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SPORTaktiv August 2020

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Ende Juni in der Ramsau:

Ende Juni in der Ramsau: Passend zum Thema haben wir das Interview mit Felix Gottwald nicht nur im Sitzen geführt. u Beginn des Lockdowns waren die Wälder voll mit Menschen. Fahrradhändler werden zur Zeit „gestürmt“. Wurde in dieser Ausnahmesituation vielen der Wert von Bewegung erst bewusst? Es sind zwar mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Aber ich glaube schon, dass auch ein Bewusstsein entstanden ist bei vielen Menschen: Ich muss und möchte jetzt etwas für meine Gesundheit tun. Was ja grundschlau ist, weil jeder, der rausgegangen ist an die frische Luft und sich bewegt hat, auch das Gesundheitssystem entlastet hat. Als unser Sportminister gesagt hat: Mit dem Hund kann man schon spazieren gehen, war mein Erstreflex: Jetzt brauche ich einen Hund. Wie selbiger mir dann erklären wollte, welche Intensität und welchen Umfang an Bewegung und Sport mein Immunsystem braucht und wo es zu viel wird, da habe ich gewusst: Fein, ich kümmere mich weiter eigenverantwortlich um meine Gesundheit. Aber: Ja, es ist in dieser Phase, wo es so kulminiert ist, Bewusstsein entstanden für Bewegung, für Ernährung, auch für das Miteinander und Füreinander. Wir haben wieder Zeit gehabt für Dinge, für 20 SPORTaktiv

„WANN, WENN NICHT JETZT“ WÄRE ES AN DER ZEIT, DIE ROLLE DES SPORTS IN DER GESELLSCHAFT NEU ZU DENKEN – MEINT ÖSTERREICHS ERFOLGREICHSTER OLYMPIASPORTLER FELIX GOTTWALD. WAS ES ÜBER DIE BEWERTUNG VON SPORT UND BEWE­ GUNG AUSSAGT, WIE IN DER CORONA­ KRISE DAMIT UMGEGANGEN WURDE. UND WAS SPORT ALLES LEISTEN KÖNNTE, WENN MAN WOLLTE. INTERVIEW: CHRISTOF DOMENIG FOTOS: THOMAS POLZER BEWEGT DIE WELT MEISTERN die wir uns tendenziell zu wenig Zeit nehmen. Es ist ja leider nicht so, dass es normal ist, uns täglich für eine Stunde Bewegung die Zeit zu nehmen – das wäre ja, was ich unter einer echten Bewegungskultur verstehen würde: Dass wie das Essen, Trinken und Zähneputzen auch Bewegung zum Leben dazugehört. Ich hoffe auch, dass das Bewusstsein, dass Bewegung etwas mit einem tut – mit der inneren Ruhe, dem Vertrauen, der Kreativität, dem Abschalten und Kopfdurchlüften–, dass das angekommen ist und dass viele jetzt sagen: Da mache ich einfach weiter. In der Stadt haben manche zu Beginn des Lockdowns die Straßenseite gewechselt, wenn man ihnen als schwitzender Jogger entgegenkam. Haben Sie am Land Ähnliches erlebt? Es hat ein paar Reflexe gegeben, die für mich unverständlich sind: dass man in einer Langlaufregion wie der Ramsau die Loipen so schnell wie möglich zerstört hat. In Norwegen haben sie im Gegensatz dazu so lange wie möglich präpariert. Oder auch, dass ernsthaft überlegt wurde, die Großglocknerstraße dieses Jahr gar nicht zu öffnen, weil es sich nur für die Einheimischen nicht auszahlt. Diese Hal- SPORTaktiv 21

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