Aufrufe
vor 1 Jahr

SPORTaktiv Skitourenguide 2017

  • Text
  • Skitouren
  • Ausruestung
  • Gehen
  • Sportaktiv
  • Skitourenguide

„FÜR DEN FLUG IM

„FÜR DEN FLUG IM HUBSCHRAUBER GIBT ES DOPPELT GEBRATENEN LEBERKÄSE, DIE ABSOLUTE OBERKLASSE.“ bis vier Jahre dauert je nach Eignung von Hund und Führer die Ausbildung, ein fertiger Rettungshund kann bis zu 10.000 Euro teuer sein. Dann sind sie ein eingespieltes Paar und nur wenige Hunde lassen sich von anderen Hundeführern dirigieren. Der springende Punkt: die Motivation. „Einige Hunde machen alles nur für ihr Herrl. Applaudieren oder aufmunternde Worte motivieren zur Höchstleistung. Bei Luca ist das anders. Sie tut alles für ein Frankfurter.“ Weil das Würstel im Ernstfall neben dem Verschütteten (oder Toten) unpassend wäre, folgt auf den Notfall ohne Belohnung wieder intensivstes Trockentraining mit Frankfurter. Aber es gibt noch was Besseres: „Für den Flug im Hubschauber gibt es doppelt gebratenen Leberkäse, die absolute Oberklasse. Luca springt mit Freude in jeden Heli, weil sie weiß, jetzt kommt Premium.“ EIN STARKES TEAM Carolin Scheiter arbeitet in Salzburg bereits zehn Jahre mit ihrer Luca zusammen. Der Flat Coated Retriever ist sogar Staatsmeister. Infos unter: www.lawinenhunde.at Der Notfall Wenn Scheiters Handy bimmelt, beginnt der Kampf auf Leben und Tod. „Ich bin für den Pongau zuständig und kann mit Luca in 10, 15 Minuten am Berg sein, wenn mich der Hubschrauber abholt.“ Das ist der Idealfall. Auch Gondel, Schlepplift, Traktor und Quad mussten schon als Aufstiegshilfe dienen. Ist das Duo per Ski am Lawinenkegel, steigt der Stresspegel. „Meistens sind schon einige Retter am Werk. ,Endlich ist der Hund da!‘, heißt es dann oft“, kennt Scheiter auch den Druck, der auf dem Hund lastet. Der Vierbeiner flitzt über den Schnee, nimmt Gerüche auf, vergleicht bekannten mit unbekanntem Duft und beginnt zu graben. Mit Sonde Fotos: Lawinenhundestaffel Salzburg 90 SPORTaktiv

und Schaufeln wird er unterstützt. Tests haben ergeben, dass der Hund einen Verschütteten schneller finden kann, als es technische Geräte schaffen, weil er schneller ein größeres Zielgebiet abläuft. Die Suche per LVS-Gerät dauert länger. Fehlerquellen haben beide Methoden, etwa verlorene Rucksäcke, die nach dem Menschen riechen (oder das LVS-Gerät beinhalten). Scheiter und ihr Hund sehen leider jedes Jahr einige Tote. Ihr Appell: „Wenn Lawinenhunde zum Einsatz kommen, ist es oft schon zu spät. Die Kameradenrettung bleibt die wichtigste, keiner kann so schnell helfen wie dein Begleiter.“ Hunde fürchten sich nicht vor dem Helikopter. Mit dem Bundesheer haben die Lawinenstaffeln auch beim Training einen starken Partner. Umgang mit Extremsituationen Hunde wie Luca werden im Sommer ebenfalls eingesetzt, etwa auf der Suche nach vermissten Wanderern. „Auch wenn wir nicht immer mit guten Nachrichten zurückkommen, ist für die Hinterbliebenen oft auch die traurige Gewissheit in gewissem Sinn eine Erleichterung“, weiß Scheiter. Hunde sind vom Einsatz unbelastet, sie selbst kann mit emotionalen Extremsituationen gut umgehen, für die Aufarbeitung wird auch psychologische Hilfe angeboten. Eines hat sich für Scheiter jedoch geändert. „Früher habe ich den Pulverschneehang gesehen, jetzt sehe ich die Gefahr. Unbeschwertes Skifahren ist für mich vorbei. Andererseits bin ich durch meine Erfahrung jetzt viel sicherer unterwegs.“ EINER FÜR ALLE Laut Studien werden 20 Prozent der Airbags bei Lawinenabgängen nicht ausgelöst. Mit dem Lawinenairbag P.RIDE vom Marktführer ABS wurde eine Lösung für dieses Problem gefunden – durch eine wechselseitige Partnerauslösung per Funk! KONTAKT: www. abs-airbag. com ANZEIGE / Fotos: ABS Der P.RIDE schließt eine wichtige Funktionslücke bei Lawinenairbags: Die Funkverbindung zu den Partnern mit P.RIDE Lawinenairbags erlaubt es, sowohl die eigene Verschüttung als auch die von Begleitern in einer Gruppe aktiv zu verhindern und alle verbundenen Airbags auszulösen. ABS sorgt zudem mit dem Twin- Bag-System als einziger Hersteller für doppelte Sicherheit – wird ein Airbag beschädigt, bleibt noch ein zweiter. Zusätzlich sind die Airbags durch eine 3D-Webtechnik so gestaltet, dass sie 30 Prozent mehr effektive Fläche bieten und durch die seitliche Anbringung diese im Ernstfall optimal nutzen. Damit wird die Wahrscheinlichkeit, an der Oberfläche zu bleiben, deutlich erhöht. Außerdem prüft der P.RIDE seine Einsatzbereitschaft automatisch beim Aufklappen des Auslösegriffs. Eine optische Anzeige signalisiert, ob eine funktionsfähige Kartusche eingesteckt ist und ob der Akku geladen ist. SPORTaktiv 91

Magazin

SPORTaktiv April 2016
SPORTaktiv 1 2016
SPORTaktiv Bikeguide 2016
SPORTaktiv Laufguide 2016
SPORTaktiv Winterguide 2015