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SPORTaktiv Dezember 2020

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MIT DER ÄSTHETIK DES

MIT DER ÄSTHETIK DES TIGERS BALLETT, YOGA, KAMPFSPORT. AUS VIELEN EINFLÜSSEN HAT SONJA RUPRAH-WEIHS EINE TRAININGS- UND REGENERATIONSMETHODE ENTWICKELT. IM IDEALFALL WIRD MAN DAMIT SCHNELLER, STÄRKER UND SOGAR SATTER. TSAR – EINE WUNDERFORMEL? DAS HABEN WIR UNS GENAU ANGESCHAUT. VON CHRISTOPH HEIGL FOTOS: THOMAS POLZER Natürlich hat Corona auch einen großen Einfluss auf unsere Haltung“, sagt Sonja Ruprah-Weihs, „so was lässt unseren Körper nicht kalt.“ Sie spricht dabei von Verspannung, Beklemmung und Niedergeschlagenheit, alles im Körper ablesbar. „Das ist bei den Menschen derzeit auffallend oft zu beobachten.“ Dabei war das im Frühjahr noch ganz anders. „Im März und April hat man Motivation und fast so etwas wie Euphorie gespürt, sich viel zu bewegen. Das ist leider schnell abgeflacht.“ Jetzt im Herbst und in den Winter hinein schaut es um unsere Motivation auch jahreszeitenbedingt finster aus. „Der Österreicher ist leider nicht der Typ, der sich schnell mitreißen und positiv pushen lässt. Das kenne ich von amerikanischen Kunden ganz anders.“ Aber wer ist Sonja Ruprah-Weihs eigentlich? Keine Ärztin, keine Sportwissenschafterin, keine Physiotherapeutin, für die sie oft gehalten wird, lacht sie. Sie hat auch keinen Background als Ironman-Finisherin oder Profisportlerin. Ruprah-Weihs war Ballett-Tänzerin. Ihr Vater stammt aus Indien, die Eltern haben sie mit vier in Wien zum Tanzen gebracht, wo ihr in der Ballettausbildung ab 7 Jahren schnell ein Ausnahmetalent bescheinigt wurde. „Das Problem: Ich habe zwei, drei Jahre zu früh angefangen.“ In der Folge machte sie im klassischen Tanzunterricht alles durch, von der absoluten Liebe zum Ballett („Es ist auch jetzt noch meine größte Fotos: Thomas Polzer 40 SPORTaktiv

,, MIT 16 JAHREN BIN ICH WIE EINE OMA AUS DEM BETT GEKLETTERT. MEIN KÖRPER WAR FERTIG. Leidenschaft“) bis hin zu einigen Horrorgeschichten, die rund um die harte Ausbildung mit Disziplin und Züchtigungen erzählt werden. Sieben Tage Training pro Woche blieben auch nicht ohne psychische und physische Folgen. Wie selbstverständlich wurde zu Tabletten gegriffen. „Mit 16 Jahren bin ich wie eine Oma aus dem Bett geklettert. Mein Körper war fertig.“ Schluss, aus, die Tänzerin brach ihre Zelte ab. Aber nicht ganz. Denn über Umwege landete Ruprah-Weihs als Lehrerin und Coach wieder beim Tanzen, machte alle erdenklichen Kurse, Fortbildungen und selbst ein Studio auf. Parallel zum reinen Training („Im Ballett wurde ich ausgebildet, Sport mit Ästhetik zu verbinden“) wurde das Interesse an neuen Ebenen weiter ausgebaut und sie bildete sich in Bereichen wie Biomechanik, Anatomie, Pilates, indisches und chinesisches Yoga, Meditation, Tai-Chi, Feldenkrais, traditionell chinesische Medizin, Hypnose und Akupunktur weiter und saugte Expertisen von vielen Ärzten genauso auf wie Erfahrungen von Kampfsportlern. Ein Aha-Erlebnis in der Ausbildung bei einem Shaolin-Mönch öffnete ihr endgültig die Augen. „Keine dieser Einzelbetrachtungen war mir gut genug, manches ja fast sektenähnlich. Ich musste selber etwas machen.“ SPORTaktiv 41

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