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SPORTaktiv Skitourenguide 2016

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ORIENTIERUNG WO SIND

ORIENTIERUNG WO SIND WIR? Es muss gar kein Nebel einfallen, um in einer weißen Landschaft „so weit das Auge reicht“ schnell einmal den Durchblick über seine aktuelle Position zu verlieren. Es sei denn, man vertraut auf GPS. FOTOS: Matthias Pilz 102 SPORTaktiv-Skitourenguide 2016/17

ORIENTIEREN LEICHT GEMACHT. Wie funktioniert und was bringt die moderne Navigationsttechnik? Naturfreunde-Experte Matthias Pilz fasst zusammen, warum GPS das Orientieren auf Skitouren wirklich erleichtern und die Sicherheit erhöhen kann. TEXT: Matthias Pilz Die Karte ist schon ein geniales Orientierungsmittel. Sie stellt, ganz grundsätzlich gesagt, ein verkleinertes Abbild der Natur dar, projiziert in eine Ebene. Sie gibt Auskunft über (Gipfel-)Namen, Entfernungen, Hangneigungen, Expositionen (also die Ausrichtung eines Hanges), Bewuchs und vieles mehr. Die Informationen, die sich ein Bergsteiger, ganz gleich, ob im Sommer oder Winter, aus einer Karte holen kann, sind fast nicht enden wollend. Bloß eine wichtige Antwort liefert die Karte nie – die auf die Frage: „Wo bin ich eigentlich?“ Dafür muss der Tourengeher Der Experte MATTHIAS PILZ, 27, aus Graz, ist von Beruf Geodät und hat schon deshalb ständig mit GPS, dem „Global Positioning System“, zu tun. Seit 2008 ist er zudem Ausbildner der Naturfreunde für Skitouren, Klettern und Hochtouren, sowie Referent der Steirischen Alpinistengilde der Naturfreunde. KONTAKT: E-Mail: matthias-mountaineering@gmx.at schon selbst aktiv werden und seinen Standort, beispielsweise durch den Vergleich des Kartenbildes mit seiner Umgebung, bestimmen. Diese Aufgabe erscheint zwar auf den ersten Blick nicht schwierig, stellt aber vor allem im Winter, wenn die Landschaft von Schnee bedeckt ist, oft ein großes Problem dar. Und hier kommt das GPS ins Spiel. Mithilfe dieses Satellitensystems kann der eigene Standort zu jedem Zeitpunkt bestimmt werden. Das ist alles. Mehr kann GPS – von sich aus – auch nicht. Viele Geräte oder Apps verknüpfen nun aber diese zeitabhängige Position mit einer räumlichen Information: Mein Standort wird auf einem Display, in dem eine Karte eingespielt wird, angezeigt. Und das ist – als Ergänzung zur Karte – eine unheimlich wertvolle Information! Nach meiner Beobachtung verwendet momentan nicht einmal ein Viertel der Skitourengeher ein GPS-Gerät, während es beim Wandern schon großen Anklang findet – und das in fast allen Altersgruppen. Die jungen Bergsportler tendieren dabei mehr zur Nutzung von Apps auf ihren Smartphones. Warum das so ist, sei einmal dahingestellt – klar aber ist: Ich empfehle jedem Skitourengeher, sich mit GPS auseinanderzusetzen – und es zu nutzen! TOURENPLANUNG MIT GPS Schauen wir uns im Detail an, wie GPS von Skitourengehern eingesetzt werden kann. Es beginnt bei der Planung, der Basis jeder Skitour. Diese umfasst neben dem genauen Studieren des Lawinenlageberichts auch, sich mit der bevorstehenden Tour zu befassen. Dazu werden häufig Tourenführer in gedruckter oder digitaler Form herangezogen. Letztere, vor allem als Internetforen, wo jeder Tourenbeschreibungen zur Verfügung stellen kann, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Die Beschreibungen sind hier doch oft sehr subjektiv und wenig professionell. Mithilfe einer Karte, ebenfalls di- 103

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