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SPORTaktiv Oktober 2020

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SKITOUREN GEHEN IST

SKITOUREN GEHEN IST ANSTECKEND CORONA UND WAS WIR VOM SKITOURENGEHEN LERNEN KÖNNEN. VON STEPHAN SKROBAR Als der Sommer 2020 so richtig gut im Saft stand, die Tage noch brütend heiß, die Seen wohlig temperiert und draußen die Menschen an Felswänden hingen oder eifrig Gedichte für Gipfelbücher fabrizierten, kam die Bitte um eine essayhafte Auseinandersetzung mit dem Thema „Skitouren und welche Auswirkungen Corona aufs Skitourengehen haben wird“. „Gerne!“ Denn das Thema schien klar. Die Auswirkungen waren im meinem Kopf eindeutig und die sommerlichen Gespräche mit Vertretern der skiproduzierenden Industrie unterstützten meine Annahmen. Dann wurden die Tage kürzer, die Abende kühler, die Seen kälter, die Finger beim Klettern klammer und die Gipfel einsamer. Und auf einmal war mir gar nicht mehr so klar, wie diese für uns als Gesellschaft so lebensverändernden neuen sozialen Rahmenbedingungen das Skitourengehen prägen werden. Oberflächlich erschien mir logisch, dass sich der Skisport eher weg von den überfüllten Pistengebieten und den Moshpits des Wintertourismus – den Après-Ski Hütten und Liftschlangen – bewegen wird. Man wird stolz von dem anlassbezogenen „Rückzug zum Wesentlichen“, dem „Ausbrechen aus dem Hamsterrad“, der „Auseinandersetzung mit sich selbst“ und vor allem „der Suche nach Ruhe“ schwärmen und kann diesen Gründen auch gleich einen Hashtag voransetzen, praktisch. Aber wird das wirklich so sein? Ja, natürlich. Zunehmen wird die Zahl der Skitourengeherinnen und -geher schon, das hat schon der Bergsommer 2020 bewiesen. Aber bevor ich einen persönlichen Blick auf „Skitouren im Apokalypsenwinter 20/21“ werfe, habe ich mir überlegt, warum ich das eigentlich so gerne mache? Erstens. Ich verdiene damit mein Geld. Es ist mein Beruf als Leiter eines Freeride- und Alpincenters, mit Menschen aus allen soziodemografischen Schichten mit 156 SPORTaktiv

Fotos: iStock, Stephan Skrobar SPORTaktiv 157

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