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SPORTaktiv Outdoorguide 2018

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SMART

SMART OUTDOOR-GPS-GERÄT, SMARTPHONE, GPS-UHR ODER DOCH DIE GUTE ALTE PAPIERKARTE? WAS BRAUCHT UND VERWENDET MAN 2018 ZUM ORIENTIEREN AM BERG? NATURFREUNDE- AUSBILDNER UND GPS-EXPERTE MATTHIAS PILZ IM „TECHNIK-TALK“. VON CHRISTOF DOMENIG NAVIGIEREN 112 SPORTaktiv

Vorweg: Die Empfehlung, die gedruckte Karte am Berg immer mitzuhaben, gilt auch im Jahr 2018. Denn ein elektronisches Gerät kann immer ausfallen – wenn es in der Outdoor-Stromversorgung (siehe hinten) auch deutliche Fortschritte gegeben hat. „Und die Empfehlung gilt auch deshalb, weil für die große Geländeübersicht, die man in vielen Situationen braucht, der Ausschnitt auf einem kleinen Bildschirm nicht reicht“, sagt Matthias Pilz. Der Grazer Outdoor-Profi kennt aus seinen GPS-Kursen auch ein häufiges Missverständnis: „GPS-Einsteiger erwarten oft, dass das Orientieren damit einfacher ist als mit einer Papierkarte. Doch das stimmt nicht: Eine Karte lesen zu können, ist die Grundlage jeder Outdoor-Navigation. GPS-Anwendung kommt oben drauf, erweitert die Möglichkeiten und ist ein zusätzliches Sicherheitsnetz.“ Die Möglichkeiten, die GPS outdoor bietet, sind seit Jahren mehr oder weniger unverändert – rechts im Kasten haben wir die Hauptanwendungen kompakt zusammengefasst. Was sich in Sachen GPS zuletzt jedoch stark gewandelt hat, sind die Endgeräte: Klassische Outdoor-GPS-Geräte bekommen im Bergsport zunehmend Konkurrenz von stärkeren Smartphones auf der einen Seite und von den kleinen GPS-Uhren, die immer besser funktionieren, auf der anderen. Im Interview erklärt Matthias Pilz den Stand der Technik. Das Smartphone verändert unser Leben, das gesamte menschliche Verhalten. Gilt das auch beim Thema GPS-Nutzung im Bergsport? Grundsätzlich kann man sagen, dass die Jungen – soweit ich Einblick habe – fast nur noch das Smartphone verwenden. Klassische Handheld GPS-Gerät sind bei der Zielgruppe „40plus“ verbreitet und da bei jenen, die wirklich gut damit umgehen können. GPS IM OUTDOOR-EINSATZ Generell kann man die wichtigsten Funktionen von GPS-Geräten bzw. Navigations-Apps auch selbst erlernen – ein Kursbesuch macht die Sache aber einfacher. Das sind die Hauptfunktionen: TOUR PLANEN: Touren mithilfe von GPS-Koordinaten am Computer erstellen und ans GPS-Gerät bzw. Smartphone schicken oder als fertigen Track aufs Gerät laden. EINEM TRACK FOLGEN: Bereits wenige Meter Abweichung können damit erkannt werden. Wichtig immer dann, wenn der weitere Wegverlauf unklar ist (zum Beispiel bei Weggabelungen). DEN TRACK AUFZEICHNEN: Im Notfall (z.B. bei Nebel) kann man einfach umdrehen und auf dem aufgezeichneten Track zurückgehen. Und beim nächsten Mal auf derselben Tour dem Track nachgehen. WEGPUNKTE MARKIEREN: Die akkuschonende Variante zum Aufzeichnen eines gesamten Tracks, indem man markante Wegpunkte speichert und zu einer Tour verbindet. STANDORTANZEIGE: Auch bei schlechter Sicht ist immer klar, wo man sich befindet. Bei Notfällen gibt man die Koordinaten einfach der Bergrettung durch. POINTS OF INTEREST: Vorgegebene oder individuell abgespeicherte interessante Punkte lassen sich damit ansteuern, der Weg und die voraussichtliche Wegzeit dorthin berechnen. Fotos: Martin Edlinger, Matthias Pilz Kaufen sich auch junge Bergsportler noch ein Outdoor-GPS-Gerät? Eher nicht. Brauchbare Markengeräte gibt es ab 300 Euro. Viele Junge sagen sich, das ist es mir nicht wert, mir reicht mein Smartphone auch. Und ich muss sagen: Ganz unrecht haben sie damit nicht. LIVE-TRACKING: Damit können Freunde und Familienmitglieder deinen Standort und den Verlauf deiner Aktivität zu jeder Zeit in Echtzeit mitverfolgen. SPORTaktiv 113

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