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SPORTaktiv August 2020

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WAS UNS BEGEIS- TERT AM

WAS UNS BEGEIS- TERT AM SPORT, IST SCHON DIESE UNMITTELBARE EMOTION, DAS IST ES, WO MIR DAS HERZ AUFGEHT. on ist so und so, aber was können wir deshalb tun und was ist umso wichtiger: Vernünftige Ernährung, Bewegung, jetzt habt ihr Zeit dafür.“ Und nicht: „Ihr könnt’s eine Stunde rausgehen – aber ja nicht zu schnell, weil ja das Immunsystem zusammenbrechen könnte.“ „Gesundheit“ hat seit März alles überschattet. Aber könnte der Sport in der Gesellschaft nicht noch viel mehr leisten – etwa auch bei den entscheidenden Themen der letzten Wahlen: Integration und Klimaschutz? Es gibt selten eine Rubrik wie den Sport, die in alle Bereiche einzahlt. Siehe Projekte wie Laureus: Ein Fußballprojekt mit Kindern aus sozial schwierigen Verhältnissen, wo das Miteinander zu Beginn überhaupt nicht funktioniert hat, und nach einigen Monaten haben sie sich fast entschuldigt, wenn sie ein Tor geschossen haben. Da siehst du, was der Sport an gelebten Werten in die Welt bringt. Es zeigt sich auch im Spitzensport. Der ist ein Fraktal der Gesellschaft, sprich: Alles, was du in der Welt siehst, siehst du im Spitzensport auch. Von „das Herz am richtigen Fleck“ bis hin zu Betrug und Beschiss. Umso wichtiger ist, dass Spitzensport sich ernst nimmt – „ernst“ im Sinne von „echt“. Nicht bei jedem Trend und jedem Quadratzentimeter Bandenwerbung mittun. Wenn 22 Fußballer nur für sich spielen, ist das schon skurril. So ganz menschenleer, nur für den Fernseher? Sport ist doch pure Emotion. Wenn die nicht mehr gelebt wird, sondern stattdessen nur immer mehr desselben, es nur darum geht, Sponsoren ins Bild zu bringen: Da macht sich der Sport unglaubwürdig. Was uns begeistert am Sport, ist schon diese unmittelbare Emotion, das ist es, wo mir das Herz aufgeht. Da sind Geisterrennen schon komisch, egal, in welcher Sportart. Das war jetzt eine Übergangsphase ... Ja, und ich stelle mir die Frage: Übergang wohin? Endliche Gewinnmaximierung ist im Spitzensport leider nicht mehr nur die Ausnahme. Andere Unternehmen und Sportler nützen ihre Unternehmung, um sich der gemeinsamen menschlichen Entwicklung zu widmen. Für diese Unternehmen gibt es keine Ziellinie. Solche Athletinnen und Athleten ziehen mich in ihren Bann. Wo der Sport nicht einfach aufhört, wenn die Ziellinie passiert ist, sondern etwas weitergeht. Dieser unendliche Zugang. Wenn ein Aksel Lund Svindal aufhört mit dem Skifahren, geht etwas weiter. Es ist eine Kultur in der Mannschaft etabliert worden, die nie aufhört. Das ist meines Erachtens, was beispielsweise einen Svindal unterschieden hat, nicht nur seine Erfolge. Das Thema Klimawandel ist jetzt wieder ein wenig in den Hintergrund getreten. Dennoch: Jeder ist gefordert, hier einen Beitrag zu leisten. Wie könnte ein Beitrag der Sportwelt ausschauen? Punkt eins: Das geht sich nicht aus, dass das in den Hintergrund tritt. Aber schon wieder: Es ist halt nicht so unmittelbar. Heute geht es sich noch irgendwie aus. Auf 1200 m Seehöhe spürst du es halt nicht wahnsinnig, wenn der Meeresspiegel ein paar Meter ansteigt, aber: Wir sitzen alle im gleichen Boot. Man muss sich im Sport etwa schon überlegen, ob es sinnvoll ist, quer über den Globus dasselbe auszutragen. Früher oder später wird es so etwas wie ein CO 2 -Konto für jeden von uns geben müssen. Und wenn du im Juli merkst, meines ist zu Ende, dann ist es einfach zu Ende. Dann wäre es ehrlich, wenn du auch nichts mehr zukaufen kannst. Aber wenn wir jetzt so etwas wie ein CO 2 -Konto hätten, kannst du dir überlegen, fahre ich mit dem Rad oder dem Auto in die Arbeit. Plötzlich hast du mehr Radkilometer am Tacho, zahlst wieder in den Topf ein, wo wir Bewegungskonzepte etablieren, und da kann dann ein Rad ins andere greifen und etwas Großes entstehen. Ich würde mir wünschen, dass wir in Österreich da gemeinsam vorausgehen und auf spielerische Weise einen Unterschied machen. Jeder Einzelne kann jeden Tag einen Unterschied machen. Die Hoffnung, dass die Politik für uns etwas ändert, die ist überschaubar. Es geht ja doch um die nächsten Wahlen und gerade mit der Krankheit lässt sich auch viel Geld verdienen, abgesehen davon, dass endliches Denken noch regiert. Wenn wir selber aber diese Unendlichkeit verinnerlicht haben, wenn wir denken: Wenn es mich einmal nicht mehr gibt, möchte ich auch, dass es gut weitergeht, dann glaube ich, dass wir viele Entscheidungen anders treffen. In allen Bereichen. Im Sport, in der täglichen Bewegung, in der Ernährung, alles. Das ist schon ein schönes Projekt, das wir da jeden Tag machen können. DIE HOFFNUNG, DASS DIE POLITIK FÜR UNS ETWAS ÄNDERT, DIE IST ÜBERSCHAUBAR. 24 SPORTaktiv

FIT Training – Gesundheit – Ernährung Fotos: FH Joanneum/Miriam Weiß, Ocean Film Tour, Sportunion kovacs SPORT FÜR ALLE Im Rahmen der österreichweiten kostenlosen Sommersportinitiative „Bewegt im Park“ gibt es nun auch inklusive Angebote. Das Pilotprojekt wurde in Wien u. a. von Sportminister Werner Kogler vorgestellt. Angebote bis Ende September finden: www.bewegt-im-park.at STREAMEN UND STAUNEN Die beliebten Sport- und Abenteuerfilm-Touren wurden heuer durch Covid-19 gestoppt. Als Ersatz gibt es die Programme der Int. Ocean Film Tour (Bild), der Banff Mountain Film Tour sowie der Green Screen Tour als Streaming-Angebot unter: www.outdoor-cinema.net VIELES NEU BEI DER „ÖGSE“ Die Österreichische Gesellschaft für Sporternährung (ÖGSE) hat sich neu aufgestellt. Dr. Manuela Konrad, unter anderem Lehrende an der FH Joanneum in Graz, ist jetzt die Präsidentin. Für 26. Februar 2021 ist in Graz ein großes „Forum Sporternährung“ geplant. www.oegse.at

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