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SPORTaktiv Freerideguide 2019

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... und du hast einen

... und du hast einen Double Backflip 180 ausgepackt, als Weltpremiere in einem Snowboard-Wettkampf. Yes! Ich stand oben und plötzlich fühlte ich mich frei von limitierenden Gedanken. Ein erstaunliches Gefühl des Vertrauens in meine Fähigkeiten. Es kam ganz natürlich zu mir, ich erinnerte mich an diesen Sprung, den ich mal im Training versucht hatte. Ich fuhr los, sprang ab und gewann tatsächlich den Contest. Das war ein besonderer Moment. Aber wie gesagt, Flow erlebe ich regelmäßig, im Backcountry beim Powdern, wenn ich springe, in der Luft. In Momenten wie diesen verlangsamt sich die Zeit. Kannst du den Flow suchen? Oder muss er zu dir kommen? Ich denke schon, dass es eine Fähigkeit ist, sich in den Flow zu bringen. Es ist eine Fähigkeit, die man erlernen und beherrschen kann. Wie kann ich es üben? Was du benötigst, ist Kohärenz. Eine Einheit aus deinen Gedanken, deinem Tun und deinem Spirit. Es ist ein Wollen, ohne es zu müssen. Meditieren ist hilfreich, dabei bekommst du eine enge Verbindung zu dir selbst. Ich denke, es ist die Praxis in Achtsamkeit und Bewusstsein, die dir dabei hilft, in den Flow zu kommen. Dann ist eine Menge möglich. Und das übrigens nicht nur im Sport. Ich habe gelesen, dass du von der Kraft des Manifestierens überzeugt bist. Demnach kann man Dinge im realen Leben beeinflussen, indem man sie visualisiert und fest daran glaubt. Glaubst du wirklich, dass das funktioniert? Ich glaube nicht, dass es funktioniert. Ich weiß, dass es funktioniert. Für mich ist Manifestation eine Art Superkraft. Das meine ich ernst. Bei mir hat es einfach zu häufig funktioniert. Bewusstsein erschafft Realität. Probier’s mal im Auto: Wenn du wirklich daran glaubst, einen Parkplatz zu finden, dann kriegst du auch einen. Travis Rice in seinem Element. „In den Flow zu kommen ist eine Fähigkeit, die man erlernen kann.“ Ist das Magie? Ich denke eher, dass es Physik ist. Es gibt das Universum, in dem wir leben. Und es gibt die Realität, die wir uns erschaffen. Quantenphysik und Quantenmechanik haben in den vergangenen 30 Jahren bewiesen, dass die Realität wohl doch ein wenig anders aussieht als das, was wir in der Schule gelernt haben. Wenn wir das als Magie bezeichnen, dürfte es noch untertrieben sein. Es wird dem, was uns umgibt, wahrscheinlich nicht einmal annähernd gerecht. Hin und wieder läuft’s auch bei dir nicht nach Plan. Während der Dreharbeiten zu „The Fourth Phase“ bist du in eine massive Lawine geraten. Was lernst du aus Momenten wie diesen? Ich denke nicht, dass Dinge einfach so geschehen. Für mich war diese Lawine eine kraftvolle Erfahrung. Sehr intensiv, weil ich danach eine Dankbarkeit empfunden habe wie selten zuvor. Es war ein Weckruf, wie sehr wir der Macht der Berge ausgeliefert sind. Wie erlebst du einen Lawinenabgang? Auch hier scheine ich im Flow zu sein. Alles wird bewusster. Mit 22 Jahren hat mich eine Lawine in Alaska mitgenommen. Ich weiß noch, dass ich mir dabei zusehen konnte, wie ich diesen Berg hinabstürzte. Es war eigenartig still um

mich herum, ein beinahe friedliches Gefühl. Ich hatte extrem klare Gedanken. Und es war die krasseste Zeitlupensituation, die ich jemals erlebt habe. Ich war mitten in diesem Ungetüm. Trotzdem hatte ich genug Zeit, meine Brille zu richten, konnte mir in Ruhe überlegen, wie ich nach der nächsten Umdrehung mein Snowboard ausrichten würde. Hattest du Angst? Nein. Irgendwie gab es keinen Zweifel. Erst danach kam ein Gefühl der Angst. Abgesehen von solchen Grenzerfahrungen lebst du deinen Traum. Vielen Menschen gelingt das nicht. Sie stehen jeden Morgen im Stau und fahren in ein Büro, in dem sie gar nicht sein möchten. Wo liegt das Problem? Oh Mann, es ist wirklich ein Jammer! In unserer Gesellschaft gibt es eine Alltagshektik, diesen Stress. Das hat wirklich niemand verdient. Deshalb ist es wichtig, sich jeden Tag von Neuem aufrichtig zu begegnen. Achtsam zu sein. Sich zu überlegen, was einem wirklich wichtig ist. Warum fällt das so schwer? Für viele Menschen ist die eigene Identität im Laufe ihres Lebens zu einer Art Gefängniszelle geworden. Wir denken, wir müssten über uns richten, uns bewerten, uns vergleichen. Das macht uns ängstlich, eifersüchtig und wütend und Gefühle wie diese sind keine guten Antriebskräfte. Wir haben unser Ego und unsere Persönlichkeit selbst kreiert. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, wie er sich davon befreit, um das tun zu können, was ihn glücklich macht. Aber daran muss man arbeiten. Ein untrainierter Geist wird nichts erreichen. Man muss Vertrauen in sich aufbauen und immer wieder üben, den Kopf mit dem Herzen zu verbinden und Stimmigkeit zwischen beiden zu erreichen, sei es beim Snowboarden, beim Schwimmen oder meinetwegen beim Sonnenbaden. Du hast viel gesehen, viel erlebt. Gibt es für dich noch einen Sehnsuchtsort? Es gibt noch einige Plätze, an denen sich etwas erleben ließe. Ich denke, es muss gar kein physischer Ort sein. Mir geht es eher um Geisteszustände, ein Gefühl des Friedens oder der Leichtigkeit. Wo ist der beste Platz auf Erden? Alaska. Im Moment der Vorfreude, in eine Line zu droppen. BASISLAGER FÜR FREERIDER } Übernachtung im Design-Zimmer } vitales Frühstücksbuffet } 6-Tages-Skipass } Sport Spa mit Sauna, Dampfbad und Fitness 7 Nächte inkl. Skipass ab € 399,– p. P. Buchbar in allen Explorer Hotels DE } Oberstdorf | Neuschwanstein | Berchtesgaden AT } Montafon | Kitzbühel | Zillertal | Hinterstoder NEU ab Dez 2019 Ötztal | Bad Kleinkirchheim Mehr Infos unter Tel. + 43 5558 / 20 333 445 oder unter www.explorer-hotels.com/winter Explorer Hotels Entwicklungs GmbH An der Breitach 3, 87538 Fischen, GF: K. Leveringhaus

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