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SPORTaktiv Skitourenguide 2018

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88 SPORTaktiv I´M AN ALPINIST Photo © Christo MARKER.NET MARKER ALPINIST - TOURING 128 SPORTaktiv THE NEW MARKER ALPINIST NOT ONLY ALLOWS TO TURN THE PAGE, IT’S BUILD TO WRITE HISTORY. POLE BLUE BIRD VARIO S ∂ HÖCHSTER KOMFORT SCHNELLES, EINFACHES EINRASTEN BZW. LÖSEN DER SCHLAUFE ∂ MAXIMALE SICHERHEIT VERMINDERTES VERLETZUNGSRISIKO ∂ IDEALE KRAFTÜBERTRAGUNG PERFEKTER SITZ, OPTIMALE FÜHRUNG WWW.LEKI.COM KLAUS KRANEBITTER aus Innsbruck ist 44 Jahre alt, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer sowie Fotograf. Seine Mission sieht der Tiroler darin, kluge Lösungen für neue Trends und Entwicklungen im Bergsport zu finden. Wichtig ist es ihm, Wege zu gehen, die für alle Beteiligten positive Effekte bringen. Im Bereich Pistentouren betreut er die Angebote am Patscherkofel und in Seefeld (Rosshütte). Auch beim Pistentourenkonzept am Pitztaler Experte Kranebitter, Gletscher (neuer der selbst Skibergsteigerpark) ist, ist als er Heliski-Guide involviert. Kranebitter in Kanada ist Skitouren- und Bergführer gearbeitet weiters hat, will Gründer mit der und von Entwickler ihm gegründeten Initiative „Snowhow“ SnowHow, einem was weiterbringen Verein zur in von Richtung Förderung friedlicher von Koexistenz. Bildung und „Und Sport, es ist im vergangenen Jahr und sicher hat die was Snow weitergegangen“, & Alpine Awareness Camps (saac) Konkret: Soll m sagt er. Aufseiten der Seilbahnen wachse das ins Leben gerufen. auf Pisten beza Verständnis für Lenkungskonzepte und die Einsicht, „dass man mit Pistentourengehern www.snowhow.info Wenn das Skig www.saac.at auch einen Beitrag v Einnahmen generieren kann.“ Die Tourengeher Beitrag zu beza wiederum schätzen immer mehr Beschilderungen und dass es Regeln für den Aufstieg Was wünschs braucht. „Massiv positiv“ sieht auch Experte betreibern? Karl Posch (Skimo Austria, ARGE Skibergsteigen) die Entwicklung der letzten Jahre. „Die Ich wünsche m der neuen Spor Erkenntnis ist endlich gereift, dass der Skitourengeher ein Tourismusgast ist.“ Kompromissfäh in Lenkungs- so Freilich, die ganze Szene hat sich noch nicht te zu investieren in diese Richtung verändert. „Da bewegen wir uns schon noch im einstelligen Prozentbereich“, gibt Kranebitter zu. Aber steter Tropfen höhlt eben den Stein. Darum wird er mit seinem Snowhow-Team auch weiter Aufklärung betreiben, für Information sorgen und für Lenkung werben. „Wir stehen da erst am Anfang. In den nächsten fünf, sechs Jahren werden wir noch viel lernen.“ Miteinander statt gegeneinander ist die Devise. „Es bringt den Gebieten nichts, die Tourengeher wie einen Mückenschwarm zu sehen und zu versuchen, sie schnell wieder loszuwerden. Stattdessen sollte man schauen, wie man auch als Skigebiet von ihnen profitieren kann“, sagt de nicht mitzun sie oft als Beg gehern mit dab Man kann niem nen Hund mitz ren bei Pistento an die Leine. B wie bei der Abf Welche Lösun du, um die Kon Dreierlei ist mö tens Lenken un informieren – d Öffentlichkeits Aufklärungsang wecken: etwa m Skitourengehen oder App-Lösu Was wünschs tourengehern? Pistentourenge sein: Sie benütz sehr teure Infra ten – und zahle wenig. Die Tou primären Nutz te. Deshalb wü Verständnis für gen oder etwaig heit gegenüber tentourensport zu generieren.

