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SPORTaktiv August 2021

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K. wie Kama oder

K. wie Kama oder kreativ? Selbst die Bio-Trinkflasche ist aus recyceltem Material. WIR SIND IN EINER ZEIT EIN- GESTIEGEN, WO ALLES SENSIBEL UND HELL- HÖRIG WAR UND UNSERE KUNDINNEN SIND FÜR NACHHAL- TIGKEIT UND FAIRNESS OHNEHIN VIEL AUFGE- SCHLOSSE- NER. ra-Meile, die wir gehen.“ Corona war in der Startphase dann ein völlig unerwarteter Stein im Weg, die beiden sehen aber auch das Positive. „Wir sind in einer Zeit eingestiegen, wo alles sensibel und hellhörig war“, sagt Katharina, „und unsere Kundinnen sind für Nachhaltigkeit und Fairness ohnehin viel aufgeschlossener.“ Die meiste Zeit begegneten sich die beiden nur online am Screen ihrer Laptops, das Jahr 2020 fand fast nur digital statt, bis auf ein paar schnelle Treffen zum Austauschen von Stoffmustern und Prototypen. „Während der Ausgangssperren wie Drogenhändler mit offenem Kofferraumdeckel auf irgendwelchen Parkplätzen“, lacht Katharina. Selbst die Produktionsfirma in Venezien in Norditalien haben sie bis heute nicht selbst betreten. Mit einem Satz: Es gibt einfachere Rahmenbedingungen für ein Start-up. Doch Radsportlerinnen sind ausdauernd. Mittels Crowdfunding war das nötigste Startkapital da, erste Produkte im Online-Shop gleich ausverkauft. Die kleine Nische, nachhaltige Rad-Funktionskleidung aus recycletem Polyester aus PET-Flaschen herzustellen, hat noch wenig Mitbewerb, stellte sich für Kama und selbst die ausführenden Spezialfirmen aber als Challenge heraus. „Das erste Muster war wie ein Neoprenanzug“, lacht Katharina. Doch im Laufe der Zeit, mit einer weiblichen Ansprechperson in der Produktion („ein großes Glück“) und aufwendigster Detailarbeit tastete man sich an die Wunschvorstellung heran. Neben dem richtigen Sitzpolster sind es vor allem die Bundabschlüsse an Oberschenkel und Oberarm, wo sie in Millimeterarbeit breite Bündchen und Lasercut perfektionierten. „Zudem haben unsere Frauenhosen versteckte Taschen für Frauenangelegenheiten, die man nicht in Trikots haben will“, lässt Donata wissen. Nachhaltig produzieren heißt für die beiden auch nachhaltig verwenden, weswegen ihre erste Sportkollektion „Core“ die Basis für alle vier Jahreszeiten abdecken soll und mit den Farben Schwarz, Weiß und Mare Verde (!) auch ein mo- Fotos: Christoph Heigl, kama-shop.at 86 SPORTaktiv

KAMA. CYCLING „KAMA.Cycling“ ist das Radsportlabel von Katharina Stelzer (33) und Donata Schörkmaier (41) aus Graz: nachhaltige und hochwertige Damenradsportbekleidung aus recyceltem Polyester und Casual Wear wie Shirts und Kapuzenpullis. www.kama-shop.at discher und schmutzunempfindlicher Dauerbrenner sein sollte. Für 2022 sollten Radjacken und Windwesten folgen, es könnte auch etwas farbenfroher werden, lassen die Muster am Schreibtisch erahnen. Blümchenmuster und Sternenregen wird es eher nicht spielen, ein kleines Herzchen ist aber überall integriert. „For the love of female cycling“ lautet der Slogan bei Kama. „Und female cycling heißt nicht Spazierenfahren“, legt Donata nach. „Unsere Frauen reichen von der Hobbyfahrerin bis hin zu echten Maschinen, die acht oder zehn Stunden mit vollem Pedaldruck am Rad sitzen.“ #respecttheponytail, da verstehen sie wenig Spaß. Selbst sitzen die beiden so oft wie möglich am Bike und Rennrad, sind dabei aber erstaunlich gegensätzlich. Katharina: „Selbstständig heißt, ich arbeite selbst und ständig. Das Rennrad ist mein Ausgleich zur Arbeit, das ist meine Zeit, die gehört nur mir. Wenn ich alleine dahinfahre, kann ich super abschalten und habe danach wieder die Energie für die kommenden Tage.“ Donata: „Für mich ist Rennradfahren nix Meditatives. Ich liebe es, in Gruppen zu fahren, mit Frauen und Männern, und bin begeistert, mit wie vielen Menschen aus ganz verschiedenen Richtungen man in Austausch kommt und die Leidenschaft für Radsport teilen kann.“ Mit vielen Mädels nehmen sie auch an Radrennen und Triathlons teil und bauen gerade ein paar Markenbotschafterinnen auf, um selbst etwas aus dem Rampenlicht zu kommen. Denn die Firma soll weiter wachsen und eine ähnliche Garagen-Erfolgsgeschichte wie Woom werden. Damit in ein paar Jahren das vielleicht nicht mehr möglich sein wird, was aktuell noch mit großer Liebe gemacht wird: Jede Bestellung wird von den beiden hingebungsvoll in Seidenpapier eingewickelt und mit selbst gebastelten Kärtchen und Widmung versendet. Eine echte „Love Brand“, wie es im Marketing heißt. Oder auf Steirisch: For the love of female cycling. Foto: ÖBB / Limpl Freizeit & Radsprinter Kärnten Mit den ÖBB und dem AKTIV-Ticket der Kärntner Linien die schönsten Plätze Kärntens entdecken. Alle Infos auf oebb.at/kaernten € 16,- * * Das AKTIV-Ticket Kärnten erhalten Sie unter tickets.oebb.at, in der ÖBB App, an den ÖBB-Ticketautomaten, sowie den ÖBB-Ticketschaltern. Gültig am gewählten Datum als Tageskarte (nur in Verbindung bei Fahrradmitnahme) für eine Person inkl. Rad, bis am Folgetag 03:00 Uhr, im gesamten Verkehrsverbund Kärnten, in der S-Bahn, Regionalzügen und REX. Gilt nicht im Bus, MICOTRA (Italienische Strecke), Railjet-, Eurocity-, Intercity-, D- und Nightjet-/Euronight Zügen. Stornierbar vor dem 1. Geltungstag.

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