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SPORTaktiv Oktober 2020

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DIE TRENDIGE

DIE TRENDIGE ERNÄHRUNGSFORM INTERVALL- FASTEN UND SPORT – PASST DAS ZUSAMMEN? WENN JA, WIE? EXPERTEN DER ÖSTERREICHI- SCHEN GESELLSCHAFT FÜR SPORTERNÄHRUNG (ÖGSE) HABEN SICH DIESE FRAGE GESTELLT UND GEBEN EMPFEHLUNGEN FÜR PROFIS UND FREIZEITSPORTLER AB. VON CHRISTOF DOMENIG INTERVALL IM SPORT-CHECK FASTEN Fotos: Getty Images, FH Joanneum 24 SPORTaktiv

16/8 5:2 10 in 2 Intervallfasten wird immer beliebter, und das mit gutem Grund, wurde doch mittlerweile nachgewiesen, dass das Fasten in Intervallen mit hoher Wahrscheinlichkeit positive Effekte auf die Gesundheit hat, wenn es richtig und dauerhaft durchgeführt wird. Forscher der Medizinischen Universität Graz rund um Prof. Frank Madeo sind auf diesem Gebiet weltweit führend. Wie funktioniert Intervallfasten? Bei der 5:2-Methode wird an fünf Tagen in der Woche normal gegessen, an zwei wird im Idealfall nur Wasser oder schwarzer Kaffee getrunken (so empfehlen es die Grazer Forscher). In der Praxis reduzieren viele die Kalorienaufnahme stattdessen auf rund 500 Kilokalorien pro Fastentag. Bei der 16:8-Methode isst man nur während acht Stunden pro Tag, sodass tägliche 16-stündige Fastenphasen erreicht werden. Frühstück oder Abendessen lässt man dafür weg. Bei „10 in 2“, auch „Alternate Day-Fasting“ genannt, wird immer abwechselnd einen Tag lang uneingeschränkt gegessen und einen Tag lang gefastet. Nun hört nun man immer öfter, dass sogar Spitzensportler auf diese Ernährungsmethode vertrauen. Freizeit sportler sowieso. Doch verträgt sich das? Vorauszuschicken ist noch, dass es beim Intervallfasten vordergründig weder um sportliche Leistungsfähigkeit geht, noch darum, Gewicht zu verlieren. Beides ist allenfalls ein Nebeneffekt. Im Mittelpunkt steht die Gesundheit: In den Körperzellen soll durch die Fastenphasen „Autophagie“ in Gang gesetzt werden – eine Art Selbstreinigungsprozess der Zellen, der Krankheiten vorbeugen und auf lange Sicht nicht weniger als das Leben verlängern soll. Das klappt eben nur, wenn die Zellen nicht andauernd mit Energie „gefüttert“ werden. In der Praxis verwenden dennoch viele diesen Ernährungs- und Lebensstil, um entweder überschüssige Kilos loszuwerden oder aber weil sie sich im Sport davon eine verbesserte Leistung erhoffen. Wie sich ein sportliches Leben und das populäre Ernährungskonzept vereinbaren lassen, wurde bislang jedoch kaum untersucht. Diese Frage haben sich jetzt Manuela Konrad sowie Clemens Egger von der Österreichischen Gesellschaft für Sporternährung gestellt und die Datenlage aufgearbeitet. Intervallfasten und Ausdauerleistung „Im Sport steht nicht Lebensverlängerung im Mittelpunkt, sondern die Performance. Wer hart trainiert, möchte Erfolge sehen – und damit drängt sich als Erstes die Frage auf, ob und wie Intervallfasten einen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat“, hält die Diätologin und ÖGSE-Präsidentin Manuela Konrad zunächst fest. Relevante Studien zu Intervallfasten und Sport gebe es bislang jedenfalls nicht – aber solche mit Athleten, die den Ramadan vollziehen. Das Ernährungsverhalten des Ramadan, bei dem zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht gegessen wird, lasse sich jedenfalls recht gut mit der 16:8-Fastenmethode vergleichen – mit der Unschärfe, dass beim Ramadan tagsüber auch nicht getrunken wird. SPORTaktiv 25

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