Kranebitter. Infrastruktur schaffen zum Beispiel. „Ein kleineres oder mittelgroßes Skigebiet hat im Jahr rund 50.000 Tourengeher. Wenn jeder 5 Euro dalässt, ist das eine Menge Asche“, rechnet Kranebitter vor. Geld, das die Betreiber bis jetzt liegen lassen würden. Für Posch ist das „Gesamtpaket“ entscheidend. „Also nicht nur ein Parkplatzticket oder eine freie Piste, sondern im Idealfall ein mehrtägiges Urlaubsangebot mit Skiverleih, Skilehrer, Guide und Gastro.“ Was es sicher nicht gibt: eine Patentlösung, die man über alle Regionen und Skigebiete stülpen kann. „Denn da haben immer Grundbesitzer, Seilbahnbetreiber, die Politik, die Gastronomie mitzureden und jeder hat da vielleicht andere Interessen.“ Maßgeschneidert statt Massenware lautet also die Devise. Auf der anderen Seite erkennen sehr wohl Tourengeher auch die Vorteile einer, wie es Kranebitter formuliert, „perfekt gewarteten, sauberen Sportstätte“. Darum schwillt ihm der Kamm, wenn Tourengeher einwenden, die Pisten seien ja ohnehin vorhanden und würden auch ohne sie präpariert, also wozu zahlen. „Die haben ihren Sport nicht verstanden.“ ,,WENN JEDER TOURENGEHER 5 EURO DALÄSST, IST DAS EINE MENGE ASCHE.“ Kranebitter und sein Team hätten schon mehrere Erlös-Lösungen im Talon. „Aber da sollen sich die Seilbahnbetreiber bitte direkt bei uns melden. Denn wenn das 20 Gebiete versuchen und bei 18 funktioniert es – warum auch immer – nicht, dann hab ich 18 Leute bei mir auf der Matte stehen. Das brauch ich nicht.“ Als Sisyphos hat ihn einmal ein Journalist bezeichnet, weil er wieder und wieder versucht, Lösungen zu finden. „So arg würd ich es nicht bezeichnen“, sagt der 44-Jährige. „Ich will mit den Leuten reden, habe ein Netzwerk und Kontakt zu öffentlichen Stellen.“ Damit will er seinen Sport voranbringen. Im Konsens statt im Konflikt. Und im Bewusstsein, dass der Sport gesund ist und ständig weiterwächst. „Bis auf die ganz großen Skigebiete wie Ischgl oder St. Anton zum Beispiel sind alle Gebiete, in denen Tourengeher unterwegs sind, gut beraten, sich um diese Klientel zu kümmern.“ Foto: Achensee Tourismus STATIONEN-LEHRPFAD UND EINSTEIGERCAMPS Rund um den Achensee in Tirol findet man perfekte Bedingungen, aber auch die nötigen Tipps und Schulungen für die Sicherheit auf den Bergen. Zwischen Rofan- und Karwendelgebirge finden Einsteiger und professionelle Skibergsteiger das Richtige für jeden Geschmack. Im Rofangebirge gibt es sogar einen Tourenlehrpfad, der auf sieben Stationen über alpines Verhalten sowie den Umgang mit LVS-Gerät und Sonde informiert. Zusätzlich gibt es für Skitourengeher an vier Ausgangspunkten auch LVS-Checkpoints. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will oder zu jenen gehört, die gerade neu in den Skitourensport einsteigen, meldet sich für eines der Skitourencamps am 21./22. oder 26./27. Jänner 2019 an oder für jenes am 9./10. Februar 2019. Erfahrene Coaches erklären in Sicherheitsschulungen, wie man sich am Berg richtig verhält. Preis pro Person € 159,– inkl. komplettem Programm und Übernachtung auf der Erfurter Hütte im Rofan. Anmeldung und Details auf www.achensee.com KONTAKT Achensee Tourismus T. +43 59 5300-0 info@achensee.com www.achensee.com SPORTaktiv 89

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