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SPORTaktiv Februar 2019

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EINE FRAGE DER ETIKETTE

EINE FRAGE DER ETIKETTE SCHWEISS UND SCHMUTZ ALS LAUFPARTNER. WAS DARFST DU BEDENKEN- LOS IN DIE WASCH- MASCHINE STOPFEN? WELCHE MATERIALIEN SIND SENSIBEL? PFLEGETIPPS ZUM SAISONSTART. VON CHRISTOPH HEIGL Schon bei der ersten gemütlichen Laufrunde treffen die Laufschuhe auf Gatsch und Schneematsch, das Salz auf den Straßen lässt sich schwer abschütteln. Und spätestens nach der dritten Einheit erinnern auch Baselayer, Laufshirt und Laufhose die empfindliche Nase daran, dass man nicht nur den Körper, sondern auch seine Sportsachen ordentlich pflegen sollte. Also gleich alles zusammen mit der Laufjacke in die Waschmaschine und fertig? Schön, wenn es so einfach wäre. Mannigfaltig sind die Pflegehinweise, die Hersteller wie Schöffel, Löffler und Salewa ihren Produkten beipacken. Bei Fotos: iStock 96 SPORTaktiv

30 Grad waschen? Auf links drehen, sprich mit der Innenseite nach außen waschen? Nicht schleudern? Schon vor dem ersten Tragen waschen? Nur Handwäsche? Das überfordert manche mit dem Schmutzwäschekübel in der Hand. Die Praxis sieht deshalb oft anders aus. Da wird Sport- und Funktionswäsche mit normaler Kleidung zusammengesteckt, Waschmittel dazu und ab in die Trommel. Oft geht das gut, die Materialen sind zäh. „Ich bin viel unterwegs, kenne die Praxis und kenne die Fragen der Kunden“, sagt Max Klaffenböck, Handelsvertreter bei Nikwax, einer der Spezialfirmen für Reinigungs- und Pflegeprodukte. „Generelle Aussagen sind schwierig zu treffen. Entscheidend ist, was der Hersteller der Kleidung selbst für sein Produkt empfiehlt. Deshalb ist ein Blick auf das Etikett immer das Wichtigste. Das sollte die Bibel sein. Daran soll man sich halten.“ Generalisierend lässt sich festhalten, dass man tatsächlich fast alle Produkte in die Waschmaschine stecken kann, wenn man ein paar grundlegende Regeln befolgt: Erstens sollte man Funktionskleidung nie bei 60 Grad oder heißer waschen, meistens werden 20 bis 40 Grad empfohlen. Zweitens und noch wichtiger darf man keine normalen Waschmittel verwenden, vor allem keine Pulverwaschmittel und nie Weichspüler. Die enthalten auf normale Straßenkleidung abzielende Weichmacher, Bleichmittel und Duftstoffe. „Die tun mehr, als sie müssten“, fasst Klaffenböck die Wirkung der Waschzusätze zusammen, die den Feuchtigkeitsaustausch der Kleidung beeinträchtigen und Poren verstopfen können. Denn die wichtigste Eigenschaft von Sportbekleidung wie z. B. Baselayern ist, den Schweiß innen von der Haut nach außen zu transportieren. Fast alle Hersteller empfehlen deshalb die Verwendung von Spezialwasch mitteln. Auch für die weiteren Schichten wie dünne Laufjacken mit Gore-Tex oder Softshell gibt es genaue Pflegehinweise. Einer davon ist oft, die Kleidung „auf links“, das heißt umgedreht zu waschen. Damit wird das Obermaterial beim mechanischen Waschvorgang SPORTaktiv 97

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