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SPORTaktiv Winterguide 2015

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Als "Weißbuch" für den weißen Sport liefert der SPORTaktiv Winterguide 2015 alle wichtigen Informationen für den aktiven Wintersportler: Welche neuen Skimodelle sind auf dem Markt und welcher Ski ist der richtige Partner? Wie schön ist die neue Skimode? Das Thema Ausrüstung ist der eine große Schwerpunkt in diesem Winterguide – der zweite sind unsere Weltklasse-Skiberge. Nach dem Lesen heißt es nur noch: Ran an die Bretter und rauf auf den Berg!

FREERIDE RUNTER VON DER

FREERIDE RUNTER VON DER PISTE ... UND REIN IN DEN UNBERÜHRTEN HANG? So einfach, wie sich das anhört, haben es Freerider sicher nicht. Die einen Hänge sind tabu, weil zu gefährlich – und die anderen muss man erst finden. Gut, dass es die Freeride Map gibt! Sie sind weder klassische Alpinskifahrer noch Tourengeher; sie wollen dort fahren, wohin sich der Großteil der Wintersportler nie wagen wird, und abseits präparierter Pisten die ersten Spuren in den Tiefschnee zaubern: Freerider erobern zunehmend die Skiwelt dort, wo sie noch unberührt ist. Nicht nur, aber ganz besonders bei den Jungen wird der Trend zum „Riden“ Jahr für Jahr stärker. Das Wollen ist eine Sache – das Können und Dürfen aber eine ganz andere: Sich einfach einen Tiefschneehang aussuchen und drauflosbrettern geht in diesem Sport nicht – Vorschriften, Vernunft sowie Rücksicht auf die Umwelt und das eigene Wohlergehen bremsen zwangsläufig (und auch vernünftigerweise) die Freerider in ihrem Freiheitsdrang ein. Stephanie Gschwandter vom Tourismusverband Gasteinertal hat aber speziell für alle Freeride-Einsteiger eine ganz einfache Lösung des Problems: „Für Freeride-Neulinge ist die Begleitung durch einen Skilehrer oder -guide das einzig Wahre. Darum bieten auch immer mehr Skischulen eigene Freeride-Kurse inklusive Sicherheitstraining an.“ Bleiben wir gleich beim Beispiel Gasteinertal: Wo man hier fahren darf (und kann) beziehungsweise wo (und wann) man es besser lassen sollte, verraten neben den einheimischen Guides und interaktiven Tafeln auch umfangreiche Karten in Kombination mit einer ständig aktualisierten App. „Orientierung im Gelände liefert in Sportgastein die Freeride Info Base, quasi ein elektronischer Wegweiser“, sagt Stephanie Gschwandter. „Und zusätzlich gibt es die neuen Freeride Maps, die Tiefschneefahrer zu Hotspots führen, die normalerweise nur Insider kennen. Hier werden Freeride-Korridore und Schwierigkeitsgrade genauestens beschrieben.“ Diese reiß- und wasserfesten Karten lassen sich ins praktische 10 x 15- cm-Hosentaschenformat zusammenlegen und sorgen dafür, dass man auch unterwegs nicht die Orientierung verliert. Auf der Rückseite findet man alle Basisinformationen zu Rou- FOTO: Gasteinertal Tourismus GmbH TEXT: Christoph Lamprecht 46 SPORTaktiv-WINTERGUIDE 2015/2016

Freeride Map (FRM) So finden Freeskier ihren perfekten Hotspot Auf 43 Kartenblättern (Maßstab 1:25 000) werden die besten Freeride-Destinationen Europas genau beschrieben. So finden sich auf der neuen „Hohe Tauern Select“-Karte unter anderem auch die besten Routen in Gastein – inkl. Insidertipps. Ergänzend zu den physikalischen Karten lassen sich mit der Scout Navigations-App (erhältlich für Android und iOS) geplante Touren auf das Handy übertragen. ALLE INFOS: FREERIDE-MAP.COM Das Gasteinertal – im Speziellen Sportgastein – ist aufgrund seiner Infrastruktur weit über die Landesgrenzen als Top-Freeride-Revier bekannt. tenplanung, Lawinenprävention und Rettung. Wer es lieber digital hat, kann die Map auch am Handy speichern. Dank der Scout-App und der Tourenplanungssoftware Tour Explorer Live können somit auch Freeride-Touren bequem von zu Hause aus mit aktuellen Erkenntnissen zur Wetter- und Lawinensituation geplant werden. Beim Freeriden sorgt die App für beste Navigation – und zeichnet auch die Daten der Lines auf. GESICHERT, NICHT PRÄPARIERT Wer sich nach ausführlicher Planung ins „Backcountry“ begibt, setzt sich heutzutage – sofern die Grundregeln beachtet werden – keinen unkalkulierbaren Gefahren aus. Auch wenn beim Fahren im Gelände besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit gefordert sind, werden die größten Risikofaktoren von den Liftbetreibern bereits vorab ausgeschlossen. So begutachten in Gastein Fachleute täglich alle offiziellen Freeride-Routen. Abhängig von Wetter- und Schneelage werden diese dann gesperrt und wieder freigegeben. Gschwandtner: „Die Hänge sind nicht präpariert, aber gegen Lawinen gesichert. Klar ist trotzdem: Hier befindet man sich im freien Skiraum, wo jeder für sich selbst verantwortlich ist.“ Eigenverantwortung und Hausverstand legen es motivierten Freeskiern nahe, neben der entsprechenden Technik und Routenplanung auch auf die Sicherheitsausrüstung nicht zu vergessen. Denn im Back-off können sich die Bedingungen schnell verschlechtern, da hilft es im Ernstfall auch nicht, wenn ein Hang offiziell zum Skifahren freigegeben ist. So sollten neben Karte, Helm und Rückenprotektor auch eine vollständige Lawinen-Ausrüstung, zu der Schaufel, Sonde, Lawinensuchgerät, ein Erste-Hilfe-Set und im besten Fall ein Rucksack mit Lawinenairbag zählen, mit auf die Tour kommen. Weitere Safety-Faktoren: Nie allein „off-piste“ unterwegs sein, niemals gleichzeitig in einen Hang einfahren, und für Notfälle immer ein Handy parat haben. Entsprechend vorbereitet steht einem ausgedehnten Powder-Erlebnis nichts mehr im Weg. 47

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