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SPORTaktiv Oktober 2020

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ALLES AUF 44

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DIE CORONAKRISE HAT DIE VERANSTALTER VON LAUF- BEWERBEN BESONDERS HART GETROFFEN. WIE SICH DIE SZENE AM EIGENEN SCHOPF AUS DEM SUMPF GEZOGEN HAT UND WIE ES IN ZUKUNFT WEITERGEHEN KANN. VON KLAUS MOLIDOR VON JETZT AUF GLEICH SIND MIR ALLE EINNAHMEN WEGGEBROCHEN. Achim Wippel, Hikimus Event-Agentur Mit einem Schlag war alles anders. Der Corona-Lockdown hat die Laufeventszene von heute auf morgen komplett auf den Kopf gestellt. Und das zu Beginn der Wettkampfsaison. Anfangs lebte die Hoffnung, die großen Frühjahrsveranstaltungen könnten – national wie international – in den Herbst verschoben werden. Bald war aber klar: Das wird heuer nichts mit vielen Menschen, die sich auf engem Raum anstrengen und dadurch vielleicht infektiöse Aerosole ausstoßen. Die Big-6-Marathons – alle abgesagt. Aber auch in Österreich standen die Wettkampfuhren zu einem Großteil still. „Von jetzt auf gleich sind mir alle Einnahmen weggebrochen“, erzählt der Steirer Achim Wippel, Veranstalter zahlreicher Läufe in Ostösterreich. „Das war schon extrem hart. Da weißt du einmal nicht, wie du die Miete zahlen sollst.“ Auch der Kärntner Julius Rupitsch, der unter anderem den Großglockner- Berglauf veranstaltet, berichtet Ähnliches. „80 Prozent meiner Einnahmen sind durch die Absage des Laufs weggefallen. Das musst du erst einmal verkraften.“ Nach einer kurzen Schockphase haben sich die beiden wie viele andere aber wieder auf die Beine gestellt und den Kreativmotor angeworfen. Achim Wippel hat, wie so viele, virtuelle Läufe veranstaltet. Und damit genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. „Erst dachte ich, dass das nicht notwendig sein wird und hab zugewartet“, erzählt er. Dann aber ist er doch diesen Weg gegangen und hat dabei über den Tellerrand hinausgeblickt. „Dadurch, dass es keine fixe Strecke gibt und du auch nicht an Ort und Stelle sein musst, kann man solche Läufe ja prinzipiell überall veranstalten.“ Also hat er einen Frauenlauf in Süddeutschland veranstaltet. „Wir sind da regelrecht überrannt worden.“ 10.000 Teilnehmerinnen haben nach der ersten harten Lockdownphase richtiggehend nach einem Bewerb gelechzt. Mit solchen Formaten konnte Wippel das Ärgste abfedern. „Die fixen Kosten sind viel geringer, dafür kannst du die variablen schwieriger berechnen. Weil die Teilnehmerzahl ja de facto unbegrenzt ist, ist es schwer Dinge wie Medaillen und Finishershirts rechtzeitig und in der richtigen Menge zu bestellen.“ Für ihn ist klar: Solange es keine Impfung und kein Medikament gegen die Pandemie gibt, werden kreative Lösungen gefragt sein. Danach wird es eine Rückkehr zu den „alten“ Formaten geben. SPORTaktiv 45

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