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SPORTaktiv Winterguide 2015

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Als "Weißbuch" für den weißen Sport liefert der SPORTaktiv Winterguide 2015 alle wichtigen Informationen für den aktiven Wintersportler: Welche neuen Skimodelle sind auf dem Markt und welcher Ski ist der richtige Partner? Wie schön ist die neue Skimode? Das Thema Ausrüstung ist der eine große Schwerpunkt in diesem Winterguide – der zweite sind unsere Weltklasse-Skiberge. Nach dem Lesen heißt es nur noch: Ran an die Bretter und rauf auf den Berg!

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MATERIAL ERKLÄR MIR ... DEN SKISCHUH MINDESTENS SO WICHTIG wie der Ski ist für die Fahrperformance der passende Skischuh! Was in einem modernen Skischuh an „Hightech“ drinsteckt, erklärt Christian Wimmer von Fischer anhand des „RC4 130 Full Vacuum Fit“. 3 6 4 2 1 5 7 7 60 SPORTaktiv-WINTERGUIDE 2015/2016

FOTOS: Fischer SCHALE . „Das Fischer Vacu-Plast, das wir als Schalenmaterial verwenden, besteht aus einem Hightech-Polymer. Es wurde exklusiv für den Skischuhbereich entwickelt und zeichnet sich durch ideale Eigenschaften aus wie Formbarkeit bei 80 Grad, geringes Gewicht, starke Vibrationsdämpfung, hohe Temperaturstabilität. Erwärmt man es auf 80 Grad, ist es hoch formbar, und die Schale des Skischuhs lässt sich vollständig an die Anatomie des Fußes anpassen (siehe auch Punkt 2).“ ANPASSUNG . „Die Füße sind die wichtigste Steuerungseinheit beim Skifahren. Daher bildet der perfekte Sitz der Schuhe eine unverzichtbare Grundlage für die Fahrperformance. Bei unseren Vacuum-Fit-Modellen lassen sich Schale und Innenschuh anpassen: • Schalen-Anpassung: Im Fischer Vacuum-Verfahren wird die Schale auf 80 Grad erwärmt, dann steigt man mit dem Innenschuh in die Schale ein. Ein Cooling- und Compression-Pad wird angelegt und die Standposition eingerichtet. Dafür hat Fischer die Vacuum- Station entwickelt, das Herzstück des Fitting-Prozesses. Per Druckluft passt sich der gesamte Schuh ideal dem Fuß an. Der ganze Prozess dauert in Summe ca. 30 Minuten.“ INNENSCHUHE . „Auch Innenschuhe müssen anpassbar sein. Bei einem Race-Skischuh wie dem RC4 130 Vacuum bestehen Innenschuhe aus unterschiedlichen EVA-Materialien, um eine sehr direkte Kraftübertragung zu gewährleisten. Wird beim Innenschuh auf dickere Materialien und Polsterungen zurückgegriffen, dann sorgt das in erster Linie für ein wohliges Fußklima – allerdings zulasten der Sportlichkeit.“ Der Experte MAG. CHRISTIAN WIMMER ist bei der Fischer Sports GmbH zuständig für "Marketing Österreich". KONTAKT: www.fischersports.com • Innenschuh-Anpassung: Mit der speziellen Thermoshape-Innenschuh-Technologie erreichen wir ideale Anpassung an die Konturen des Fußes. Möglich wird das durch einen mehrschichtigen Aufbau und das spezielle, thermoverformbare Material Ultralon. Besonders wichtig ist die Anpassung im Fersenbereich sowie im Bereich der Fußknöchel. Im Anpassungsprozess wird der Schuh auf 80 Grad erhitzt und der Innenschuh angezogen. Das Material härtet innerhalb von fünf Minuten aus und behält dauerhaft seine individuelle Form. FLEX-WERT UND LEISTEN . „Grundsätzlich gilt: Je größer der Flex-Wert, je schmäler die Leistenbreite der Schale und je dünner/härter der Innenschuh, desto sportlicher ist der Schuh. Die Flex-Angabe bezeichnet den Widerstandswert in der Beweglichkeit nach vorne. Dabei handelt es sich um einen Richtwert, der nur hersteller intern zu vergleichen ist, da dieser durch das Mischverhältnis des Materials von Hersteller zu Hersteller variiert. Umgekehrt gilt: Je niedriger der Flex, je breiter die Leistenbreite und je mehr Material am Innenschuh, desto komfortabler ist der Skischuh.“ SCHNALLEN . „Je nach Modell kommen Kunststoff- oder Aluminiumschnallen zum Einsatz. Eine Fischer-Besonderheit ist unsere Deflector Buckle: die flach ste Schnalle am Markt in optimaler Breite für maximalen Zug.“ AUSSENSOHLEN . „Fischer verwendet Anti-Slide-Sole-Plates: Zwei-Komponenten-Gehplatten, bestehend aus weichem TPU für maximalen Grip und zugleich aus hartem PU, um die DIN-Norm für die Bindungsauslösung zu erfüllen.“ Bootfitting als „Gesamtkonzept" Skischuh-Anpassung geht übers Modellieren des Schuhs hinaus. Das Skischuh- oder Bootfitting, wie es gute Sportfachhändler heute durchführen, bietet große Vorteile: Viele „Lustkiller“ von einst, die früher mangels Alternative in Kauf genommen wurden, finden sich durch die modernen Anpassungsmöglichkeiten eliminiert, wie Gerhard Eder, Skischuh-Experte von Sport2000 erklärt: „Druckstellen oder Blasen sind kein Thema mehr. Eine perfekte individuelle Passform bedeutet auch maximale Kraftübertragung auf den Ski und damit eine bessere Performance.“ Sogar das Problem kalter Füße hängt entscheidend mit der Passform zusammen: „Ein passender Schuh ohne Druck- und Engstellen ist das beste Mittel dagegen“, meint auch Fischer-Experte Christian Wimmer. Die Anpassung des Schuhs selbst, wie links anhand des Fischer-Skischuhs beschrieben, ist nur ein Teil des Bootfitting-Prozesses. Dieser besteht nämlich aus einem Bündel von Maßnahmen. „Erster Schritt ist eine hochwertige Beratung. Dabei geht es um die Analyse der Füße und das Herausfiltern des passenden Skischuhs anhand der persönlichen Bedürfnisse des Kunden“, erklärt Gerhard Eder. Ist ein passender Skischuh gefunden, geht es an die eigentliche Anpassung. Dabei gibt es, je nach Skischuhmarke, unterschiedliche Möglichkeiten. Wobei wieder die Händler unterschiedliche Methoden forcieren – nicht jeder hat alle Anpassungsmöglichkeiten im Angebot. • Innenschuh-Anpassung: Der Innenschuh wird erwärmt, der Besitzer schlüpft in den Schuh hinein. Beim Abkühlen passt sich das Material an die Fußform an und behält diese Form dann auch. Praktisch alle Skischuhe, die preislich nicht gerade in der Einsteigerklasse angesiedelt sind, bieten heute diese Möglichkeit. • Schalen-Anpassung: Neben Fischer bieten zum Beispiel auch Salomon- oder Atomic-Skischuhe die Möglichkeit, zumindest Teile der Schuhschale der individuellen Fußform anzupassen. • Geschäumter Innenschuh: Ein Schaum wird in den Schuh gespritzt, der sich in Folge verfestigt und gemeinsam mit dem vorgefertigten Innenschuh aus Leder einen individualisierten Innenschuh bildet. • Das Feintuning: Am Ende besteht noch die Möglichkeit, die Skischuh-Passform mit Einlegesohlen und den richtigen Socken zu perfektionieren. 61

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