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SPORTaktiv Skitourenguide 2016

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SKITOUREN FOTO:

SKITOUREN FOTO: Tourismus St. Johann-Alpendorf SANKT JOHANN IM PONGAU (S): GENUSS-SKITOUR AUF DEN HAHNBAUM Der Hahnbaum gilt als Hausberg der Sankt Johanner und ist ein Freizeitberg, auf dem Platz für alle ist: Skifahrer, Rodler, Winterwanderer – und Tourengeher. Die seit 2012 bestehende offizielle Skitourenstrecke, die mit Tafeln am rechten Pistenrand gekennzeichnet ist, wurde 2015 um eine zweite Aufstiegsvariante erweitert. Damit ist die Sicherheit für aufsteigende und abfahrende Wintersportler gewährleistet. Um den Hahnbaum auf Tourenskiern zu erklimmen, gibt es zwei Startmöglichkeiten: Entweder direkt im Zentrum bei der Talstation des Sessellifts (von hier aus sind es ca. 500 Höhenmeter), oder man startet ein Stück weiter oben beim Tellerlift Hetzenbichl (der von Skifahrern übrigens kostenlos benutzt werden kann), wo es auch mehr Parkmöglichkeiten gibt. Der zweite Startpunkt empfiehlt sich vor allem für Einsteiger, da man sich von hier aus den ersten, ziemlich steilen Hang erspart. Die Strecke besteht aus einem Mix aus gemütlichen Steigungen und steileren Passagen und ist dadurch für jeden Skitourensportler interessant. Bei schönem Wetter wird man mit einer wunderschönen Aussicht auf die umliegenden Berge belohnt. Alle Infos: Tourismus Info Sankt Johann-Alpendorf Tel.: 0 64 12/60 36 E-Mail: info@sanktjohann.com www.sanktjohann.com rung wäre in diesem Fall aber verständlicher als präventive Totalsperren“, sagt Posch, der vor allem auch Klarheit bei der Absperrungsart urgiert: „Ein dünnes Absperrband und ein Drehlicht sind bei Lebensgefahr einfach zu wenig. Zudem müsste von den Seilbahnbetreibern mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, denn kaum jemand weiß, was das Seil einer Winde anrichten kann.“ • Zerstörung der frisch präparierten Pisten durch das Abfahren der Tourenfahrer: „Dieses Problem besteht aus meiner Sicht tatsächlich nur an wenigen Tagen im Frühjahrsschnee. Die Stoßzeit beim Pistengehen geht aber eindeutig nur bis Ende Jänner. Eine klare Regelung für die Tage mit problematischen Schneebedingungen würde von den Tourengehern sicher akzeptiert werden.“ KEINE KLARE RECHTSLAGE Wie sind nun die aktuellen Voraussetzungen für eine echte Lösung der Problematik? Fakt ist: Es gibt (noch) keine allgemeingültige Aussage über die Erlaubnis, auf Pisten aufzusteigen, die sowohl von Seilbahnbetreibern einerseits und manchmal sogar militanten Tourengehern andererseits beschworene „klare Rechtslage“ ist nicht in Sicht. Fakt ist aber auch: Immer mehr Skigebiete schwenken um und akzeptieren die Tourengeher auf ihren Anlagen. Manchmal zeitlich gestaffelt, manchmal örtlich reguliert, aber immerhin. Die ARGE Skibergsteigen hat mit der Webseite „skitourengehen. info“ eine Datenbank aufgebaut, in der die unterschiedlichen Regelungen auf den Skibergen im deutschsprachigen Raum übersichtlich dargestellt sind. Jeder Pistengeher kann sich hier tagesaktuell über die Möglichkeiten in seiner Region informieren. Die alpinen Vereine in Österreich, Naturfreunde, Alpenverein und Co., erfüllten ihren Teil zum friedlichen Miteinander übrigens bereits im Jahr 2004 und verfassten gemeinsam zehn Verhaltensregeln für Tourengeher nach dem Muster der FIS-Regeln für Skifahrer (siehe rechte Seite). Das Ganze erinnert sehr an die Situation bei den Mountainbikern, wo Der Experte KARL POSCH betreibt die Agentur Sport Consult in Gosau/OÖ. Als Profi für Entwicklung und Marketing im Ausdauersport wurde er zur treibenden Kraft im Skitourensport in Österreich, war Präsident des ersten ASKIMO-Verbandes und bis zuletzt Koordinator des ÖSV-Nationalteams der Skibergsteiger. Als Geschäftsführer von SKIMO Austria kümmert sich Posch unter anderem auch um die Kernentwicklung dieser Sportart, so auch um die Regelung des Pistentourengehens. KONTAKT: sportconsult.cc skimo.at es ebenfalls eine eklatante rechtliche Grauzone gibt, individuelle regionale Absprachen aber sehr wohl für eine Problemlösung und damit für ein halbwegs harmonisches Miteinander aller Outdoorsportler, aber vor allem auch für einen nicht unerheblichen tourismuswirtschaftlichen Nutzen sorgen. WINTERTOURISMUS PROFITIERT „Auch im Fall der Tourengeher auf Pisten wäre ein Umdenken sinnvoll“, hofft Karl Posch, „der Wintertourismus ist nicht nur bestimmt durch das Zählwerk an der Seilbahn-Talstation. Kleinere Skidestinationen können sich über die Schiene Pistentourengehen durchaus Wettbewerbsvorteile erarbeiten und sich so von der Investitionsspirale des alpinen Skilaufs lösen. Hier sind in erster Linie auch die Tourismusverantwortlichen gefordert.“ Auf der betriebswirtschaftlichen Ebene sollte seiner Meinung nach darüber nachgedacht werden, reine Aufstiegsspuren einzurichten. „Dadurch könnte eine Entlastung der FOTO: Karl Posch 120 SPORTaktiv-Skitiourenguide 2016/17

