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SPORTaktiv Bikeguide 2019

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intrinsische Motivation

intrinsische Motivation dafür, etwas besser machen zu wollen“. Alles ausprobieren lassen Generelle Empfehlungen, in welchem Alter man Kindern welches Können zutrauen und mit welchen Aufgaben konfrontieren könne: Solche Angaben seien stets mit Vorsicht zu genießen, sagt Schrottmayer. Was mancher Fünfjährige schon könne, lerne ein anderes Kind vielleicht mit sieben oder noch später. Ungeduld ist dabei fehl am Platz. Generell gilt: „Kinder lernen faszinierend schnell. Enorm wichtig für die motorische Entwicklung ist, sie alles ausprobieren und auch Fehler machen zu lassen.“ Natürlich in abgesichertem Rahmen. Vermeiden sollte man, Kids zu etwas zu drängen. „Da entstehen schnell negative Assiziationen mit und das Bike verstaubt in der Folge im Keller.“ Wie eingangs schon erwähnt, sind Grundkenntnisse in Mountainbike-Fahrtechnik auch für die Teilnahme am Straßenverkehr ein Sicherheitsfaktor. Nicht im Radalltag, sehr wohl in Extremsituationen. Etwa Rollsplit oder eine aufgehende Autotür: „Um solche Situationen sicher zu meistern, braucht es Fahrkönnen, das man am besten beim Mountainbiken lernt.“ Und das gilt für große genauso wie für kleine Biker. PAPA HAT‘S GERICHTET WENN DIE KIDS EINEM SCHON UM DIE OHREN FAHREN: DANN KÖNNTE EIN RAD VON ALEXANDER FRIEDL EIN THE- MA SEIN. „FEDERLEICHT“ HEISSEN DIE BIKES, DIE GROSSE NEIDISCH MACHEN. VON CHRISTOF DOMENIG Der Name „Federleicht“ sagt viel, aber nicht alles über die Produkteigenschaften. Denn neben zu hohem Gewicht muss man bei Kinder-Mountainbikes aus der Großserie in vielen Punkten Kompromisse in Kauf nehmen, sagt Federleicht- Bike-Gründer Alexander Friedl: „Die Rahmengeometrie passt meist überhaupt nicht, die Front ist zu hoch, die Kettenstreben sind zu lang. Laufräder sind viel zu klein.“ Oder: „Manchmal werden Erwachsenen-Kurbeln verbaut – oder die Kurbeln einfach gekürzt, womit die Länge, aber die Breite überhaupt nicht passt.“ Der gebürtige Wiener Alexander Friedl fuhr Mountainbikerennen und arbeitete in Graz in der Autoindustrie. Für seinen ersten Sohn kaufte er ein 9-Kilo-Rad als Erstrad und war schockiert, als er es zerlegte und die Teile auf die Waage legte. So begann 2011 die Geschichte der Kinder-Mountainbikeschmiede – mit einer leichten Kurbel. Weitere Teile folgten bald – und Ende 2012 das erste komplette Rad. Heute hat das Unternehmen drei Mitarbeiter und bietet neben Tuningteilen edle Kinder- und Jugend-Mountainbikes zwischen 20 und 29 Zoll. Das 20-Zoll-Rad wiegt 5,4 kg, andere Bikes der Größe oft das Doppelte. Das 29er gibt es ab 7,3 kg. Was beim Blick auf das Datenblatt der Federleicht-Bikes auch schnell DIE RÄDER SIND SICHER DIE KOMPROMISS- LOSESTEN AM MARKT. DER WIEDERVERKAUFS- WERT RELATIVIERT DEN PREIS. auffällt, sind die Größenempfehlungen: Das 20-Zoll-Rad wird ab 100 cm Körpergröße empfohlen, das 24er ab 110. Andere Hersteller empfehlen für 100 cm 14, für 110 cm 16 Zoll. Setzen so große Laufräder nicht schon ein sehr gutes Fahrkönnen der Kids voraus? „Unsere kompakten Rahmen wirken sich so gut aufs Handling aus, dass für die großen Räder genau die Vorteile zum Tragen kommen, die die Industrie bei der Einführung der 29er auf und ab gepredigt hat“, sagt Alexander Friedl. Also: Viel bessere Rolleigenschaften, einfacheres Überfahren von Wurzeln und anderen Hindernissen, bessere Traktion ... Die Räder werden zwar überwiegend in Nachwuchs-Cross-Country-Rennen eingesetzt, „Federleicht ist die erfolgreichste Marke im Nachwuchsrennsport Fotos: Federleicht Bike 176 SPORTaktiv

VON ALASKA NACH FEUERLAND MIT DEM RAD Nicht nur die eigenen drei Kids sind auf Alexander Friedls Bikes erfolgreich unterwegs. 23.112 km und 195.800 Höhenmeter in 95 Tagen Mehr Infos zu dieser sensationellen Reise auf www.chiba.de/stories/jonas-deichmann einschließlich U13“, erklärt Alexander Friedl. Siege fahren auch seine eigenen drei Kinder (die heute 12, 10 und 7 sind) ein. Die Bikes sind aber trotz des leichten Gewichts stabil genug für alle Einsätze im Alltag und auf Trails, betont Friedl. Ein 26er-Trailbike ist mittlerweile zusätzlich im Programm. Alle Komponenten sind sorgfältig ausgewählt oder selbst entwickelt, viele werden in Österreich gefertigt: „Aus dem vollen gefräste Kurbeln, handeingespeichte Laufradsätze und Carbonsättel“. Alexander Friedl und Mitarbeiter beraten auch, wenn es darum geht, Kinderräder zu tunen. „Mittlerweile verkaufen wir aber hauptsächlich Kom- plettbikes“, erklärt der Unternehmer. Und der Preis? Ab 2380 Euro beginnt der Einstieg in die Welt der Federleicht-Bikes. Da müssen wohl auch gutverdienende Eltern einmal schlucken, wenn man weiß, dass Kindern nach 1,5 bis 2 Jahren ein Rad oft zu klein geworden ist. „Unsere Räder sind sicher die schlüssigsten und kompromisslosesten am Markt“, sagt Alexander Friedl. Der auch betont, dass sich am Gebrauchtmarkt sehr gute Preise erzielen lassen. Ein Blick auf www.federleicht-bike.at oder in den Schauraum im Norden von Graz lohnt sich jedenfalls – nicht bloß für absolute Bike-Enthusiasten. Jonas Deichmann „Die Hände sind der wichtigste Kontakt zum Rad. Beim Lenken, Bremsen und Schalten darf die Funktion der Hände nicht eingeschränkt sein. Ich vertraue deshalb auf BioXCell, um Taubheitsgefühle an den Händen effektiv zu verhinden.“ >> 2017 - Weltrekord für die schnellste Fahrraddurchquerung Eurasiens. (14.331 km in 64 Tagen) >> 2015 - Weltumrundung mit dem SPORTaktiv 177 Fahrrad (64.000 km)

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