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SPORTaktiv April 2022

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TRAINING

TRAINING Leistungsdiagnostik FOTO: Thomas Polzer ZUR PERSON Dr. Robert Fritz Der Sport- und Ernährungsmediziner ist einer der Gründer und medizinischer Leiter einer Unit der „Sportordination“ in Wien und einer der bekanntesten Sportärzte in Österreich. Als „SPORTaktiv-Doc“ beleuchtet er kompetent in jeder Ausgabe ein Sport- oder Ernährungsthema. www.sportordination.at chen Trainings-Herzfrequenzbereiche befinden, können Experten daraus ableiten. Selbsterklärend ist das alles jedoch nicht. „Immer wieder höre ich, dass Leute zwar eine Auswertung bekommen, aber keine Empfehlungen dazu“, kritisiert der Sportmediziner. Aus dem Test abgeleitete Trainingsempfehlungen sind in der „Sportordination“ immer im Preis enthalten. „Wie eine Obstschüssel“, beschreibt es Fritz, „wo die Früchte, sprich die wöchentlichen Trainingseinheiten in den jeweiligen Ziel-Herzfrequenzzonen drin sind und die man sich dann individuell herausnimmt.“ Wer will, kann sich aber auch einen detaillierten, Tag für Tag aufgeschlüsselten Trainingsplan erstellen lassen – freilich auch das eine Kostenfrage. „Bei den Trainingsempfehlungen ist wichtig, dass sie auch realistisch sind, die Zeitressourcen und Vorlie- Ein überschaubarer finanzieller Aufwand, um sich leere Trainings kilometer zu ersparen. ausgebildet, etwa als Sportwissenschafter oder Trainer mit hochwertiger Ausbildung (z. B. von der Bundessportakademie). Es gebe aber auch einige, die über eine weniger gute Ausbildung verfügen – das Gesetz erlaubt das auch. Zurück zum Testverfahren: Durch die stufenweise gesteigerte Belastung sammelt sich sukzessive mehr Laktat als Stoffwechselprodukt im Blut an. Nach der Analyse und Auswertung ergibt sich eine Kurve, aus der sich der Fitnesszustand des Testkandidaten herauslesen lässt. Auch danach kommt es sehr auf die Qualität der Beratung an, sagt Robert Fritz. „Das Mindeste nach einer Leistungsdiagnostik ist eine vernünftige Auswertung, die man auch versteht. Man sieht zwei Graphen, einer beschreibt die Herzfrequenz, der andere die Laktatwerte, nach deren Verlauf man den Muskelstoffwechsel beurteilen kann.“ Auch wo sich die persönliben des Betreuten berücksichtigen und zu dessen Alltag passen. Denn sonst landen die Empfehlungen mit hoher Wahrscheinlichkeit bald ungenutzt im Kasterl.“ Zum herzfrequenzgesteuerten Training empfiehlt der Sportmediziner einen Brustgurt zu verwenden, weil die heute verbreitete Handgelenksmessung der Sportuhren bei vielen Menschen aus Erfahrung doch noch zu ungenau sei: „Die Uhren sind für die Überwachung der Alltagsaktivität sehr gut – im Training stimmen aber bei vielen die Werte nicht.“ Schwarz auf weiß Nach einer gewissen Zeit, sinnvollerweise oft nach drei Monaten, erfolgt der Re-Check, der dann objektiv zeigt, ob die gesetzten Maßnahmen fruchten. „Das Motivierende ist, dass man es selbst schwarz auf weiß sieht, was sich getan hat, wo man besser geworden ist. Der Experte sieht auch ganz genau, in welchen Bereichen trainiert wurde, wo es Verbesserungen gegeben hat und wo vielleicht Trainingsfehler passiert wird. Es motiviert einfach, wenn man selbst sieht, wie sich seine Kurve im direkten Vergleich verschoben hat.“ Und die Kosten? „Bei uns in der Sportordination liegt eine einfache Laktatmessung inklusive Auswertung und Trainingsempfehlung mit zwei Stunden Gesamtdauer bei 150 Euro“, erklärt Fritz, „mit Spiroergometrie landet man bei rund 250 bis 300 Euro.“ Einfache Laktatmessungen seien mitunter auch um 70 Euro zu haben – „die müssen nicht schlecht sein“, sagt Robert Fritz. Eine ständige Trainingsbetreuung mit exakt vorgegebenem Trainingsplan ist in der Sportordination ab 90 Euro zu haben. Das ist aber schon ein Topservice, das nicht jeder braucht. Insgesamt ist der finanzielle Aufwand absolut überschaubar, wenn man sich dafür leere Trainingskilometer erspart. 028

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