sehr viel. Und dann ist da noch meine Familie. Mein Sohn Lucca und meine Frau Emma. Sie sind an meiner Seite und schenken mir viel Kraft. Weil sie an meinen Erfolgen teilhaben und mir das Gefühl geben, dass ich das Richtige tue. Außerdem helfen sie mir dabei, auf dem Boden zu bleiben … weil sie mir alleine durch ihre Anwesenheit zeigen, was wirklich wichtig ist im Leben. Trotzdem wird es im Training sicher mal unangenehm: Welche Einheiten gehen dir richtig an die Nieren? Unangenehm kann beim Triathlon vieles sein. Kommt immer auf die persönliche Form, das Wetter und die Art der Einheit an. Aber eine langweilige Schwimmeinheit im Pool an einem Tag, an dem ich mich ohnehin nicht besonders gut fühle … die macht wirklich keinen Spaß. Und auf dem Rad? Wenn du Stunde und Stunde vor dich hin trittst? Was geht da in dir vor? Das ist unterschiedlich, irgendwie denkt man gleichzeitig über alles und nichts nach. Es gibt Situationen, in denen ich die Ruhe oder den Ausblick auf einem Berg genieße. Bei einer Abfahrt kommt es vor, dass ich mich nur auf die Kurven konzentriere und an nichts anderes denke. Zwei Minuten später gehe ich schon wieder meinen Trainingsplan im Kopf durch oder überlege, was ich noch einkaufen muss ... Bist du manchmal einsam? Zum Glück bin ich selten allein. Mein Trainingspartner Nick Kastelein ist ein treuer Begleiter. Wir unterhalten uns viel. Es gibt allerdings Tage, an denen wir uns drei Stunden am Stück anschweigen. Aber auch das ist okay. Du bist im Training und während deiner Wettkämpfe an den schönsten Orten der Welt unterwegs. Welche Strecke gefällt dir besonders? Ganz ehrlich, das ist eine Strecke, die ich noch gar nicht gefahren bin: das Stilfser Joch! Ich kenne die Bilder und Erzählungen von Kollegen und Bekannten. Dort möchte ich unbedingt mal hin und hoffe, es bald in meinen Terminen unterzukriegen. Du hast wenig Zeit für ebensolche individuellen Wünsche, weil dein Leben von strikten Trainingsplänen geprägt ist. Sehnst du dich danach, mal anzukommen und endlich machen zu können, was du willst? Das tue ich doch schon! Ich bin genau dort, wo ich sein möchte. Ich bin angekommen und dankbar dafür, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen konnte. Du scheinst in der Tat sehr ausgeglichen, dein Ruhepuls liegt nicht umsonst bei 35 Schlägen in der Minute. Stärkt Triathlon nicht nur die Ausdauer, sondern ist dieser Sport auch gut für die Seele? Ich denke schon. Jedenfalls bin ich sehr zufrieden mit meinem Leben. Gibt es sonst noch etwas, das du vom Triathlon fürs Leben gelernt hast? Sei zielstrebig, konzentriere dich auf eine Sache … und mache genau das zu hundert Prozent. FOTOS: Felix Rüdiger. Plan A. 76 SPORTaktiv

In den Schulen wird’s olympisch ZEUGNISverteilung Die SPORTaktiv-Leser kennen ihn als satirischen Verfasser des „Nachspiels“ am Ende jeder Ausgabe. In seinem neuen Buch „Karl Kraus lernt dumm deutsch“ hat Schriftsteller Egyd Gstättner auch einige dieser Kolumnen-Inhalte einfließen lassen, um seine Gedanken zu den wesentlichen und unwesentlichen Lebensfragen unserer Zeit kundzutun. Herausgekommen ist eine prächtig pointierte Zeugnisverteilung an Zeitgeist, Medien und Politik. Picus Verlag Wien, 240 Seiten. Jetzt liegt es vor allem an den Sportlehrern, ihre Schützlinge zum Mitmachen zu motivieren, mit ihnen zu trainieren – und sie vielleicht sogar bis ins jeweilige Bundesfinale zu führen: Mit Beginn des neuen Schuljahres haben auch wieder die Qualifikationsturniere zu den SCHUL OLYMPICS begonnen, die heuer in diesen Sportarten ausgetragen werden: Basketball, Ski nordisch, Ski alpin, Tischtennis, Faustball, Schwimmen und Fußball. Alle Infos zum Anmelden und Mitmachen: schulsportinfo.at ALLSPORT VEREINE / VERBÄNDE / BREITENSPORT BOTSCHAFTER DES SPORTS Wer, wenn nicht er, könnte den Kindern in Österreich ein besseres Vorbild in Sachen Sport sein! „Ski-Hero“ Marcel Hirschel war nicht nur einmal mehr Stammgast beim gigantischen „Tag des Sports“ – der fünffache Skiweltcupsieger hat auf der neuen Bühne im Wiener Prater auch ganz spontan seine Unterstützung für das Pilotprojekt „tägliche Turnstunde“ im Burgenland zugesagt. Konkret: Marcel Hirscher wird im Frühjahr eine der vielen burgenländischen Schulen, in denen diese Bewegungseinheiten bereits gelebte Praxis sind, besuchen, mit den Kids Sport treiben und ihnen Tipps geben. Es ist so wie der „Jedermann“ für alle Kulturbegeisterten in Österreich: Einmal im Leben muss man man ihn gesehen haben! Für Sportfans heißt das: Einmal live dabei sein in Kitzbühel! FOTOS: Schul Olympics, Sportministrerium/Agentur Diener, Kitzbühel/Ruefa Nr. 5; Oktober / November 2016 Als VIP beim Klassiker in „Kitz“ 77 WENN IN DER GAMSSTADT die besten Skifahrer der Welt Station machen, ist kein Bett in der Region frei – und die VIP-Zone ist ausverkauft! Das gilt auch schon für das Hahnenkammrennen von 19. bis 22. Jänner 2017: ausverkauft! SPORTaktiv-REISEPARTNER RUEFA aber hat für alle, die bei diesem Skispektakel dabei sein wollen, noch zwei Kitzbühel- Pakete zur Verfügung: drei Nächte wahlweise im 4- oder 5-Sterne-Hotel, wahlweise Eintrittskarten für alle drei Tage (mit Super-G, Abfahrt und Slalom) am Stehplatz oder eben auch in der 5-Sterne-VIP-Zone, Schulter an Schulter mit den Promis. HALBPENSION UND TRANSFER sind ebenfalls in den Packages enthalten, die es für die Schnellentschlossenen ab 399 Euro in allen RUEFA- Reisebüros zu buchen gibt. WEB: runners-unlimited.com

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