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SPORTaktiv Juni 2020

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Abenteuerläufe wie der

Abenteuerläufe wie der Sahara- Marathon gefallen ihm – aber eigentlich sieht er sich als Straßen- Ultraläufer. RAINER PREDL Geb. 15. Jänner 1990 Wohnt in Lassee, NÖ Beruf: Laufschuhberater bei Intersport Winninger (Stadlau) Erfolge (Auszüge): österreichischer Rekordhalter im 6 Stundenlauf: 85,517 km Sahara-Marathon-Sieger 2014 2 x österreichischer Meister, 4 x WM-Teilnehmer 100 km Weltrekorde: 12 Stunden am Laufband mit 149,5 km 7 Tage am Laufband mit 852 km Marathon in einem Windrad in 4:21:37 Stunden 70 km um einen Küchentisch in 12:57:02 Stunden Bestzeiten: 10 km: 32:44 min 21 km: 1:12:26 h 42 km: 2:39:46 h 50 km: 3:15:47 h 100 km: 7:08:12 h www.rainerpredl.com lukrieren, erklärt er. Meistens geht es dabei um Unterstützung für den „Sterntalerhof“, eine Kinder-Hospiz-Einrichtung, deren Botschafter Predl ist. Sein Küchentischlauf war ebenfalls ein Einsatz für diese Organisation – als Ersatz für den von ihm mit ins Leben gerufenen „Lasseer Benefizlauf“. Der hätte am 21. März 2020 zum neunten Mal stattfinden sollen, fiel jedoch nach dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens als einer der ersten österreichischen Laufevents aus. Predl sowie etliche verhinderte Benefizlauf-Teilnehmer aus mehreren Ländern rannten daher gemeinsam in ihren Wohnungen und Gärten, übertrugen ihre Aktionen live über soziale Medien und warben so doch noch um Spenden für das in Loipersdorf-Kitzladen im Burgenland angesiedelte Kinder-Hospiz. Warum sich der Lasseer (neben dem Tierschutz) gerade für diese Einrichtung engagiert; und warum er überhaupt so weite Strecken läuft: Das hat ebenfalls einen Hintergrund, der alles andere als lustig ist. 2007 fuhr er als 16-jähriger Schüler mit der Bahn nach Hause, als der Sturm „Kyrill“ tobte und die Ampelanlage an einem Bahnübergang in seinem Heimatort ausfallen ließ. Die Folgen waren katastrophal: Ein Auto mit drei Insassen wurde von dem Zug erfasst, ein siebenjähriges Mädchen und dessen Onkel starben, nur der Vater des Mädchens überlebte schwerverletzt. Predl gehörte zu den wenigen unmittelbaren Ersthelfern bei dem Unglück, die das Mädchen aus dem Auto zogen und noch wiederzubeleben versuchten und die dem eingeklemmten Schwerstverletzen noch Mut zusprachen, der später seinen Verletzungen erlag. „Viele Ultralangstreckenläufer haben eine Geschichte im Hintergrund“, sagt Predl dazu – der bis zu diesem einschneidenden Ereignis nur kurze Strecken gelaufen war und danach immer weitere Distanzen zu absolvieren begann. Noch als Jugendlicher lief er in sechs Stunden 77 Kilometer weit und mit gerade einmal 18 Jahren rannte er 100 Kilometer in etwas über 8 Stunden. Mit 21 holte er sich seinen ersten österreichischen Rekord im Ultralangstreckenlauf – in einer Sportart also, in der die meisten erst über 30 ihren Zenit erreichen. „Das Erlebnis ist mein Antrieb, für die gute Sache, für Kinder zu laufen“, erklärt er – „so habe ich aus dem Erlebten etwas Positives gezogen. Das Laufen ist dadurch meine Leidenschaft geworden.“ Runde für Runde Ehrgeizig und fokussiert ist der Ultraläufer Rainer Predl ganz offensichtlich. 150 Trainingskilometer pro Woche sind ein normaler Umfang – neben dem 40-Stunden-Job in der Laufabteilung bei 50 SPORTaktiv

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