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SPORTaktiv August 2021

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SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM

SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM PROFI- SET-UP WAS HILFT DAS BESTE UND SCHÖNSTE MOUNTAINBIKE, WENN ES NICHT RICHTIG EINGESTELLT IST? WORAUF GILT ES ZU ACHTEN BEI FEDERUNG, REIFENDRUCK UND CO? WAS KANN MAN BEI DEN BASICS SELBST MACHEN? UND WIEDER GEHT ES VIEL UM DAS ZAUBERWORT SAG. VON CHRISTOPH HEIGL JULIAN WAGNER stammt aus Apple Valley (Kalifornien, USA) und lebt in Freiburg (Schweiz). Er ist Marketingmanager bei Scott. www.scottsports.com Glücklich, wer heuer erstens ein Rad ergattert hat, das dann zweitens auch noch auf Anhieb passt oder von einem Profi im Shop vorbereitet wurde. Wenn nicht, solltest du ein paar Basics beherzigen, weil es hin und wieder passiert, dass Radfahrer wenig Ahnung vom richtigen Set-up haben, beim Kauf keine Zeit oder kein Know-how vorhanden war oder das Bike eben gebraucht erstanden wurde. Wir von SPORTaktiv haben die Möglichkeit genutzt, bei echten Profis nach deren Tipps zu fragen. Idealer Anlass war die Prä- 1 Fotos: Scott/Jochen Haar, Julian Wagner 90 SPORTaktiv

2 sentation des neuen Mountainbikemodells „Spark“ von Scott für Presse und Händler in Leogang. Dort haben wir uns vor den Testfahrten übers Set-Up an das neue Bike herangetastet und hatten Scotts Marketing-Manager Julian Wagner als Experten an der Seite. 1. FEDERUNG Speziell bei Mountainbikes und E-MTBs kommt der Federung und deren korrekter Funktion eine elementare Bedeutung zu. Wenn Federgabel und Hinterbaudämpfung nicht gut und richtig funktionieren und harmonieren, wird aus dem besten Bike ein wippendes Schaukelpferd oder ein bockharter, störrischer Esel. LUFTDRUCK Den Luftdruck in den Federelementen muss man deshalb im Auge haben. „Wenn es ein Full-Suspension-Bike ist“, holt Julian Wagner aus, „würde ich als Erstes den korrekten ,Sag‘ überprüfen und einstellen. Zuerst im hinteren Dämpfer, dann in der Federgabel. Sag? Sag (sprich: sääg) ist der sogenannte Negativfederweg. Das Rad, genauer das Fahrwerk, sollte allein durch das Gewicht des Fahrers schon etwa 25 Prozent des Gesamtfederweges einfedern, bevor man überhaupt losfährt, also z.B. 25 mm Sag bei 100 mm Federweg oder 40 mm Sag bei 160 mm. Dazu braucht man eine spezielle Federgabelpumpe und etwas Erfahrung oder Hilfe von einem Experten. Scott hatte beim neuen Spark eine nützliche Idee: „Wir haben außen am Gelenk einen ,Sag-Meter“ aufgedruckt. Da kann man jederzeit leicht und schnell ablesen, wie viel Sag eingestellt ist, das ist supereasy“, findet Wagner. „Ich empfehle, bei 25 Prozent Sag zu starten, das ist immer ein guter Ausgangspunkt.“ Mehr Sag heißt weicheres Fahrwerk, weniger Sag heißt straffere Federung. Dann erst sollte man sich vorne der Federgabel mit demselben Prozedere widmen. Auch hier sind 25 Prozent Sag ein guter Startpunkt. „Oft sind Empfehlungen der Hersteller aufgedruckt, auf Stickern oder direkt am Federelement“, sagt Wagner. Zweckdienlicher Hinweis: Die meisten Gabeln und Dämpfer haben rote oder schwarze Gummiringe zum leichteren Ablesen montiert und es ist erstaunlich, welche Auswirkungen 10 PSI mehr oder weniger auf das Fahrverhalten haben. Hersteller wie Scott („TwinLoc“), aber auch andere verwenden zusätzlich Systeme, die die Federung vom Lenker aus verhärten, das Ansprechverhalten verändern oder ganz sperren. Grundlage ist aber das korrekte Setting. SPORTaktiv 91

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