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SPORTaktiv Oktober 2019

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Von Land und Leuten sind

Von Land und Leuten sind die jungen Grazer stets begeistert. „Man sieht, wie groß und schön unsere Welt ist, schwer in Worte zu fassen.“ So sind die 14.000 Kilometer gleich leichter zu ertragen. 82 SPORTaktiv zweieinhalb Wochen lang. Wir haben zwei Deutsche mit einem Wohnmobil getroffen und mit ihnen einen achttägigen Ausflug nach Chengdu unternommen und sind dann zurück zum Ausgangspunkt. Das war total erholsam. Ihr seid am 10. März in Österreich aufgebrochen. Was vermisst ihr am meisten, wenn ihr an zu Hause denkt? Elias: Mir fehlt das abwechslungsreiche Essen, weil die Mahlzeiten speziell hier in China jetzt sehr eintönig sind. Ganz gut eigentlich, aber eben immer nur Reis und Nudeln. Da vermisse ich die Gemüselasagne von der Mama. Auch die Kaffeehauskultur geht uns beiden extrem ab. In die Sonne setzen, einen Kaffee trinken, das gibt es seit unserer Abreise halt nicht mehr (lacht). Familie und Freunde vermisse ich natürlich auch, aber man weiß ja, dass man wieder heimkommt. Vorfreude ist die schönste Freude. Fabio: Kaffee! Natürlich fehlen mir Familie und Freunde auch. Aber ganz ehrlich? Jetzt wäre es mir noch zu früh, wenn ich schon daheim wäre. Ich bin innerlich noch nicht bereit, jetzt nach Hause zu fahren. Noch einmal ganz ehrlich: Habt ihr euren Abenteuermut und die ganze Reise je bereut? Elias: Auf keinen Fall, das ist das geilste Erlebnis meines bisherigen Lebens. Auch wenn es oft hart ist oder noch wird, aber davon werde ich mein ganzes Leben lang erzählen. Eine super Lebenserfahrung! Man sieht, wie groß und schön unsere Welt ist. Das ist auch schwer in Worte zu fassen, das muss man selber erlebt haben. Man lernt, nicht immer nur das Negative zu sehen, wie es in unserer westlichen Welt halt üblich ist, sondern bekommt die Augen geöffnet für diese Freude der Menschen und das Schöne in der Welt. Fabio: Also in Westchina hat es mich ehrlicherweise voll angezipft. Aber ich habe es noch keine Sekunde bereut, dass ich aufgebrochen bin. Wie schaut euer weiterer Zeitplan aus? Bei unserem Gespräch vor dem Aufbruch wolltet ihr „etwa im Spätherbst“ in Tokio angekommen sein? Elias: Schwer zu sagen, das wissen wir gar nicht genau. Wir haben noch ca. 4000 Kilometer in China vor uns. Und weil wir die paar Kilometer mit dem Zug „geschummelt“ haben (lacht), wollen wir das gutmachen und von Shanghai einen kleinen Umweg nach Peking rauffahren. Mal schauen, das wären noch einmal 1200 Kilometer zusätzlich. Unser China-Visum läuft Mitte November aus. Wenn es sich zeitlich ausgeht, möchten wir gerne Peking sehen. Dazu müssen wir 60 Kilometer pro Tag im Schnitt fahren. Eigentlich wollen wir aber auch in Shanghai ein paar Tage bleiben. Nach China warten noch Korea und Japan auf uns, aber das sind ja kurze Strecken. Ende Dezember oder gegen Neujahr könnten wir Tokio erreichen. Aber da bleiben wir offen und wollen uns gar nicht genau festlegen. Wie viele Kilometer habt ihr schon abgespult? Elias: 8500. (Anm.: Stand Mitte September) Inwiefern reifen auf so einer Reise Ideen für die Rückkehr und das „Danach“? Elias: Wir wollen auf jeden Fall einen Film über die Reise machen und haben auch andere Ideen in unseren Köpfen, aber noch keine konkreten Vorstellungen. Noch ist es zu früh. Bei mir sind nach wie vor der Zivildienst geplant und die Aufnahmeprüfung in die Schauspielschule. Und man wird schauen müssen, dass man sich wieder ins normale Gesellschaftsleben einfügt (lacht). Fabio: Ich gehe wieder zurück auf die Universität und nehme nach der Pause das Jusstudium wieder auf. Im März 2020 sollte es eigentlich losgehen. (Lacht) Ich bin schon sehr gespannt, wie schnell ich mich zu Hause integriere. PROJEKT GRAZ–TOKIO Start von Fabio Trenn (22) und Elias Lang (20) am 10. März in Graz. Hinter dem Hinterreifen: Österreich, Ungarn, Rumänien, Moldawien, Ukraine, Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, China. Vor dem Vorderreifen: Südkorea, Japan. Insgesamt: 14.000 Kilometer. Ende des Jahres wollen sie ihr Ziel in Japan erreicht haben. Ganbatte! („Viel Glück!“)

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