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SPORTaktiv Juni 2021

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DAS TESTRAD Kein

DAS TESTRAD Kein Display, keine Tasten, nur ein Knopf: iWoc heißt das Zauberding, das Wind macht. Scott Addict eRide 10, HMX-Carbonrahmen & Carbongabel, Shimano Ultegra Disc und Di2-Schaltung. Antrieb: Mahle X35+ (vormals Ebikemotion), 40 Nm max, Akku 252 Wh (+ 208-Wh- Range-Booster optional), Laufräder: Syncros Capital 1.0 40e mit Schwalbe-Pro-One- Reifen (30 mm), voll integrierte Kabelführung, 11,6 kg, € 6499,– www.scott-sports.com AirSteel | BFP-27 Die Airsteel von BBB Cycling überragt mit ihren 67 cm jede handelsübliche Standpumpe und ermöglicht dadurch ein sehr komfortables, kraftsparendes Pumpen. Der Stahlfuß mit integriertem Manometer sorgt nicht nur für hohe Stabilität sondern sieht auch gut aus. Und wussten Sie, dass sich der Pumpenkopf mit nur einer Hand bedienen lässt? könnte mit einer Batterieladung wohl ganz Österreich umrunden. Zur Anstrengung: Im Extremtest sind wir zu 95 % mit der niedrigsten, grünen Stufe gefahren, das fühlt sich sehr nach Radfahren an, Puls und Erschöpfung sind bei 2000 hm also dementsprechend „echt“. Keine Spur von „hinaufgezogen werden“. Das automatische Ein- und Ausschalten erfolgt erstaunlich harmonisch, ohne Ruck, kaum zu spüren, ob man 23 oder 27 km/h fährt, und viel besser als bei E-Mountainbikes. Einzig störend im Vergleich zum Mittelmotor mit Drehmomentsensorik an der Kurbel ist, dass der Mahle-Antrieb ein wenig nachläuft. Und bei einigen Testfahrten hat er im Wiegetritt stark geruckelt. Grundsätzlich ist das Konzept sehr sportlich und für fitte E-Biker gedacht, die bergauf und bei starkem Gegenwind ein wenig Unterstützung haben wollen. Durchaus passend zur sportlichen Kategorie Rennrad. Unsere Experten am Wort: Ein paar Hundert Kilometer Erfahrung hat Michael Knopf schon mit E-Rennrädern. Er war Radprofi und ist jetzt Geschäftsführer der Radwelt Michi Knopf in Mattersburg. „E-Rennräder sind im Kommen“, ist für ihn klar. Die Nische Rennrad ist zwar eine kleine und spezifische, aber rund 20 bis 25 E-Rennräder wird er heuer verkaufen, schätzt er. Die Zielgruppe sind für ihn sportive Anfänger oder ältere Rennradfahrer, die mit dem Alter oder körperlichen Beschwerden über ein wenig „Schub“ froh sind. Die Selbsterfahrung BBBCYCLING.COM

Fotos: Christoph Heigl, Facebook/Thomas Rohregger, Radwelt MK hatte Knopf mit einem Wilier-E-Rennrad. „In der Ebene merkst du das Mehrgewicht kaum, ein normaler Radfahrer sowieso nicht, so sind gemütliche Rennradrunden möglich.“ Das Argument, dass bei Gruppenausfahrten die Schwächeren bei mehr als 25 km/h keine Zusatzpower bekommen, das E-Rennrrad also wenig bringt, kennt er. „Aber im Flachen sollte man bei 28, 30 oder 33 km/hm im Windschatten schon mitkommen und wer sagt, dass man immer so dahinbolzen muss?“ Die Idee mit kleineren Akkus und Motoren, die nicht auf Vollgas-Modus ausgelegt sind, gefällt ihm jedenfalls. „Wir sehen das auch beim Auslesen der Bosch-Software. Am Anfang donnern alle im Turbo-Modus. Je länger man fährt, umso mehr lernt man Eco zu schätzen.“ Nur bei den Preisen wird sich nichts in Richtung Einsteigerniveau bewegen. „Wir sehen schon die Preisgestaltung für 2022 und 2023, billiger wird’s nicht. Ein wirklich gutes E-Rennrad wird es unter 4000, 4500 Euro leider nicht geben.“ MICHAEL KNOPF ist Ex-Profi und Geschäftsführer der „Radwelt Michi Knopf“ in Mattersburg. www.radwelt.co.at THOMAS ROHREGGER war Radprofi, Botschafter der Heim-WM in Tirol und arbeitet als Jurist in Innsbruck. Auch der Tiroler Thomas Rohregger ist Ex-Profi und beim Material immer up to date. E-MTB fährt er selbst, ein E-Rennrad bis dato nur probeweise. Erster Eindruck: „Gewaltig.“ Speziell im Bergland sei die Nachfrage nach E-Rennrädern groß, Leistungsunterschiede können ausgeglichen werden „und aufs Kühtai rauf sind die 25 km/h Limit nicht mehr relevant“, lacht er. „Der Schwerpunkt ist etwas anders, die Rennräder sind durchs Mehrgewicht nicht ganz so wendig und das ist für Anfänger sogar leichter zu beherrschen als ein 6 kg-Rad, das beim ersten Windstoß nervös wird.“ Doch selbst bei den Profis sind die E-Räder beliebt. „Bei der letzten Tour de France sind einige an den Ruhetagen und zum Regenerieren mit den E-Rennrädern gefahren, um die Beine bei geringer Belastung für die Tage danach zu schonen.“ Fazit auch für Rohregger: „E-Rennräder werden ein Thema. Auch E-Gravel, da macht es vielleicht sogar noch mehr Sinn.“ LEICHT, KOMPAKT UND SUPERGELB Die neuen Schläuche von Pirelli aus innovativem TPU schöpfen das Leistungspotenzial der Reifen voll aus. ANZEIGE / Foto: Grofa/Pirelli Pirelli präsentiert SmarTUBE. Der neue Schlauch wurde in einem langen und sorgfältigen Prozess entwickelt, bei dem er in mehrmonatiger Engineering-Arbeit und mit Feedback aus dem World-Tour-Projekt abgestimmt wurde. Der neue Schlauch der italienischen Traditionsmarke ist aus TPU, Polyurethan und Thermoplast gefertigt. Dieses Material der neuesten Generation ist herkömmlichen Radschläuchen aus Butyl überlegen. So ermöglicht der SmarTUBE eine Reduzierung des Reifengewichts um bis zu 70 % im Vergleich zu den bereits leichten Latexschläuchen. Durch das kompakte Volumen (-50 %) ist er praktisch verstaubar und lässt mehr Platz in den Trikottaschen und Rucksäcken. Passend für alle Rennräder, Gravelbikes und Mountainbikes. Fakten: 29,90 Euro, 35 g (Rennrad, P Zero), 70 g (Gravel, Cinturato) bis 100 g (MTB, Scorpion). Alle Infos zu den neuen Schläuchen und Reifen www.velo.pirelli.com SPORTaktiv 93

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