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SPORTaktiv Outdoorguide 2018

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Die beiden klettern seit

Die beiden klettern seit ca. 16 Jahren fast ausschließlich miteinander – nie auf Wettkampfniveau aber kontinuierlich als Hobby und Ausgleich zum Alltag. „Angefangen hat das ganze zu Studienzeiten. Wir waren Wohnungskollegen und wollten irgendwas gemeinsam angehen. Wichtig war eigentlich nur, dass es draußen stattfindet. Also nicht nur draußen aus dem Haus, sondern auch außerhalb der Stadt, da wir beide ursprünglich vom Land kommen und uns die Natur irgendwie fehlte“, erklärt Peter. So sind sie zum Klettern gekommen und seitdem haben sie trotz Job und Familie nicht damit aufgehört. „Uns ging’s immer eher um Qualität als um Quantität und gleichzeitig weniger um die Schwierigkeit als um die Landschaft und den Ausflug. Früher haben wir oft bewusst Routen gewählt, wo wir auch einmal zwei, drei Stunden hingewandert sind“, erzählt Peter weiter und Frank ergänzt: „Mittlerweile ist das aber auch etwas anders geworden – da kommen schon auch mal die Kids mit oder man geht im Winter einmal in eine Kletterhalle.“ Spannend wird es, wenn man ihnen beim Klettern zusieht. Noch bevor in der Wand die Suche nach dem nächsten Griff oder Tritt intensiv wird, kommt schon von unten das Kommando: „Rechts oben hast eine Leiste!“ oder etwas Vergleichbares. Viele Kletterkollegen kennen dieses blinde Verständnis – wo sich einer auf den anderen vollkommen verlässt und man mehr Angst vor einem eigenen Fehler hat, als dass der Partner was verbockt. Bei der Frage, was ihnen Klettern bedeutet, bleiben die zwei allerdings entspannt: „Wir sind jetzt keine totalen Freaks – also bei uns dreht sich nicht alles ums Klettern. Es ist aber auf jeden Fall was Gemeinsames für uns und irgendwie schon auch zu einem UNS GING ES IMMER| UM DIE QUALITÄT UND| AUCH WENIGER UM DIE| |SCHWIERIGKEIT| ALS UM DIE| LANDSCHAFT UND| DEN AUSFLUG| wesentlichen Teil unserer Freundschaft geworden. Aber das ist auch so eine Sache – frag 20 Leute, die klettern und du kriegst da 20 unterschiedliche Antworten. Da macht ja dann auch irgendwie jeder sein eigenes Ding.“ Wie lange sie noch gemeinsam klettern werden, wissen sie nicht, sehen aber auch kein Problem darin, wenn’s irgendwann vielleicht nur mehr Wanderungen oder Klettersteige mit den Familien sind. Auf jeden Fall zeigen die beiden sehr schön, dass die wechselseitige Beziehung beim Klettern auch eine starke Verbindung fürs Leben sein kann. Ein Leben fürs Klettern Es geht aber auch ganz anders. Ist man viel am Fels unterwegs, begegnet einem schnell einmal jemand, wo klar ist: Da geht es jeden Tag nach dem Aufstehen los und bis zum Abend dreht sich alles nur um neue Routen, beeindruckende Videos von Erstbegehungen, den nächsten Trip nach Sonstwohin. Und überhaupt gehören die Schuhe endlich mal wieder neu besohlt. Manche Kletterer richten ihr Leben vollkommen nach dem Sport aus – die Arbeit finanziert sozusagen das Hobby und wenn mal ein paar Euros zu viel in der Kasse sind, steht schon die nächste Reise, in ein noch nicht besuchtes Klettergebiet, an. Oft sind es richtige Lebenskünstler, auf die man so trifft und das interessante daran ist, man trifft sie überall: ob in Europa oder Südamerika. In irgendeinem entlegenen Winkel stößt man plötzlich auf jemanden, bei dem es nur darum geht, dass jetzt endlich diese Route klappt. Um danach bei einem kühlen Getränk in aller Ruhe über das Leben und besonders über das Klettern philosophieren zu können. Vom Wettkampf bis zum Einsiedler Wer sind denn jetzt die Kletterer? Schnell wird klar, dass es dafür eigentlich keine objektive Antwort gibt. Klettern als Sport ist sehr facettenreich und wenn man noch die vielen Charaktere betrachtet, die diesen Sport ausüben, ist es schnell vorbei mit dem einen Typus Kletterer. Klettern ist ein Lebensgefühl und ein Lebensgefühl interpretiert jeder individuell. Wo der eine nur fit bleiben möchte und dreimal die Woche in die Halle geht, sucht der andere immer wieder stundenlang nach neuen möglichen Erstbegehungen. Wo der eine nur stressfrei ein paar Routen klettern will, plant der andere schon die nächste Leistungssteigerung für diese Saison. Man könnte dies fast endlos fortführen. Was bleibt, ist ein toller Sport, der von sinnstiftend bis lustig und herausfordernd alles sein kann. 166 SPORTaktiv

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