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SPORTaktiv Skitourenguide 2018

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SECHS TIPPS FÜR DEN WEG

SECHS TIPPS FÜR DEN WEG HINUNTER 48 SPORTaktiv

DIE SCHÖNSTE SKITOUR WIRD ZUM ALBTRAUM, WENN BERGAB DIE TECHNIK NICHT PASST. WIE KLAPPT ES? WIE WERDE ICH BESSER? SKIFÜHRER STEPHAN SKROBAR HAT TIPPS FÜR UNS. VON CHRISTOPH HEIGL Stell dir vor, es ist dieser Traumtag. Die Skitour ist vom Tal bis zum Gipfel ein einziger Genuss. Jetzt, auf der Rückseite des Berges, wartet die Skiabfahrt. Und plötzlich stehst du vor einem Problem: Doch kein staubender Pulver, doch keine breiten Hänge? Und du bist eben doch nicht dieser Ski-Gott, der jede Challenge im Gelände mit einem lockeren Schwung nimmt? „Ja, diese Situationen haben wir oft am Berg“, sagt Stephan Skrobar. Er ist einer, der Bescheid weiß. Er ist Skilehrer und Skiführer und macht selbst Kurse für alle Könnerstufen („Die Bergstation“). Durch die starke Zunahme der Skitourengeher sind seiner Erfahrung nach nicht nur viel mehr Ungeübte am Berg, sondern auch viele, die ihre Fähigkeiten überschätzen. „Eine spezielle Gruppe sind Ausdauersportler wie etwa Triathleten“, lacht Skrobar, der selbst auch Tri-Erfahrung hat. „Die Ausdauersportler sind superfitte Leute, die problemlos 2000 Höhenmeter im Aufstieg neben dir machen oder einen Marathon aus dem Stand in drei Stunden rennen. Dann stehen wir am Gipfel und sie skifahrerisch vor einem Problem.“ Die gute alte Skifahrtechnik fehle eben vielen. „Und wenn sie gut gemeinte Tipps bekommen, habe ich vor mir Führungskräfte, erfolgreiche Typen und Alpha-Männchen, die keine andere Meinung akzeptieren und stur und grantig wie Kinder werden“, schmunzelt Skrobar. Damit es nicht so weit kommt, haben wir mit Skrobar ein paar – ebenfalls gut gemeinte – Ratschläge und Techniktipps für euch zusammengetragen, damit der zweite Teil der Skitour, die Abfahrt ins Tal, den Traumtag vollendet und niemand zum trotzigen Kind werden muss. Fotos: Lowe Alpine/Ben Tibbetts, Eska STEPHAN SKROBAR aus Bad Mitterndorf (St) ist staatlich geprüfter Skilehrer, Skiführer, Alpinausbilder, Guide, Coach und Freerider. www.diebergstation.at 1. SAFETY UND SPASS „Das Wichtigste ist, dass wir sicher ins Tal kommen. Bevor wir unsere Skitechnik einsetzen, müssen wir also checken, ob der Hang tauglich oder gefährlich ist, wie der Schnee ist und wie das Wetter sich entwickelt. Wie schaut’s mir der Orientierung aus? Der schönste Hang der Welt kann zwei Stunden vorher oder nachher eine unfahrbare Qual sein. Und im Bruchharsch runterrutschen wollen wir doch alle nicht, wir suchen die kontrollierte Abfahrt“, meint Skrobar. Und dann empfiehlt er eindringlich: „Spaß haben.“ Alles was wir mit Spaß und Freude machen, machen wir gerne und locker und es geht leicht von der Hand. „Je besser du Ski fährst, umso mehr Spaß macht es.“ 2. SCHÖN SICHER IST SICHER SCHÖN Entscheidend ist eine saubere Skitechnik. Das, was unser ästhetisches Auge als „schön“ empfindet. Denn wer sauber und elegant fährt, fährt auch sicher. „Wir empfinden als schön, wenn einer elegant und mit kontrollierten Bewegungen Ski fährt. Das braucht auch viel weniger Energie. Wer hingegen mit viel Kraftaufwand fährt, braucht mehr Muskelgruppen und ermüdet schneller.“ Die „Herumfuchtelei“ mit Oberköper und Armen kann im extremen Gelände sogar gefährlich werden. „Beim Steilwandfahren kann jeder Schwung dein letzter sein. Da musst du extrem sauber und sparsam in den Bewegungen sein, Kontrollverlust kann das Ende bedeuten.“ Nicht jeder fährt in so schwierigen Lagen, aber auf eine solide Technik muss man auch vertrauen können, wenn man etwa einen Verletzten ins Tal transportieren muss. „Gute Skitechnik ist brutal wichtig.“ SPORTaktiv 49

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