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SPORTaktiv Bikeguide 2019

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GEBÜNDELTE 6 LÄNDER,

GEBÜNDELTE 6 LÄNDER, 20 BIKEPARKS, 160 TRAILS. DIE 20 BESTEN BIKEPARKS EUROPAS WERDEN IN DER GRAVITY CARD ZUSAMMENGE- FASST. HEUER NEU IM LIFT-VERBUND: DIE PETZEN IN KÄRNTEN UND WILLINGEN (GER). UND FAST ÜBERALL IN ÖSTERREICH SCHIESSEN DERZEIT DIE LEGALEN TRAILS AUS DEM BODEN. VON CHRISTOPH HEIGL S C H W E R K R A F T In der Mountainbike-Diktion gilt „Gravity“ (zu Deutsch: Schwerkraft) als Umschreibung für in erster Linie hügelabwärtsgewandtes Fahrradfahren. Also runter. Zurückverwandelt ins Rennenglisch: Downhill.Weil es gar nicht so wenige sind, die den Sinn des Bikens im Downhill sehen – und das ist ja auch die Ursprungsform des Sports an der historischen Geburtsstätte in Marin County nahe San Francisco – haben sich nicht nur viele Betreiber auf Downhillstrecken und Bikeparks konzentriert, sondern sich in der Evolution auch Kategorien wie Enduro-Bikes, Freerider und Downhill-Boliden entwickelt. Foto: Leogang/Clemens König 80 SPORTaktiv

Seit vielen Jahren gibt es in Europa einen Zusammenschluss vieler Parks, die im Ticketing nach außen gemeinsam mit der Gravity Card auftreten – einer Liftkarte, die eine Saison lang für alle Parks gilt. 20 Bikedestinationen aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Schweiz, Slowenien und Italien (Reschenpass) locken mit 160 Trails. Die Initiative ging einst von den Leoganger Bergbahnen aus, die mit Kornel Grundner auch den Geschäftsführer stellen. Die Gravity-Mitglieder betreiben ihre jeweiligen Seilbahn- und Liftanlagen sowie Bikeparks und Downhillstrecken aber eigenverantwortlich und rechtlich selbstständig. Der Erwerb der Gravity-Saisonkarte berechtigt zur Benutzung der Bergbahnen und Freizeiteinrichtungen. Wie beim Skifahren ist der Spaß nicht ganz billig: Das Jahresticket kostet für Erwachsene 470 Euro und rentiert sich, umgerechnet auf die jeweiligen Tageskarten, ab dem etwa 13. Besuch eines der Bikeparks. „Früher waren die Zielgruppe die Downhiller“, erzählt Michael Marte, der Marketing-Verantwortliche und selbst – klar – ein Biker. „Jetzt hat der Enduro-Boom nicht nur mehr Biker in die Parks gebracht, sondern auch für eine Veränderung der Strecken gesorgt.“ Waren es früher heftige Downhillstrecken, sind jetzt Enduro-Trails (etwas langsamer, kürzere Sprünge) in Mode. „Der Sport entwickelt sich ständig weiter, wir müssen am Puls der Zeit bleiben“, weiß Marte. Die 3-Länder-Trails am Reschenpass, Sölden und Saalbach sind für ihn die besten Beispiele der neuen Trailart. E-Biker sind in den Bikeparks noch selten, Enduro-E-Biker, die bergauf keinen Lift brauchen, sind aber gerade dabei, die Trails zu erobern und bergauf die „Uphill-Flowtrails“ zu nutzen. 20 Partner gibt es schon. Was ist die Obergrenze? „Wir streben nicht nach größtmöglicher Quantität, im Gegenteil“, sagt Marte. „Wir wollen ein gewisses Qualitätslevel sicherstellen, dem Kunden ein vollständiges Bikeerlebnis garantieren und auch eine gewisse geografische Abdeckung erreichen.“ Top-Infrastruktur mit Bergbahn, Bikeverleih, Waschanlage und einem entsprechenden Streckennetz sind die wichtigsten Kriterien, die die Gravity-Card-Partner selbst als Standard definieren. „Wir haben immer wieder Bewerber, die wir vertrösten müssen, die wir aber in der Entwicklung beobachten.“ Die Saison startet Noch wird in vielen Destinationen kräftig gebaggert, aber wenn im Frühjahr die Baumaschinen, Schaufeln und Planierraupen weg sind, ist garantiert wieder der Teufel los: Sölden ist mit seiner Bike Republic sowieso ein Vorreiter. Als Rennveranstalter hat auch Saalfelden-Leogang längst eine Reputation, die die nationalen Grenzen sprengt. Mehr als eine Million Euro steckt die Region gerade in den Ausbau der Bike-Infrastruktur, mit dem neuen Namen „The Epic Bikepark Leogang“ öffnet das Herz der Trails am 10. Mai seine Tore. Mit Willingen in Deutschland und der Petzen im österreichischen Kärnten sind zwei neue Destinationen bei der Gravity Card dabei. Doch nicht nur in den bestehenden Bikeparks und Trail-Mekkas wurde eifrig gebaggert. Im Süden Österreichs SPORTaktiv 81

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