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SPORTaktiv Bikeguide 2021

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terwegs sind, fahren in

terwegs sind, fahren in Punta Ala oder Massa Marittima. Die Spots, die wir euch zeigen, scheinen auf des Bikers Landkarte kaum noch auf“, erklärt uns Roman. In Zeiten von Social Distancing also das ideale Urlaubsziel für Mountainbiker. Am nächsten Tag werden wir von Local Matteo abgeholt, Gründer und „Trailarchitekt“ von Tuscany Bike, damit wir unsere Camper stehen lassen können. Campiglia heißt der nächste Spot. Auf der 15-minütigen Autofahrt erklärt uns der ehemalige Architekt, wie es dazu kam, dass er nun statt Häusern Trails entwirft: „Ich habe einfach irgendwann gemerkt, dass ich etwas finden muss, das mich glücklich macht, denn das Architekturbüro war es nicht. Man verbringt schließlich den Großteil seines Lebens in der Arbeit. Ich wollte etwas machen, das meine Leidenschaft ist. Seit ich die Entscheidung getroffen habe, Tuscany Bike zu gründen, fühlt sich kein Tag mehr wie Arbeit an.“ Seine Lebensfreude steckt uns an und wir sind gespannt auf die Trails, die der 30-Jährige rund um seinen Heimatort erschaffen hat. Den Winter nutzt er üblicherweise, um die Trails wieder in Topform zu bringen. Bis Frühling 2021 kommen sogar noch zwei dazu und das, obwohl ihm für zehn Trails maximal zwei Shaper zur Verfügung stehen und der Wald in Privatbesitz ist. „Ich habe schon das Gefühl, dass ich mit meinem Unternehmen einen wesentlichen Teil dazu beitrage, dem Tourismus hier einen gewissen Antrieb zu geben. So sieht das zum Glück auch der Grundstücksbesitzer, denn ohne ihn könnte ich meine Visionen nicht umsetzen“, sagt er ein wenig verhalten. Eine Einstellung, von der in Österreich viele nur träumen können. Bevor es weiter zu unserem nächsten Stellplatz auf der Halbinsel in Monte Argentario geht, legen wir noch einen Halt in Talamone ein, um uns die Beine auf dem Bike zu vertreten. Auf Monte Argentario erwarten uns elf Trails mit Uphills von bis zu 600 Höhenmetern. Schnelle, flowige Trails auf Waldboden findet man hier ebenso wie technisch äußerst anspruchsvolle Abfahrten. Zugegeben: Auf dem Trail mit der schönsten Aussicht – dem Crepaccio – kamen wir mit unserem Fahrkönnen an unsere Grenzen. Mit Roman und Claudia hat man aber nicht nur äußerst geduldige, erfahrene und liebevolle Guides dabei, sondern auch zertifizierte Fahrtechniktrainer. Nicht zuletzt, um unseren Armen eine Pause zu gönnen, haben wir auf dem Trail ein kurzes Fahrtechniktraining eingelegt. Das klare Defizit der ganzen Gruppe: Hinterrad versetzen und in diesem Fall auch Linienwahl. Aus der anfänglichen Verzweiflung wurde eine spaßige Abfahrt über den Rücken des Poggio Canaloni Richtung Meer. Die Insel Giglio ist vielen vermutlich ein Begriff. 2012 erlangte sie über die Nachrichten traurige Berühmtheit, Stichwort Costa Concordia. In nur sehr wenigen Köpfen korreliert die Existenz dieser Insel auch mit Freude auf dem Mountainbike. Wieder müssen wir unseren Camper nicht bewegen, denn in nur wenigen Minuten sind wir mit dem Bike am Hafen von Porto Santo Stefano und somit auf der Fähre. Am höchsten Punkt der Insel steht das Giglio Castello, unser erstes Ziel des heutigen Tages. Bevor wir am Hafen losstarten, wünscht uns die Polizei noch einen schönen Tag und als sie uns am Ende unseres Biketages in den letzten Trail einbiegen sehen, zeigen uns die Beamten mit gehobenen Daumen, dass sie statt auf Streife wohl lieber mit uns auf den Trails unterwegs wären. 114 SPORTaktiv

34 HOTELS FÜR BIKER Die BikeHotels Südtirol sind seit gut 20 Jahren die Instanz in Sachen Bike-Urlaub in Südtirol. Sie haben sich strenge Qualitätskriterien auferlegt. Auf www.bikehotels.it lernst du die 34 BikeHotels kennen, findest zahlreiche Tourenvorschläge, die wichtigsten Events und Tipps für gelungene Bike-Ferien. WEGBEREITER FÜR DEN BIKE-URLAUB INFOS & BUCHUNGEN BIKEHOTELS SÜDTIROL www.bikehotels.it ... UND ZWAR FÜR EINEN RICHTIG GUTEN: DAS SIND DIE BIKEHOTELS SÜDTIROL. MIT EIN GRUND: DIE WEGE DORT HABEN NICHT NUR VIELE GESICHTER, SONDERN AUCH EINE LANGE GESCHICHTE. Fotos: BikeHotels Südtirol Einige entstanden als Viehwege und Schmugglerpfade, als Transport- oder Militärwege, die meisten wurden von den Alpenvereinen im 19. Jahrhundert angelegt. Von den alten Wegen in den Südtiroler Bergen profitieren Biker heute ungemein. In Südtirol herrscht Wege- und Wahlfreiheit – Biken ist überall dort erlaubt, wo es nicht explizit verboten ist. Zusätzlich gibt es für Mountainbiker auch beschilderte Wege, die die Orientierung stark erleichtern, weiß Peter vom Vitalpina Hotel Waldhof in Naturns. „Wer bei uns urlaubt, kann ab Hotel jeden Tag MTB-Touren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden fahren.“ Kurt Resch vom Bike- & Biohotel Steineggerhof in Steinegg hat als einer der Bikepioniere in Südtirol vor gut 20 Jahren Mountainbiker auf den richtigen Weg gebracht. Ganz am Anfang war jeder Forstweg das höchste der Gefühle, dann waren eine Zeit lang schwierige Wurzelwege gefragt. „Heute suchen die meisten Gäste ein Glücksgefühl namens Flow – und das ist sehr individuell“, sagt Kurt. Damit alle ihren persönlichen Flow finden, braucht es Locals, die die Wege kennen und wissen, wer sich wo wohlfühlt. Alle Gastgeber der BikeHotels Südtirol sind selbst passionierte Mountainbiker und ausgebildete Guides. Wie auch Paul vom Gasthof BikeHotel Stern in Deutschnofen – der es auf den Punkt bringt: „Echte Kompetenz, das Wissen um Wege und Verständnis für die Anliegen der Biker: Das macht uns zur ersten Anlaufstelle für den Bikeurlaub in Südtirol.” SPORTaktiv 115

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