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SPORTaktiv Outdoorguide 2018

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HEUTE FÜR MORGEN BEI

HEUTE FÜR MORGEN BEI OUTDOOR- AUSRÜSTUNG STEHT EIN THEMA IN DER JÜNGSTEN ZEIT IM BLICKPUNKT: NACHHALTIGKEIT. DOCH DAS IST EIN WEITES FELD: WIE MAN ALS KONSUMENT DIE ÜBERSICHT BEWAHRT UND SICH MIT GUTEM GEWISSEN FÜR DEN OUTDOORSPORT RÜSTET. VON CHRISTOF DOMENIG Heute werden die Weichen gestellt, damit sie später noch die Natur genießen können. Bewusstsein dafür ist vorhanden, es darf aber auch noch wachsen. 30 SPORTaktiv

A ÖKOLOGIE UND UMWELTSCHUTZ Der Verzicht auf PFC, also auf giftige per- und polyfluorierte Chemikalien in Outdoorbekleidung, ist derzeit ein großes Thema. Auch das Zurückgreifen auf recycelte und aufbereitete Rohstoffe wie Bekleidung aus PET-Flaschen oder Schuhe aus in den Meeren gesammelten Fischernetzen. Foto: VAUDE/Attenberger ls Outdoorsportler will man die Natur als Grundlage für seinen Lieblingssport bestmöglich erhalten. Schön, dass sich dieses Ziel mittlerweile mit den Bestrebungen vieler Hersteller von Outdoor-Ausrüstung deckt. „Nachhaltigkeit“ rückt immer mehr ins Zentrum der Überlegungen. Aber: Was meint der Begriff eigentlich konkret? PFC-freie Textilien oder die Verwendung von recycelten Materialien sind zwei Trends, die sich auf der letztjährigen Outdoor-Messe (wo die Ausrüstung für diesen Frühling/Sommer vorgestellt wurde) zeigten. Doch der Begriff „Nachhaltigkeit“ führt viel weiter und wird auf unterschiedlichste Art und Weise ausgelegt. Für den Endverbraucher ist es oft schon schwer, den Durchblick zu bewahren. Sogar Profis, die Tag für Tag mit Outdoor-Ausrüstung zu tun haben, tun sich hier nicht gerade leicht. Für Gigasport hat sich Katharina Gether ab Herbst 2016 darangemacht, den „Nachhaltigkeits-Dschungel“ zu durchforsten – und für die Verkaufsberater und Kunden (unter dem Begriff „Wear Fair“) die Thematik verständlich aufzuarbeiten. „Wir haben uns auf sechs Gütesiegel geeinigt, die uns am meisten überzeugen. Wohl wissend, dass auch die Gütesiegel nicht frei von Kritik sind. Oder dass es auch Hersteller in der Outdoorbranche gibt, die ihre gesamte Firmenphilosophie auf nachhaltige Kriterien ausrichten, aber bewusst auf Zertifizierungen verzichten“, erklärt Gether. Der Blick aufs Wesentliche Auch wir wollen an dieser Stelle einen kleinen Beitrag zum Überblick im Nachhaltigkeits-Dschungel leisten – nach dem Motto: Back to the Basics. Grob gesprochen, lassen sich die Nachhaltigkeits-Initiativen im Bereich Outdoor-Ausrüstung in drei Bereiche gliedern: SOZIALE STANDARDS Dazu gehören auch, aber nicht nur faire Arbeitsbedingungen in Fernost. Es gibt auch immerhin einen zarten Trend zu beobachten, die Fertigung ganz oder teilweise zurück nach Europa bzw. ins Heimatland zu holen. Was nicht nur Arbeitsplätze in unseren Breiten schafft und sichert, sondern aufgrund kürzerer Transportwege auch ein Umweltthema ist. TIERWOHL Merinowolle und Daunen spielen bei Outdoor- Textilien eine immer größere Rolle – und mit beiden Themen rückt auch das Thema artgerechte Tierhaltung in den Blickpunkt. Mit diesem Vorwissen kann man sich als Konsument nun schon einmal leichter Gedanken machen, welcher Bereich der Nachhaltigkeit einem besonders wichtig ist. Geht es aber konkret darum, sich für den Sport auszurüsten, dann sind es wieder drei Schritte, die beim „bewussten Einkaufen“ helfen. Sich über ein gewünschtes Produkt und die Marke dahinter informieren. Manche Hersteller richten ihre gesamte Firmenphilosophie nach Kriterien von Fairness und Nachhaltigkeit aus, andere einen Teil der Produktpalette. Wieder andere gar nicht. Es gilt auch im Vorfeld: überlegen, ob man ein Ausrüstungsteil wirklich braucht; nicht zum Billigsten greifen, weil man das, was man besitzt, dann auch möglichst lange verwenden und daran Freude haben soll. Lieber weniger, aber bessere Teile kaufen und besitzen. An Gütesiegeln orientieren: Klar – auch Gütesiegel sind nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber schon ein wichtiger Punkt, an dem man sich orientieren kann. Hierbei hilft es, grob Bescheid zu wissen, wofür gängige Gütesiegel stehen (siehe hinten). Einmal angeschaffte Produkte pflegen und möglichst lange verwenden. Erst im Anlaufen, aber sicherlich ein großes Zukunftsthema: Outdoor-Ausrüstung nach Ende ihrer Lebenszeit wieder in den Wiederverwertungs-Kreislauf zurückzuführen. SPORTaktiv 31

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