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SPORTaktiv Bikeguide 2021

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wird man mich sicher nie

wird man mich sicher nie sehen“, lacht er. Auch wenn die Baggys diverse Taschen haben, steckt er nichts ein, Dinge wie Handys und Schlüssel kommen in den Rucksack. Bei kälteren Temperaturen setzt Philipp auf lange, ebenfalls lässig geschnittene Bikehosen. Wichtig: enger Knöchelabschluss. Sein Lieblingsteil seit Jahren ist eine kurze Regenüberhose („Spray Short“, Endura), die „superpraktisch“ und hinten wasserdicht ist. das Klickpedal schon ganz weit hinten im MTB-Gedächtnis“, lacht Philipp, „und irgendwie ein Rennradding.“ Er setzt seit jeher auf normale breite Flatpedals und robuste, griffige Bikeschuhe. Wichtig: „eine flache, griffige Sohle.“ Die mitunter bessere Kraftübertragung durch Klickpedale ist am E-Mountainbike kein Thema mehr, findet er. SOCKEN Die Mode- und Style-Frage: Wie lange dürfen Socken sein? Die Frage, die die Rennradfraktion spaltet, beantwortet Mountainbiker Philipp salomonisch mit „halblang“. Interessanter Teilaspekt: Er fährt fast das ganze Jahr hindurch mit denselben Radschuhen und passt sich mit dickeren und dünneren Sockenmodellen an die Temperaturunterschiede an. Sockentemperaturmanagement, sozusagen. PROTEKTOREN Protektoren am Knie, Rücken und Ellbogen geben Neulingen Sicherheit und bieten Downhillern Schutz vor Verletzungen, was auch Philipp unbedingt empfiehlt. Knieschützer sind vor allem für Anfänger wichtig. Neue Modelle sind aus weichen Materialien, die beim Fahren überhaupt nicht stören und sich erst beim Sturz verhärten. Auch Ellbogenschützer zählen bei Anfängerkursen zum wichtigen Inventar, „sind aber wohl das erste, das man weglässt, wenn man besser und sicherer wird“, so Philipp. Er selbst verzichtet darauf. „In 20 Jahren Mountainbiken bin ich nie mit Knieschützern gefahren“, sagt er. „Ich stürze einfach selten und nie heftig, maximal 1Mal in 2 Jahren.“ HOSEN Überraschung beim Thema Radhose. Bikeprofi Harald Philipp hat eben erst die Vorzüge einer Radhose mit Sitzpolster entdeckt! „Tatsächlich habe ich ja 15 Jahre lang meine Bikes hochgetragen und bin stehend runtergefahren. Sitzpolster waren nie nötig“, grinst er. „Durchs E-Bike hat sich das geändert. Weil ich jetzt lange und zum Teil technische Trails bergauf fahre, lerne ich die Vorzüge eines guten Innenpolsters schätzen. Wichtig: Er muss straff sein und darf sich nicht wie eine Windel anfühlen.“ Über der Innenhose fährt ein Biker wie Philipp natürlich lange, weit geschnittene Bikehosen, sogenannte „Baggys“ oder Baggy-Shorts. „Das ist auch eine Stylefrage. In einer schwarzen engen Lycra-Radhose wie in den 90ern BASELAYER & SHIRTS Hier setzt Philipp dann doch auf ein eher rennradtypisches Bekleidungsstück: das Unterhemd als Baselayer. „Auch im Hochsommer setze ich auf die zwei Schichten, habe immer ein dünnes Unterhemd an und darüber ein weites Bike-Funktionsshirt, so fühle ich mich am wohlsten.“ Geschwitzt wird am E-Bike etwas weniger, aber der Fahrtwind und die kühle Brise sind in den Bergen (Philipp lebt in Ligurien auf 1300 m Seehöhe) immer ein Thema. Anmerkung zum Darunter: Dinge wie Brustgurt, Pulsmesser und Sportuhren meidet Philipp wie der Teufel das Weihwasser. Maximal das Handy-GPS wird beim Vermessen neuer Trails verwendet. JACKEN Ein wichtiges, oft unterschätztes Ausrüstungsteil beim Biken ist eine hochfunktionelle und perfekt sitzende Jacke. „Von meinem Ausrüster gibt es da eine besonders robuste und warme („MT 500 Freezing Point“), die habe ich in der Übergangszeit immer dabei. Und im Rucksack ist das ganze Jahr die dazupassende leichte Regen jacke.“ MEINE LIEBLINGSFARBE? PRIVAT EIGENTLICH DUNKELGRÜN. DAS MÖGEN FOTOGRAFEN ABER NICHT SO GERN. DANN SAGEN SIE IMMER „FÖRSTER“ ZU MIR. BEI FOTOSHOOTINGS ALSO FARBENFROH. Fotos: Katharina Fritzenwallner 148 SPORTaktiv

? WANN IST EIN BIKE- HELM ZU TAUSCHEN? Nach jedem Aufprall oder „Feindkontakt“ und grundsätzlich in regelmäßigen Abständen sollte man den Helm auf Schäden überprüfen. Nach Stürzen sowieso, aber auch nach Transport oder wenn er mal auf den Boden gekracht ist. Hat er Risse, Sprünge? Dann sofort austauschen. Auch die Riemen begutachten. Manche Helme haben Aufkleber und Seriennummern, wo man das vermutete „Ablaufdatum“ auslesen kann. Ewig halten Helme aber auch ohne Sturz nicht. Firmen wie Endura bieten ein Crash Replacement an: Wer den Helm mit Rechnung (max. 3 Jahre alt) einschickt und den Schaden dokumentiert, bekommt einen 50-Prozent-Rabatt auf einen neuen Helm. HANDSCHUHE Anders als bei den Socken stellt sich die Frage kurz/lang hier nicht. „Beim Biken immer Langfingermodell“, sagt Philipp, „die schützen besser.“ Wichtig ist ihm dabei, Handschuhe mit ganz dünner oder gar keiner Polsterung auf der Handinnenfläche zu verwenden. „So hat man einen besseren Grip am Lenker. Das empfehle ich im Übrigen allen Radfahrern. Wem die Finger einschlafen oder taub werden, der soll sich bessere Griffe organisieren und die Sitzposition optimieren.“ SPORTBRILLEN „Nie ohne.“ Philipp fährt keinen Meter ohne Radbrille, Äste, Steinchen, Dreckspritzer und Insekten sind eine permanente Gefahr für die Augen. Bei schnellerer Fahrt auch der Fahrtwind. Häufiger Fehler: Zu dunkle Gläser. Wichtig ist, dass die Tönung nicht zu dunkel ist, damit man in finsteren Waldpassagen noch gut sieht. „Ich habe im Rucksack immer eine Zweitbrille mit klaren Gläsern mit.“ © 2021 Garmin Ltd. or its subsidiaries. HELM Über die Wichtigkeit eines Helmes muss man kein Wort verlieren (siehe dazu auch Helmstory auf Seite 50). Auch bergauf? „Natürlich auch bergauf“, sagt Philipp. Erstens kann jemand von oben entgegenkommen und zweitens erlauben E-Bikes auch bergauf Geschwindigkeiten, die nicht ohne sind. „Vorne am Lenker hat der Helm jedenfalls nix verloren“, kommentiert Philipp eine gängige Praxis, bei der der Helm bergauf den Lenker „schützt“. Nur wenn Philipp sein Bike bergauf länger schiebt oder trägt, kommt der Helm runter und hinten auf den Rucksack rauf. NEVER STOP CYCLING EDGE ® 130 PLUS | EDGE ® 830 | RALLY XC NEU! GARMIN.COM

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