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SPORTaktiv Juni 2025

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SERVICE Digitale Tourenplanung NAVIGIEREN MIT HANDY. Im Outdoor- und Bergsport ist das heute die Regel. Die digitalen Helfer machen Orientierung einerseits leichter, andererseits tun sich einige Gefahrenquellen auf, die beachtet werden sollen. 028

OUTDOOR Digitale Tools smart nutzen Smartphone, Apps und Community-Plattformen haben den Bergsport verändert. Was Chancen bringt und Risiken birgt. Mit den Tipps von Experte Matthias Pilz gelingt die Tourenplanung im Digitalzeitalter. von Christof Domenig TO: E+ Kollektion/Getty Images/SrdjanPav J unge nehmen es nicht wahr, wir Älteren sehr wohl, wie sehr das digitale Zeitalter unsere analoge Welt verändert. Und das betrifft auch das Draußensein in den Bergen. Touren werden heute ganz selbstverständlich digital gesucht und geplant. Kaum einer, der es noch anders macht. Und die Veränderung schreitet stetig voran - weiß auch Matthias Pilz, der die digitalen Planungs- und Orientierungstools im Bergsport von Beginn des digitalen Zeitalters weg stets intensiv verfolgt hat. „Das GPS-Handheld-Gerät ist in unseren Breiten mittlerweile praktisch verschwunden“, sagt Pilz, der für die Naturfreunde Österreich Ausbildungen rund um das „digitale Planen und Orientieren im Bergsport“ hält. „Es werden heute fast ausschließlich Smartphone und Apps verwendet.“ Bergsportler setzen auf Plattformen wie Outdooractive, Komoot, Bergfex oder auch das „Tourenportal“ der Naturfreunde (das auf Outdooractive basiert). Dort findet man eine Fülle an Informationen - Tourenvorschläge oft inklusive Bildern, Bewertungen, Zeit- und Streckenangaben und GPS-Tracks. „Die große Masse konsumiert vorgefertigte Touren“, weiß Pilz. Das spart Zeit, senkt die Einstiegshürde - birgt aber auch Risiken. Erlebnisbericht vs. Beschreibung Vor allem communitybasierte Inhalte sind mit Vorsicht zu genießen. Doch gerade auf diese wird heute oft zurückgegriffen. „Da schreibt jemand, es war ‚leicht‘, weil er es subjektiv so empfunden hat, während für einen anderen die gleiche Passage unüberwindbar sein kann“, warnt Pilz. Die Bandbreite der heute in den Tourenportalen und Apps auffindbaren Inhalte reiche jedenfalls von professionell erstellten Touren durch alpine Vereine, Verlage oder Tourismusregionen bis hin zu rein subjektiven Erlebnisberichten. Die Crux: Viele Nutzer können nicht mehr unterscheiden, was ein objektiv bewerteter Tourenvorschlag ist - und was ein persönliches Bergerlebnis. Selbst Experten falle die Unterscheidung zwischen hochwertigem, schlechtem oder schlicht falschem Inhalt oft nicht leicht - fast wie bei Fake News. Pilz: „Wenn ich einen Erlebnisbericht lese, kann das span- 029

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