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SPORTaktiv Juni 2021

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2021

2021 COMEBACK AKTIVURLAUB KURT TROPPER Stv. Geschäftsführer TVB Kitzbüheler Alpen – Brixental OPTIMISMUS FÜR DEN SOMMER Nach einem Winter, der touristisch nicht stattfand, steht eine hoffnungsvolle Sommersaison vor der Tür. Zumindest wenn man an den Sommer im Vorjahr zurückdenkt, darf man vorsichtig optimistisch sein. Viele Hotels und Gastronomiebetriebe in den Kitzbüheler Alpen haben die letzten Monate genutzt, um in Qualität zu investieren. In der Region wurden neue Angebote geschaffen, die Infrastruktur weiter verbessert und ausgebaut. Auch die Beschäftigten sind nach dieser langen Pause überaus motiviert und stehen in den Startlöchern. Die positive Stimmung strahlt über die Branche hinaus, sodass wir hoffen in der Zwischenzeit verlorenen gegangene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Hotellerie und Gastronomie zurückgewinnen zu können! Und auch mit den Veranstaltungen in der Region geht es wieder los – nicht ganz so wie vorher, aber mit mehr Qualität und Nachhaltigkeit. Ganz besonders freuen wir uns über unser 25-jähriges Jubiläum beim KitzAlpBike-MTB-Marathon und die zeitgleiche Austragung der österreichischen Staatsmeisterschaft. Foto: TVB Kitzbüheler Alpen – Brixental GANZ ODER GAR NICHT VOM BEINAHE-NICHTSCHWIM- MER ZUR GROSSEN LEIDEN- SCHAFT. DER STEIRER THOMAS SCHWALD BESUCHTE MIT 49 JAHREN SEINEN ERSTEN KRAULKURS. IN DEN ZWEI- EINHALB JAHREN SEITHER BEWÄLTIGTE ER ETLICHE „EX- TREM“-SCHWIMMBEWERBE UND ENTDECKTE SOGAR DAS „EISSCHWIMMEN“ FÜR SICH. VON CHRISTOF DOMENIG Extrem waren die sportlichen Unternehmungen von Thomas Schwald schon früher und zwar im Radsport: Der Steirer gewann zum Beispiel seine Altersklasse beim „Glocknerman“, einem Nonstop-Radrennen über 1000 Kilometer und 17.000 Höhenmeter mit Start und Ziel in Graz. In der steirischen Landeshauptstadt startet auch der Austria-eXtreme-Triathlon. Auf der 186 Kilometer langen Radstrecke sind 3900 Bergauf-Höhenmeter eingebaut, die knapp 44 Kilometer lange Laufstrecke führt über 1860 Höhenmeter bis zur Südwand-Hütte des Dachsteins. Geschwommen wird in der Mur: erst 2 Kilometer flussaufwärts und folglich gegen die Strömung, dann 1,8 Kilo- Fotos: Thomas Schwald 42 SPORTaktiv

