Aufrufe
vor 2 Jahren

SPORTaktiv Bikeguide 2019

  • Text
  • Mountainbiken
  • Mountainbikes
  • Mountainbiken
  • Bikeguide
  • Biker
  • Bikes
  • Trails
  • Biken
  • Sportaktiv

W as sie eint: Alle

W as sie eint: Alle lieben das Radeln, wegen der „Bewegung in der Natur“, weil man „abschalten und einfach im Flow“ sein kann. Die Triathletin Valerie aus Graz ist mit dem Rennrad und dem Zeitfahrrad unterwegs, Nina aus Wien und Sabrina aus Innsbruck sind Mountainbikerinnen. Alle haben Wege gefunden, mehrere Stunden Biken pro Woche in ihren Alltag zu integrieren. Valerie arbeitet mit einem professionellen Trainer zusammen und hat einen straffen Zeitplan. Schließlich muss man für Triathlon auch Laufen und Schwimmen trainieren sowie das Krafttraining sehr strukturiert angehen. Ihr Tagesablauf ist durch den Sport geprägt, nur so gehen sich durchschnittlich 15 Stunden Training pro Woche neben ihrem Job aus. Nina arbeitet als IT-Managerin in Wien und ist in einer normalen Arbeitswoche während der Bikesaison bis zu 12 Stunden auf dem Bike, außerhalb der Saison oder wenn viel zu tun ist, können es aber auch nur 3 bis 4 Stunden sein, zusätzlich macht sie Krafttraining, Stabilisationstraining und Yoga. So viele Stunden auf dem Rad funktionieren am besten mit Routinen. „Ich habe mir angewöhnt früh aufzustehen und vor der Arbeit eine gemütliche Runde zu drehen. Das funktioniert gerade im Sommer besonders gut und man startet mit viel Energie in den Tag.“ Sabrina lebt in Innsbruck und ihr Rad ist ihr „Verkehrsmittel Nummer 1“, das ist nicht nur für die Seele, sondern auch für die Umwelt gut. Im Winter ist sie im Schnee unterwegs und geht Skitouren, im Sommer gehen sich pro Woche ein bis zwei Runden am Abend aus – und am Wochenende größere Touren, wenn sie nicht gerade coacht. Der Ausgleich zum Biken sind regelmäßige Pilateseinheiten. „Mit dem Rad nach Hause ‚rollen‘ ist FRAUEN KÖNNEN FRAUEN DIDAKTISCH EINIGES BESSER VERMITTELN. DA KOMMT MEISTENS AUCH DAS EGO WENIGER IN DIE QUERE. Fotos: WINNI, Markus Fruehmann 108 SPORTaktiv

FRAUEN IM SATTEL Leidenschaftliche Bikerinnen: Nina (oben), Valerie (links) und Sabrina im Trail-Einsatz. BIKEN IST IN GANZ VERSCHIEDENEN LEBENSSITUATIONEN EINE BEREI- CHERUNG. WIR HABEN WEIBLICHEN BIKEGUIDES AUS GANZ ÖSTERREICH DIE WICHTIGEN FRAGEN DES LEBENS GESTELLT. DREI FRAUEN AN UNTER- SCHIEDLICHEN ORTEN, IN VERSCHIE- DENEN LEBENSSITUATIONEN. VON MANUELA MANDL wunderbar zum Kopfauslüften nach einem Tag in der Arbeit.“ Was sind nun die wichtigsten Tipps für alle Frauen, die auch mit dem Biken beginnen wollen? Zuerst mit Fachberatung das richtige Rad ausleihen beziehungsweise kaufen. Die Geometrie des Rahmens ist ausschlaggebend für die spätere Performance und auf Sattel, Griffe und Pedale/Radschuhe sollte man besonderes Augenmerk legen. Das sind die direkten Berührungspunkte mit dem Rad und unpassende Produkte können hier zu großer Frustration (und Schmerzen, von Sehnenscheidenentzündung bis wunden Stellen) führen. Es gibt hier besondere, ergonomische und frauenspezifische Produkte (z.B. Sättel von SQlab oder Fahrräder von Liv). Die Bikerinnen sind sich einig: Ganz am Beginn der Bikeleidenschaft sollte man unabhängig von der Disziplin ein Grundlagen-Fahrtechniktraining absolvieren. Nina: „Das bringt schnell Erfolgserlebnisse und man tut sich später leichter, wenn es um größere technische Herausforderungen geht.“ Auch für Rennradfahrerinnen macht ein Techniktraining Sinn, so radelte Valerie am Anfang mit zu hohem Kraftaufwand und hatte dann Probleme mit dem beim Triathlon anschließenden Laufen. Also: „Weniger kraftvoll, aber dafür mit höherer Frequenz treten, um auf dieselben Watt zu kommen. 85 Umdrehungen pro Minute sollten es im Flachen sein. Im Winter, wenn speziell die Grundlage trainiert wird, kann man auch mit 90 Umdrehungen radeln.“ Und dann heißt es erst mal „üben, üben, üben“, sagt Sabrina. Um die Motivation zu steigern und Ausdauer aufzubauen, macht es Sinn, sich einem Verein oder einer Crew am Heimatort anzuschließen. Es gibt viele Vereine wie WienerWaldTrails SPORTaktiv 109

Magazin // E-Paper