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SPORTaktiv Bikeguide 2021

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MARIO PUCHER,

MARIO PUCHER, RADEINKÄUFER BEI GIGASPORT IN GRAZ, ÜBT KRITIK AN DER ART, WIE INNOVATIONEN AUSGEROLLT WERDEN. ER WÜNSCHT SICH MEHR SUPPORT DURCH DIE HERSTELLER DER E-ANTRIEBE. .. Die Radbranche ist speziell durch E-Bikes extrem innovationsgetrieben und schlägt ein hohes Tempo an. Wie sieht das der Handel? Wie geht man mit Updates im Halbjahresrhythmus um? Wir im Handel kämpfen seit Jahren gegen diese Art an, dass die Hersteller Produkte auf den Markt bringen, uns und die Shops aber fast gänzlich ohne Support stehen lassen. Wir dürfen uns da selbst unser Päckchen an Wissen und Expertise schnüren. Jetzt durch Corona, den Bikeboom und die Lieferengpässe ist der Handel echt an der Grenze. Wie schaut die Praxis aus? Die großen E-Antriebshersteller wie Shimano, Bosch, Yamaha, Brose oder Panasonic haben alle eigene Systeme, ständig gibt es Updates. Wegen Corona laufen Schulungen aktuell nur über Webinare im Internet. Jetzt muss man sich aber vorstellen, dass drei bis fünf Online-Schulungen pro Saison und pro Hersteller angesetzt sind. Alles während der Geschäftszeiten, wo unsere Mitarbeiter mit Kunden beschäftigt sind. Wie schaut es um die Ausbildung der Verkäufer und Mechaniker aus? Auf dem Sektor E-Bike gab es bis vor Kurzem überhaupt keine Ausbildung. Wenn du mit Elektronik und Laptop nicht vertraut bist, hast du keine Chance. Mit der neuen Ausbildung zum Fahrrad-Mechatroniker wird jetzt auch dem Umstand Rechnung getragen, dass E-Bikes den Gegenwert von Motorrädern und Kleinwagen haben und der Kunde hofft, auch den entsprechenden Service mitzubekommen wie bei einem Auto. Davon sind wir aber leider weit entfernt … Was würden Sie sich wünschen? Datenbanken wie in der Autobranche. Da kaufst du einen VW und bist weltweit in allen Datenbanken mit allen Updates online und jederzeit abrufbar. Wir hätten ein Datenblatt vom Kunden mit Rahmennummer und den Daten zum Antrieb und wann das letzte Update war. Das würde uns die Reparaturabwicklung und vor allem das Handling der Garantiefälle erheblich erleichtern. Erfassen die Kunden noch, was ihr neues E-Bikes alles an Technikzauber bietet? Nur ein Teil. Ja, es gibt Kunden, die kommen in den Shop, haben sich im Internet und durch YouTube-Channels schon ein Vorwissen geholt, nehmen das Rad, verbinden es mit dem Handy und können damit umgehen. Aber ich höre von Kunden, die wollen nur wie am alten Radcomputer die Distanz ablesen, den Akkustand und wie lange die Batterie noch reicht. Mit dem Rest sind sie heillos überfordert. Dass sie am Handy die Paramater wie Drehmoment und Anfahrverhalten am E-Antrieb einstellen können, ist für 70 Prozent der Kunden völlig irrelevant. Das überfordert sie sogar. Wieder der Vergleich zum Auto: Dass du dir ein Auto kaufst und via Handy gleich ein Tuning holst und dir mit einer App ein paar Zusatz-PS drauflädst, ist undenkbar. Bei den E-Bikes macht man das aber so. Noch einmal: Ihre Wünsche? Es spricht nichts dagegen, dass die großen E-Hersteller zehn Supportfahrzeuge quer durch Österreich schicken, der Handel beteiligt sich daran und bei Problemen fahren sie direkt zum Kunden, stecken den Laptop ans Bike und das Problem ist behoben. Das würde uns und unsere Mechaniker unglaublich entlasten. Foto: Gigasport/Lupi Spuma 128 SPORTaktiv

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