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SPORTaktiv Oktober 2021

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AUS PRO BIERT RUN

AUS PRO BIERT RUN EINFACH GENIAL, GENIAL EINFACH Noch sind die Sportuhren von COROS aus den USA hierzulande kaum bekannt. Wer eine hat, ist fast so etwas wie Teil einer verschworenen Insider-Community. Gut möglich, dass sich das aber bald ändert, denn vor allem die PACE 2 hat das Zeug zum absoluten Bestseller. Auch wenn sich das auf den ersten Blick nicht erschließt, denn die bloße Optik weckt keine Begehrlichkeiten. Die Ziffernblätter erinnern im Design stark an die 1980er-Jahre – und auch wenn damals nicht alles schlecht war: Da hätten sich die Entwickler eine klarere Optik einfallen lassen können. Das war es dann aber mit den Kritikpunkten. Die Bedienung erlernt man auch als „Digital Secondo“ ohne Handbuch in wenigen Minuten. Der Clou mit einer Taste und der digitalen Krone ist genial und hält das Handling übersichtlich. Keep it simple, wie der Amerikaner gerne sagt. Die Trainingsanzeigen kann man via App easy ganz individuell gestalten und sogar ein automatisches Durchschalten der verschiedenen Bildschirme während des Trainings ist möglich. Apropos App: Dort lassen sich auch Trainingspläne gestalten und auf die Uhr spielen. Zudem ist die Pace 2 extrem leicht und die Größe passt auf schmale wie stärkere Handgelenke gleichermaßen. Der Knüller schlechthin ist aber der Akku, der ewig hält. 4 Stunden volle GPS-Leistung haben im Test gerade einmal 14 Prozent verbraucht. Das alles gibt es um 200 Euro – vergleichbare Konkurrenzprodukte kosten schnell das Doppelte. Ach ja. Ein Härchen in der Suppe gibt es: Die Uhr hat keine Navi-Funktion. Dieses Feature hab ich auf 7000 Laufkilometern der letzten 6 Jahre doch ein einziges Mal gebraucht ... EIN NEUER STERN AM UHREN- HIMMEL, NEUE SOCKEN AUS PAPIER UND EIN RUCK-ZUCK- ZU-SCHUH FÜRS GELÄNDE: UNSER TEST-DREIER IM OKTOBER. VON KLAUS MOLIDOR 52 SPORTaktiv

DREH UND RENN AUF ITALIENISCH PAPIER FÜR DIE FÜSSE Japan ist ja bekannt für seinen Umgang mit Papier. Das beginnt schon bei der Faltkunst Origami. Jetzt kommen aus dem Land des Lächelns aber auch Socken aus Papier. Die Marke GOLDWIN hat diese „Paper Fibre Socks“ hergestellt, nach uralter japanischer Handwerkstradition. Wir haben die kurz geschnittenen Laufsocken getestet. Das Material fühlt sich in der Hand ein wenig rau an. Am Fuß spürt man die Struktur der Faser, ohne dass es kratzig wäre. Wer Handtücher lieber luftgetrocknet mag statt flauschig aus dem Wäschetrockner, der wird das Papiersockengefühl lieben. Im Alltagseinsatz haben sich die Dinger sofort bewährt, beim Laufen ebenfalls, da der Sitz eng und kompakt ist, aber nicht zu komprimiert. Mag ja auch nicht jeder. Ein Vorteil im Sommer: Auch wenn man zu podologischer Transpiration vulgo Schweißfüßen neigt – das Tragegefühl bleibt immer trocken. Entwickler Soichi Hirayama ist damit beim Trailrunning sogar in ein Lacke gestiegen und wusste wenig später nicht mehr, welcher Fuß sich nun nass anfühlt. Bleibt noch das leidige Thema Haltbarkeit bei regelmäßigem Long-Jog-Einsatz. Nach zwei Monaten sind die Goldwin-Socken immer noch wie neu – das hab ich von anderen Produkten auch schon ganz anders erlebt. Schuhe ausziehen, bevor du ins Wohnzimmer gehst! Die elterliche Handlungsanweisung hatte und hat durchaus ihren Sinn. Denn, wer den CYKLON-Trailrunningschuh von LA SPORTIVA (um 185 Euro, UVP) am Parkett ausprobiert, läuft Gefahr, picken zu bleiben – so haftet die Sohle. Also wirklich gleich raus damit ins Gelände, wo Grip und Traktion im optimalen Verhältnis zueinander stehen. Der etwas höhere Schnitt des Schuhs vermittelt eine angenehme Sicherheit am Trail, vor allem im Verbund mit dem Boa-Verschluss-System. Dieses liegt nicht zentral auf dem Rist, sondern seitlich versetzt und zieht die Lasche angenehm kompakt über den Fuß und macht den Halt zum Highlight. Im ersten Renneinsatz mit Asphalt-, Alm- und Steinpassagen bewährt sich der Cyklon sehr. Direktes Laufgefühl, ohne dass jeder Stein die Fußreflexzonen stimuliert. Besonders praktisch ist der Boa-Verschluss vor Bergab- Passagen. Trail-Spezialisten schnüren da den Schuh noch einmal nach, um den Fuß besser in der Ferse zu halten, was für Downhills wichtig und angenehmer ist. Mit dem Drehverschluss ist das in Windeseile geschehen. Ebenso wie das Öffnen und Rausschlüpfen, wenn man nach der Gatschrunde heimkommt. Denn, eh scho wissen: Schuhe aus, bevor du ins Wohnzimmer gehst. Fotos: Thomas Polzer SPORTaktiv 53

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