Photo: k2sports / davidcarlierphotography.com Athlete: Gilles Sierro / #magicvalley Hauptpisten herbeigeführt werden. Und die verhältnismäßig geringen Kosten für Gestaltung und Erhaltung dieser Spuren könnten den verschiedenen Fördergebern als volksgesundheitlich sinnvolle Alternative zur x-ten Schneekanone schmackhaft gemacht werden.“ Die ARGE Skibergsteigen befasst sich seit über 10 Jahren positiv mit der Thematik. Gründer DI Rainer Lampl: „Seilbahnbetreiber und Tourismusverantwortliche sind auf ihren lokalen Standorten ohnehin innovativ, die Diskussion bleibt längst nicht mehr bei der Parkplatzgebühr stehen. Vielmehr kommt man drauf, dass der Tourensport viele Leute auf die Ski bringt, die sonst vielleicht nie auf Schnee unterwegs wären. Ein vielfältiges Skiangebot bringt auch mehr und längere Urlaube ganzer Familien, weil jeder genau seinen Sport ausüben kann. Die Entwicklung ist eindeutig zu erkennen – eine positive Bewegung ist in Gang.“ 10 Empfehlungen für Pistentouren Erstellt vom Österr. Kuratorium für Alpine Sicherheit 1. WARNHINWEISE und lokale Sperren beachten. 2. DER SPERRE einer Piste oder eines Pistenteils ist Folge zu leisten. Beim Einsatz von Pisten geräten – insbesondere mit Seilwinden – oder bei Lawinensprengungen kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Pisten können daher aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Arbeit gesperrt sein. 3. NUR AM PISTENRAND und immer hintereinander aufsteigen. 4. QUEREN DER PISTE nur an übersichtlichen Stellen – und mit genügend Abstand zueinander. 5. FRISCH PRÄPARIERTE Pisten nur im Randbereich befahren. 6. BIS SPÄTESTENS 22.30 UHR oder einer anderen vom Seil bahn unternehmen festgelegten Uhrzeit die Pisten verlassen. 7. SICHTBAR MACHEN! Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht Stirnlampe, reflektierende Kleidung etc. verwenden. 8. SIND PISTEN eigens für Pisten tourengeher gewidmet, nur diese benutzen. 9. HUNDE SIND NICHT auf Pisten mitzunehmen. 10. AUSGEWIESENE PARKPLÄTZE benutzen und allfällige Parkgebühren entrichten. Wayback 88 ECOre 126/88/113 Weight: 1275g @ 174cm All-Terrain Rocker ECOre Balsa/Flax Core Fast times can be beaten, but good times last forever. 121 k2skis.com @k2skis #seriousfun

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