meter flussabwärts. Dieser Event hat Schwald fasziniert. So sehr, dass er extra dafür schwimmen gelernt hat. Also fast: „Ich hab schwimmen nie gemocht und mich gerade im Bruststil über Wasser halten können“, erzählt er. „Also hab ich mich mit meiner Frau zu einem Kraulkurs angemeldet.“ Im Oktober 2018 war das, acht Monate vor dem Event, der jährlich im Juni stattfindet. „Es war eine ganz neue Erfahrung: Vom Ausdauersport kommend plötzlich mit einer völlig technischen Sportart konfrontiert zu sein“, erinnert sich Schwald. Um koordinativ anspruchsvolle Sportarten zu erlernen, gilt ja die Kindheit als „goldenes Alter“. Ja länger die biologische Uhr schon tickt, umso schwieriger wird es – so heißt es. Schwald war damals nicht mehr jugendliche 49, als er den Anfängerkurs in Angriff nahm. „Zwischen den zehn Einheiten, die ich genommen hab, waren meine Frau und ich zweimal pro Woche selbst noch schwimmen und haben die Technik geübt“, verrät er. „Für das, was ich mache, ist meine Technik nach wie vor schlecht“, zeigt sich Schwald selbstkritisch. Um das ins rechte Licht zu rücken: Heuer möchte der Steirer beim Ironman Klagenfurt zwischen 90 und 95 Minuten für die 3,8-Kilometer-Schwimmdistanz brauchen – und das ist für einen „spätberufenen“ Hobbyschwimmer bei Weitem keine schlechte Zeit. Beim „Austria eXtreme“ war er sich am Start aber noch nicht sicher, ob es mit der erforderlichen Karenzzeit klappt. Hat es aber. Platz 40 wurde es bei seiner Triathlon-Premiere in 17:38:50 Stunden. Aber nicht nur das: „Das Schwimmen war überraschendenweise das tollste Erlebnis am ganzen Triathlon für mich. Man startet ja noch im Dunkeln, zuerst die zwei Kilometer stromaufwärts, ein Kampf. Zurück runter wird es dann langsam hell: Da hab ich schon gewusst, dass ich die erforderliche Schwimmzeit schaffe und den restlichen Bewerb bestreiten darf. Das pure Glücksgefühl“, strahlt Schwald noch im Rückblick. Geschafft hat er seitdem eine Menge weiterer Herausforderungen. Open Water-Bewerbe bis zu 10 Kilometern Länge zum Beispiel – „auch wenn ich da bei den Langsamen bin. Da sind aber auch richtig gute Schwimmer dabei.“ Und er sagt auch: „Ich hätte nicht gedacht, dass mir Schwimmen so viel Spaß machen würde.“ Und das gilt mittlerweile sogar fürs Eisschwimmen. Eigentlich, sagt Schwald auch, hasst er kaltes Wasser. Doch die Langdistanz-Schwimmerin Claudia Müller, die unter anderem beim 24-Stunden-Schwimmen in Bad Radkersburg schon mehrmals die allgemeine Klasse gewonnen hat (also schneller als alle Männer war), überredete ihn, Eisschwimmen zu versuchen. Fünf Grad ist dort die maximale Wassertemperatur. „Ich war skeptisch, man weiß ja nicht, wie der Körper das verkraftet. Aber ich hab mich überwunden – und irgendwann wird es fast eine Sucht“, sagt Schwald. Er betont aber auch, dass nicht die Zeit im eiskalten Wasser, sondern das „Danach“ das wirklich Schöne ist. Was das Verrückteste ist, was er gemacht habe, beantwortet Thomas Schwald entsprechend so: „In meiner ersten Eisschwimmsaison bin ich gleich einmal über die 1000-m-Distanz mitgeschwommen und habe 24 Minuten gebraucht. Die Guten sind ja nach rund 15 Minuten wieder heraußen.“ THOMAS SCHWALD aus Dobl (St) ist 52 und Hobby- E xtremsportler, unter anderem Triathlet und Eisschwimmer. 2021 COMEBACK AKTIVURLAUB STEFANIE MAYR Geschäftsführerin TVB St. Johann in Salzburg HERZHAFTER URLAUB IN ST. JOHANN IN SALZBURG Was früher als selbstverständlich erachtet wurde, wird nun schon seit Wochen und Monaten sehnsüchtig herbeigesehnt. Ein Kaffee mit der besten Freundin im Kaffeehaus, ein After-Work Drink im Bistro oder eben wieder dem Alltag entfliehen und es sich im Urlaub so richtig gut gehen lassen. Nun hat das Warten ein Ende und auch wir in St. Johann in Salzburg haben am 19. Mai unsere Türen für nationale und internationale Gäste geöffnet. Unsere Beherbergungsbetriebe sind bereit und haben alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um einen geschützten Urlaub gewährleisten zu können. Sehr erfreulich ist auch, dass unsere zwei Hauptattraktionen, die Liechtensteinklamm und der Geisterberg, ebenfalls seit dem 19. Mai besucht werden können. Die Liechtensteinklamm gilt als tiefste und beeindruckendste Schlucht im Alpenraum. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie groß die Freude bei uns in St. Johann in Salzburg ist. Wenn wir eines können, dann den Urlaub für unsere Gäste so herzhaft wir nur möglich zu gestalten und nun dürfen wir das auch endlich wieder. SPORTaktiv 43

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