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SPORTaktiv Outdoorguide 2017

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OUTDOORGUIDE HOCH AUF

OUTDOORGUIDE HOCH AUF TOUR TOUREN AUF DREI- UND VIERTAUSENDER sind die Königsdisziplin des Bergsommers in den Alpen und üben eine enorme Anziehungskraft aus. Sie führen ins hochalpine, ausgesetzte und meist vergletscherte Gelände; Kletter- oder Klettersteigpassagen sind die Regel. Richtig angegangen, versprechen Hochtouren Genuss und ein Gefühl von Freiheit. Zahllose Wanderungen sind absolviert. Frühmorgendliche Touren samt Sonnenaufgang am Gipfel wurden genossen. Sportlich-schnelle Gipfelerfolge in Trailrunning-Manier gefeiert. Der Wunsch nach einer weiteren Herausforderung wird immer größer. Sommerliche Hochtouren sind der logische nächste Schritt. Damit gemeint sind längere Touren in hochalpine, meist vergletscherte Regionen. Es geht in der Regel ausgesetzt, oft via Kletteroder Klettersteigpassagen bis auf oder über 3.000 Meter. Wie vieles Reizvolle haben Hochtouren zwei Seiten – wunderschön und begeisternd einerseits. Beachtliche Gefahren in sich bergend andererseits. Der Grat zwischen Glücksgefühl und Absturz – im wahrsten Sinn des Wortes – ist schmal. Damit bestmöglich umzugehen heißt, sich selbst um seine eigene „Überlebens-Versicherung“ zu kümmern. Was Profis – Martin Edlinger, Hubert Granitzer und Wolfgang Nairz – raten, um den Hochtourengenuss zu maximieren und das Risiko zu minimieren, hat SPORTaktiv erfragt. GENUSS UND FREIHEITSGEFÜHL „Hochtouren sind für mich eines der schönsten Naturerlebnisse. Allein das Durchsteigen verschiedener Vegetationszonen – vom Tal über alpine Blumenwiesen bis zu vergletscherten Regionen und Gipfeln – ist in seiner Pracht und Eindrucksvielfalt immer wieder faszinierend“, schwärmt Wolfgang Nairz. „Mich begeistert an Hochtouren, in der freien, unberührten Natur unterwegs zu sein. Und dieses gewaltige Freiheitgefühl des Obenseins zu spüren“, beschreibt Martin Edlinger sein Empfinden. Die Anziehungskraft von Hochtouren erklärt Bergführer Hubert Granitzer damit, „dass man in verschiedenen Bergsportarten – Wandern, Bergsteigen, Klettern und Gletschergehen – versiert sein muss. Es ist die Krönung des Bergsteigens in den Alpen“. „Hochtouren werden oft als eines der letzten echten Abenteuer wahrgenommen“, weiß Edlinger. „Zuerst begnügen sich die meisten mit einfacheren Gipfeln. Irgendwann will man höher hinaus und etwa den Großglockner (3.798 m) über den anspruchsvollen Stüdlgrats besteigen. Ein typischer nächster Schritt ist der Ortler (3.905 m), ehe der Blick auf die 4.000er der Westalpen – etwa Mönch (4.107 m), Matterhorn (4.478 m) oder Mont Blanc (4.810 m) – fällt“, beschreibt Granitzer das typische, „oft übertriebene Gipfel-Ziel-Denken“. Everest-Pionier Nairz rät, sich nicht von Ehrgeiz und Leistungsdrang treiben zu lassen. „Am Berg zählen andere Faktoren. Höher, schneller, weiter ist weniger wichtig. Entscheidend ist das Genießen der Natur, der Ruhe und der Einsamkeit.“ FOTOS: xxx TEXT: Oliver Pichler 46 SPORTaktiv-OUTDOORGUIDE 2017

Hochtouren werden als die Krönung des Bergsteigens in den Alpen empfunden. FOTO: Herbert Raffalt 47

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