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SPORTaktiv Skitourenguide 2017

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DIE SKI LEICHT BERGAUF,

DIE SKI LEICHT BERGAUF, STABIL BERGAB – DAS BLEIBEN DIE KRITERIEN BEI DEN TOURENSKIERN. REVOLUTIONEN GIBT ES BEI DEN NEUEN MODELLEN NICHT MEHR, DIE HERSTELLER ARBEITEN AN DETAILS. MEHR ALS 500.000 IN ÖSTERREICH MACHEN SKITOUREN. Aufstieg mit Fellen und Abfahrt auf Skiern – das Rezept ist so simpel wie facettenreich, erklärt den Reiz des Skitourengehens aber nur im Ansatz. Der Trend hält an, neue Menschen kommen auf den Berg, vom normalen Tourengeher-Typ über den Gipfelstürmer bis hin zum Tiefschnee-Freerider. Wobei Peter Seinitzer, Experte bei Gigasport, den Begriff Trend schon hinterfragt: „Skitourenge- hen ist etabliert und ein fester Bestandteil des Sortiments.“ Der Tourenski kann vom Laien in puncto Design und Technik oft kaum noch vom Alpinski unterschieden werden. Nur die Bindung ist ein Indiz. Sonst gibt es vom traditionellen, schmalen Wettkampfski mit dünnen Kanten bis hin zum superbreiten und aufgebogenen Freerider alles. Einige Modelle punkten auch auf der Piste mit voller Fotos: Rossignol, K2 40 SPORTaktiv

DER ÜBERBLICK Klassische Tourenski Ideal für die Mehrheit der Skitourengeher. Der sportliche Allrounder ist auf der Piste dem Alpinski nicht unähnlich, hat etwa 80 bis 89 Millimeter Mittelbreite unter der Bindung und schafft die Balance zwischen Aufstiegs- und Abfahrtsperformance. Moderne Tourenski 90 bis 100 mm Breite, hohe Vielseitigkeit trotz niedrigem Gewicht, klare Stärken aber im Gelände. Bei der Länge gilt hier wie bei den anderen: Kinnlänge bis Körperlänge. Freerider bzw. Freetourer Diese Definition findet man ab 100 Millimeter Mittelbreite. Das bringt Auftrieb in der Abfahrt. Die Ski sind schwerer, stabiler und sehr abfahrtsorientiert. Wettkampfski In der Rennszene zählt bergauf jedes Gramm, die Leichtgewichte beginnen unter 700 Gramm und sind nur 60 mm schmal. Abfahrts-Performance zweitrangig. Carving-Performance, was dazu führt, dass manche Skifahrer auf reine Alpinski verzichten und nur noch ein Paar Alleskönner haben. Ob man die Sportart nun Tourengehen, Skibergsteigen, Ski-Touring oder Ski-Mountaineering (der internationale Fachbegriff) nennt – der Markt ist groß, das Wachstum nicht mehr so groß. Aber immerhin noch im Bereich von jährlich ein bis drei Prozent (Verkaufszahlen, Aktive). Der Sport bekam zuletzt Input von Alpinmarken und wird in der Statistik immer jünger und weiblicher. Karl Posch von Österreichs Plattform Skimo Austria schätzt, dass es hierzulande mehr als 500.000 Skitourengeher gibt. Österreich hält mit 22 Prozent den größten Marktanteil am weltweiten Tourenskimarkt. Die Rennszene hat viel zum Breitentrend und zu den Produktinnovationen beigetragen. Bei den Olympischen Jugendspielen 2020 in Vilar (SUI) wird das Skibergsteigen erstmals im Umfeld der Ringe aufscheinen. Bewährt sich der „Neuling“, darf man weiter aufs große Olympia hoffen. „Es schaut gut aus“, weiß Karl Posch. SPORTaktiv 41

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