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SPORTaktiv Bikeguide 2021

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MIA SAN MIA DIE

MIA SAN MIA DIE „MOUNTAINBIKE INITIATIVE AUSTRIA“ WILL HEUER DURCHSTARTEN UND DEM BOOMENDEN FREIZEITSPORT EINE GEMEINSAME STIMME GEBEN. WIE WEIT IST MAN UND WAS WILL MAN EIGENTLICH ERREICHEN? VON CHRISTOPH HEIGL Foto: Philipp Podesser 102 SPORTaktiv

Vielleicht wird man sich später daran erinnern, dass durch die Lockdowns die Zahlen nach oben gegangen sind und die Pandemie für das Mountainbiken in Österreich sehr, sehr positiv war. Nicht nur wegen der schieren Anzahl der Freizeitbiker draußen. In dieser Zeit haben sich quer durch Österreich nämlich auch ein paar Menschen zusammengetan, um das Biken organisatorisch und als Idee weiterzubringen. „Im ersten Lockdown hat es begonnen“, erinnert sich Christoph Berger-Schauer, „da hatten alle plötzlich viel Zeit.“ Bis zum Herbst hat man schon erheblich an Fahrt aufgenommen und einiges zusammengetragen, was sich später als „Mountainbike Initiative Austria“ (MIA) herauskristallisieren sollte. „Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft aus motivierten Menschen, verteilt in ganz Österreich, die sich der Situation des Mountainbikens in Österreich annehmen und sie verbessern möchte. Als ehrenamtliche Initiative gestartet, wollen wir im Dialog mit allen Lebensraumpartnern etwas bewegen.“ So lautet das „Mission Statement“ der MIA. „Dazu haben wir uns alle gemeinsam auf ein paar Eckpfeiler geeinigt, die das Grundgerüst tragen“, erzählt Lisa Ribarich, auch eine aus dem Kernteam. Neben Ribarich, die beruflich für den Niederösterreich-Tourismus das Thema Mountainbike betreut, und Berger-Schauer, sonst als Chefredakteur des Szene-Magazins „Lines“ tätig, zählen auch noch Rene Sendlhofer-Schag, Alex Pinter, Nina Kraxner, Markus Pekoll, Hari Maier, Max Hofstätter, Herbert Ribarich, Christoph Malin und Steffen Arora zu den Initiatoren – eine bunte Truppe an exzellent vernetzten Menschen quer durch Österreich. Man startete einen Onlineaufruf mit Newsletter, Social Media und Kontaktformular auf der Website www.mtb-austria.at, worauf sich auf Anhieb 200 Biker meldeten. „Das hat uns echt bestärkt“, so Berger-Schauer. „Völlig Unbekannte Kernteam mit Vizekanzler: Die Initiatoren der MIA waren auch schon bei Sportminister Werner Kogler vorstellig. haben sich bei uns vorgestellt und sofort zu netzwerken begonnen.“ Auf einer Onlineplattform hat man vier Aufgabenbereiche angelegt, wo virtuell angepackt wird. Rund 70 Mountainbikerinnen und -biker sammeln dort aktuell Daten und Kontakte. Ganz oben soll noch ein deklariertes Führungsteam aus zwei, drei Personen definiert werden, daran kiefelt man gerade. Wirtschaftlich und politisch unabhängig soll der Kopf und damit die gesamte Initiative sein, die aus einer losen Interessensgemeinschaft zu einem Verein werden soll. „Verein klingt jetzt im ersten Moment nicht sonderlich cool“, weiß Ribarich, „aber ich denke, es wird wieder modern, sich in der Gesellschaft für eine gute Sache zu engagieren.“ Die MIA ist offen für alle, sieht sich auch als Vertretung aller Mountainbikevarianten, von gemütlichen Forststraßenfahrern bis zu den Trailbikern und Downhillern, will bei Skepsis und Ablehnung positive Antworten geben, versteht sich als Konfliktlöserin – und sie ist nach wie vor auf der Suche nach neuen Kräften. Berger-Schauer: „Alles ist work in progress.“ Demnächst will die MIA eine Art „Bike-Wiki“ online haben, eine Wissenssammlung zum Thema Mountainbike in Österreich, mit Zahlen, Studien, Ansprechpartnern und Infos zum Thema Haftung, Streckenbau et cetera. „Noch verläuft in Österreich viel im Sand, weil es keine Organisation des Bikens als Freizeitsport gibt“, weiß er. Und Ribarich ergänzt: „Jeder Reiter weiß, wohin er sich wenden soll, hat Ansprechpartner und Strukturen. Der Freizeitbiker weiß gar nichts.“ Deshalb hat sie sich auch schon kurzerhand im Bikezentrum Anninger einfach in den Wald gestellt und Biker angesprochen. Was bislang am Weg die größten Stolpersteine sind? Dass das Mountainbiken im Freizeitbereich, wenn es eben nicht verbandsnaher Wettkampfsport ist, sehr unorganisiert ist, sich schwer als Ganzes angreifen lässt. Und dass die Sache natürlich für alle in der MIA Engagierten sehr zeitintensiv ist. Lockdown hin oder her. SPORTaktiv 103

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