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SPORTaktiv Skitourenguide 2018

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Es gibt auch

Es gibt auch Skitourenlehrpfade sowie einige – wenige – Skitourenparks: eine gute Sache für Einsteiger? Die Skitourenlehrpfade erklären auf Schautafeln die Techniken und Gefahren des Skitourengehens, das ist sicher ein interessanter Zugang in der alpinen Pädagogik. Es besteht jedoch die Gefahr, dass Informationen missverstanden werden. Bei Skitourenparks wird man meistens am Pistenrand oder in Pistennähe durch das Gelände geführt. Hier sind die Verhaltensregeln klar vorgegeben, an die man sich zu halten hat. Sich ausschließlich durch solche Lehrpfade und Parks kundig über alpine Gefahren zu machen, ist aber zu wenig. Ab welchem Gelände sollte man das Sicherheitspaket LVS, Sonde und Schaufel mit dabei haben? Die Standard-Notfall-Ausrüstung ist beim Skitourengehen im freien Gelände immer dabei und wird vorm Weggehen bei jeder Skitour gegenseitig überprüft. Zur Standard-Notfall-Ausrüstung gehört jeweils ein Lawinenverschüttetensuchgerät, eine Sonde und eine Schaufel pro Tourengeher. Eine Ausnahme gibt es nur beim Pistengehen, wo man auf die Notfallausrüstung verzichten kann. Grundlegend gibt es Schneebrettlawinen zwar erst ab einer Steilheit von 30 Grad, man kann sich aber auch im Einzugsgebiet einer solchen Gefahrenzone befinden, wenn man im flacheren Gelände unterwegs ist. Ist es prinzipiell möglich und sinnvoll, sich auf eigene Faust mit der Sicherheitsausrüstung vertraut zu machen? Mit der technischen Ausrüstung wie Ski, Bindung, Fellen etc. kann man sich gut selbst vertraut machen. Das ist im Vorfeld einer Skitour sogar zu empfehlen, um festzustellen, ob die Ausrüstung funktioniert und gut zusammenpasst. Die Anwendung der Sicherheitsausrüstung sollte man jedoch unter professioneller Anleitung trainieren. Da gibt es heute sehr gute Ausbildungsstandards, die von allen Vereinen und Alpinschulen angewendet werden. Nur dann kann man im Ernstfall rasch und zielgerecht handeln. DR. MARCELLUS SCHREILECHNER ist staatl. gepr. Berg- und Skiführer, Alpinsachverständiger, Bundesreferen für Bergsport bei den Naturfreunden Österreich. www.alpinimpuls.at www.naturfreunde.at w3.naturfreunde.at Zu welchem Zeitpunkt sollte man einen Kurs besuchen? Der Einstieg in einen Skitourenkurs ist jederzeit sinnvoll. Vom Anfänger bis hin zum Skitourenroutinier gibt es genug Themen, an denen man arbeiten kann. Meist sind die Kurse für Anfänger oder Fortgeschrittene ausgeschrieben, hier kann man sich persönlich zuordnen. Kurse haben zumeist die Tourenplanung in Abhängigkeit von der Schnee- und Lawinensituation, die Orientierung, eine sichere Spuranlage sowie den Von Bergprofis kann man jede Menge lernen, etwa über den Schnee. LVS, Schaufel und Sonde sind von Anfang an dabei. Umgang mit Notfallsituationen zum Inhalt. Manche Veranstalter bieten auch separate Notfall-Trainingskurse an. Hier wird speziell der Umgang mit der Notfallausrüstung und die Versorgung von Lawinenopfern geübt. Mein Tipp: Wir bei den Naturfreunden haben das „W3“-Ausbildungskonzept entwickelt. Es dient der persönlichen Selbsteinschätzung für eigenverantwortliches Handeln beim Skitourengehen. In der „W3-Matrix“ kann man sich entsprechend seinen Fähigkeiten einordnen und erkennen, welches Gelände für einen – abhängig von den Schnee- und Lawinenverhältnissen – infrage kommt. Wie erkennt man im Vorfeld, ob in Camps und Kursen gute Qualität geboten wird? Sollten zum Beispiel die Guides eine gewisse Art von Ausbildung vorweisen? Die Ausbildung der Skitourenführer in Österreich ist gut standardisiert. Der Profi unter den Schitourenführern ist der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer mit einer dreijährigen Berufsausbildung, er arbeitet selbstständig oder gemeinsam mit Alpinschulen. Bei den alpinen Vereinen sind staatlich geprüfte Skitoureninstruktoren oder Übungsleiter tätig, die eine ein- bis zweiwöchige Ausbildung hinter sich haben und daher einfache Unternehmungen im winterlichen Gebirge gut einschätzen und führen können. Fotos: Mammut, Thomas Polzer, Dr. Schreilechner 24 SPORTaktiv

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