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SPORTaktiv April 2020

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Es ist nicht ewig her,

Es ist nicht ewig her, da war GPS-Navigation im Outdoorsport ein Fachgebiet für technikaffine Bergführer, also für Spezialisten. Das hat sich völlig geändert. „Schuld“ daran ist einerseits die Verbreitung des Smartphones. Andererseits sind Routenplanungsportale und Apps immer einfacher zu bedienen. GPS-Navigation funktioniert heute in den Bergen beinahe so einfach wie im Auto. Man gibt einen Start- und einen Endpunkt ein, lässt die Route berechnen, drückt auf Start und muss dann nur noch darauf achten, dass der blaue Punkt am Display, der die eigene Position markiert, auf der eingezeichneten Route bleibt. Unser langjähriger Kooperationspartner, die Naturfreunde Österreich, haben ihr Tourenportal (www. tourenportal.at) und die dazugehörige App neu aufgesetzt und mit den aktuell sten Features versehen. Deshalb wollen wir uns mit Matthias Pilz, Outdoor-GPS-Experte der Naturfreunde, die aktuellen Möglichkeiten der Outdoor-Navigation näher ansehen. Aber auch auf Grenzen und Gefahren hinweisen. Denn auch das kennt man vom Straßenverkehr: Dass man nur dem Navi folgt und aufs Mitdenken vergisst. Verschweigen wollen wir keineswegs, dass es andere bekannte Portale und Apps gibt, die sich sehr gut zum Navigieren in der Natur nutzen lassen. Wie etwa Komoot. Oder speziell für Skitourenanwendung Snowmaps, das Pilz empfiehlt. Das Naturfreunde-Tourenportal basiert wiederum auf dem Angebot des deutschen Portals „Outdooractive“ und umfasst eine Datenbank von rund 200.000 fertigen Touren weltweit – alle mit GPS-Track. WENN MÖGLICH, BITTE WENDEN OUTDOOR-NAVIGATION MIT SMARTPHONE-APPS FUNKTIONIERT MITTLERWEILE FAST GENAUSO SIMPEL WIE EIN AUTO-NAVI. WAS MAN TROTZDEM – ODER BESSER GESAGT: GERADE AUFGRUND DIESER EINFACHHEIT BEACHTEN SOLLTE. 1Fertige Tour aussuchen und GPS-Track herunter laden Wenn einem also eine online gefundene Tour genau so passt, wie sie ist, dann spricht grundsätzlich nichts dagegen, auf sie zurückzugreifen. Matthias Pilz empfiehlt dennoch immer, jede gefundene Tour zu überprüfen. „Der Vorteil des Naturfreunde-Tourenportals ist, dass es vorab schon eine Qualitätsprüfung gibt: Nur Touren, deren Datenlage von guter Qualität und vollständig ist, werden angezeigt.“ Zur Tourenplanung gehört auch, aktuelle Verhältnisse wie das Wetter in die Planung mit einzubeziehen. Ziel ist es, Gefahrenstellen unterwegs VON CHRISTOF DOMENIG vorab schon zu erkennen. Also noch einmal: Daten nicht blind übernehmen, sondern kurz nachprüfen. Viele stehen auch schon draußen in der Natur und beginnen dort erst nach Touren zu suchen. Besser ist es, am Desktop zu planen, nicht am Smartphone, denn dort ist der erkennbare Kartenausschnitt sehr klein. 2Start- und Zielpunkt eingeben, den Weg planen lassen Alles gilt sinngemäß auch für die zweite Möglichkeit: Statt auf einen fertigen GPS-Track zurückzugreifen, gibt man den gewünschten Startund Endpunkt ein. Portal bzw. App berechnen den besten Weg anhand Fotos: Naturfreunde/Martin Edlinger, Matthias Pilz 82 SPORTaktiv

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